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Starke zweite Hälfte reicht nicht

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Von: Christian Németh

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Auszeit: Daniel Dörr (r.) und »Co« Dejan Kostic geben taktische Anweisungen vor. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Zweite Folgeniederlage für Lich Basketball in der 1. Regionalliga Südwest. Beim Topteam MTV Stuttgart bekamen die Brauereistädter das erwartet schwere Spiel aufgetischt und mussten sich nach vier Quartern mit 73:82 geschlagen geben. Insbesondere MTV-Pointguard Vaseleios Lampropoulos war am Sonnabend nur schwer zu stoppen und markierte ein »Double-Double«, bestehend aus 40 Punkten sowie zehn Rebounds.

MTV Stuttgart - Lich Basketball 82:73

Dabei gestaltete sich das Duell anfänglich noch ausgeglichen, keine der beiden Farben zog in den Auftaktminuten nennenswert davon. Ab Mitte des ersten Viertels schlich sich dann der Schlendrian in die Licher Defensivarbeit ein - ein Umstand, den Lampropoulos prompt mit mehreren Treffern bestrafte. »Der hatte wirklich einen starken Tag und auch eine gute Trefferquote«, musste auch LB-Headcoach Viktor Klassen anerkennen. Nach den ersten zehn Minuten leuchtete auf der Anzeigetafel ein 25:16-Zwischenstand auf.

Die Nachlässigkeiten und Ungenauigkeiten im Abwehrspiel der Gäste setzten sich auch im zweiten Durchgang fort. Parallel verloren die Mittelhessen in der Vorwärtsbewegung den Faden und stemmten in dieser Sequenz lediglich zwölf Zähler, sodass Stuttgart seinen Vorsprung bis zur Halbzeitsirene merklich auszubauen wusste. »In der Halbzeitpause habe ich dann gesagt: Wir haben nichts mehr zu verlieren«, so Klassen rückblickend. Die Wetterstädter änderten nachfolgend ihre Verteidigungstaktik und nahmen vor allem Lampropoulos gezielter in die Mangel. Die Umstellungen fruchteten prompt, in den ersten sieben Minuten des dritten Viertels wirbelte Lich Basketball, angeführt von Felix Schweizer, einen stattlichen 20:5-Lauf aufs Parkett und schien plötzlich wieder im Geschäft (54:48, 27.). Bis zu Beginn des Schlussakts gelang es dem MTV jedoch, seinen Punktepuffer nochmal leicht auszubauen (64:54. 30.).

Im finalen Quarter hatte der Liga-Neuling, bei dem nun insbesondere Routinier Johannes Lischka glänzte, das Spiel eigentlich über weite Strecken in der eigenen Hand, münzte aber zu selten gute Möglichkeiten in Zählbares um. Entsprechend verpasste es das Klassen-Team, den Rückstand rechtzeitig zu dezimieren und sah sich in der Crunch-Time gezwungen, die Hausherren durch taktische Fouls an die Freiwurflinie zu bitten. Hier ließen die Stuttgarter allerdings nur wenig anbrennen, weshalb das Resultat am Ende deutlich ausfiel.

Coach Klassen lobt Moral

»Es waren Kleinigkeiten. Hätten wir am Ende die Hälfte unserer Würfe getroffen, dann wäre das Spiel anders ausgegangen. Trotzdem Respekt an die Jungs, dass sie in der zweiten Halbzeit Moral gezeigt und sich nochmal so zurückgekämpft haben. Wenn wir die erste Hälfte ausblenden, dann sind wir auf jeden Fall ebenbürtig mit der ganzen Liga«, hob Viktor Klassen die positiven Facetten der LB-Dienstreise hervor.

Lich Basketball: Hoxhallari (10), Chromik, Sann, Kotulla, Keller (7), Wagner (2), Schweizer (22), Roith (2), Ribbecke (8), Jakob, Bölke, Lischka (22).

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