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Starkes Kollektiv sorgt für starken Topspiel-Erfolg

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Wetzlar (aj). Der RSV Lahn-Dill hat seine »Weiße Weste« in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gewahrt und auch das Spitzenspiel beim Tabellenvierten aus Wiesbaden souverän gewonnen. Am Ende jubelte ein als Kollektiv auftretender Titelverteidiger mit 71:49 bei den Rhine River Rhinos und holten dabei im sechsten Ligaspiel den sechsten Sieg.

RRR Wiesbaden - RSV Lahn-Dill 49:71

Gerade die Tatsache, dass der RSV Lahn-Dill den langen Ausfall seines Kapitäns und etatmäßig gefährlichsten Offensivspieler Thomas Böhme anscheinend mühelos wegsteckt und dabei sogar noch weniger ausrechenbar erscheint, dürfte Cheftrainerin Janet Zeltinger für den weiteren Verlauf der Saison positiv stimmen. Im sechsten Pflichtspiel der Saison präsentierten die Wetzlarer auch in der hessischen Landeshaupt die sechste Topscorerin. Zur Saisonpremiere in Frankfurt war es Neuzugang Ghazain Choudhry, im ersten Heimspiel gegen Trier der verletzte Böhme, im Topspiel in Hannover Center Matthias Güntner, gegen Essen Lokalmatador Mark Beissert und zuletzt gegen die Köln 99ers avancierte der Japaner Reo Fujimoto zum korbgefährlichsten Spieler. Am Samstag brillierte nun Rose Hollermann, die am Ende bei einer starken Trefferquote von 83 Prozent auf 17 Punkte kam und dabei auch zwei Dreier einstreute.

Vor allem vor dem Seitenwechsel trumpften die Gäste auf. Als Hollermann und Gaz Choudhry Mitte des zweiten Viertels den Vorsprung auf 32:15 (16.) ausbauten, hatten zuvor bereits fünf von sieben RSV-Würfen von jenseits der 6,75m-Markierung die Wiesbadener Reuse gefunden. Vor allem den mitgereisten Fans des 14-fachen Meisters aus Wetzlar gefiel der Auftritt in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, sodass der RSV mit viel Szenenapplaus und einer souveränen 38:19-Führung in die Halbzeitpause verabschiedet wurde.

Verschnaufpause währt nur kurz

Aus den Kabinen kam dann jedoch ein Gastgeber, der sich einiges vorgenommen hatte, während die Gäste vor allem in der Defensive nicht mehr so konsequent agierten wie zuvor. Insbesondere nach dem vermeintlich sicheren 54:30 (27.) nahm der Franzose Louis Hardouin das Heft in die Hand und sorgte nach zwei sicheren Freiwurftreffern des Ex-Wetzlarers Christopher Huber fast im Alleingang für den 54:37-Anschluss (30.).

Doch das RSV-Kollektiv wachte rechtzeitig wieder auf und sorgte mit 13 weiteren Punkten in den Schlussminuten für einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg des weiterhin ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Wetzlar.

Auch wenn die Gäste unter dem Strich ihre Lufthoheit unter den Brettern aus der ersten Halbzeit etwas eingebüßt hatten, waren in der Defensive vor allem die beiden Center Reo Fujimoto und Matthias Güntner mit zusammen 17 Rebounds dominierende Faktoren im Lahn-Diller Spiel.

RSV Lahn-Dill: Hollermann (17), Choudhry (12), Fujimoto (9), Zantinge (9), Beissert (7), Brown (7), Güntner (6), Blair (2), Mizan (2), Weiß.

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