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Startschuss für knallharte Wochen

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Hüttenberg . Elf pflichtspielfreie Tage liegen hinter den Zweitliga-Handballern des TV Hütteberg - Zeit, um Kraft zu tanken. Denn mit dem Nachholspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV am heutigen Dienstagabend (19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse fällt aus Hüttenberger Sicht der Startschuss für zweieinhalb knallharte Wochen, in denen innerhalb von 18 Tagen gleich fünf Partien auf die Schützlinge von Trainer Johannes Wohlrab warten.

TV Hüttenberg - Dessau-R. HV (19.30 Uhr)

»Das Duell gegen Dessau ist zugleich der Start in die erste englische Woche, der noch so einige folgen werden«, lacht Wohlrab angesichts der pandemiebedingten Verlegungen und dem daraus resultierenden eng getakteten Restspielplan für seinen TVH. Doch wer den 35-Jährigen kennt, der weiß: Beschwert wird sich nicht. Stattdessen versucht Wohlrab dem anstehenden Mammut-Programm etwas Positives abzugewinnen. »Wir wollen die kommenden Partien nutzen, um nach dem ganzen Corona-Hickhack wieder so etwas wie einen Spielrhythmus zu bekommen. Unser Ziel muss es sein, durch die Emotion und die Leidenschaft wieder spielerische Raffinesse zu erlangen«, so der Hüttenberger Coach.

Immerhin hat sich die zuletzt mitunter dramatische Personalsituation rechtzeitig zum Start ins letzte Saisondrittel merklich entspannt. Bis auf Kreisläufer Vit Reichl, der aufgrund einer Herzmuskelentzündung infolge einer Covid-Infektion in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, steht Wohlrab der gesamte Hüttenberger Kader zur Verfügung. Ähnlich rosig stellt sich die Personalplanung bei den Gästen aus der Bauhausstadt dar. Jakub Hrstka, ein Nationalmannschaftskollege Reichls, hat sich mit der tschechischen Auswahl auf die im April stattfindende WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien vorbereitet und kehrte unter der Woche rechtzeitig in den Trainingsbetrieb zurück. Fragezeichen stehen indes noch hinter dem Einsatz von Spielmacher Max Scheithauer, der sich beim jüngsten 23:23-Remis in Lübeck einen Bänderanriss in der Schulter zuzog. »Max ist vergleichsweise schmerzfrei, vielleicht kann es gehen«, mutmaßt Uwe Jungandreas. Der DRHV-Trainer hat bereits seit 2014 das Sagen auf der Dessauer Bank und weiß mit der Erfahrung aus sechs Zweitliga-Duellen gegen den TVH (je drei Siege für beide Teams), wo dessen Stärken liegen. »Hüttenberg hat hervorragende Einzelspieler in seinen Reihen und kommt über eine unbequeme 3:2:1-Abwehr und die mannschaftliche Geschlossenheit«, so der Trainer-Routinier, der von den Seinen deshalb fordert: »Wir müssen wie schon in Lübeck vor zwei Wochen eine erfolgreiche Abwehr stellen, dann sind wir nicht chancenlos. Allein über den Angriff werden wir diese Aufgabe nicht lösen können.«

Dabei wäre ein Punktgewinn in Hüttenberg für den Außenseiter aus Sachsen-Anhalt Gold wert. Zwar ist der aktuelle 17. Tabellenplatz aufgrund zahlreicher Spielverlegungen nicht wirklich aussagekräftig (die Kellerkonkurrenz hat zum Teil bis zu vier Spiele mehr absolviert), doch »mit 27 Minuspunkten musst Du höllisch aufpassen, das kann sonst ganz schnell gehen«, weiß Jungandreas.

Während Dessau nicht noch weiter nach unten rutschen will, wollen die Blau-Weiß-Roten stattdessen oben auf Tuchfühlung bleiben. Nach zuletzt drei sieglosen Partien gegen Nordhorn, Elbflorenz und Rimpar soll endlich der 13. Saisonsieg her. Dabei erhoffen sich die Hüttenberger im heimischen Sportzentrum die Unterstützung von bis zu 1100 zugelassenen Zuschauern. »Die Jungs spielen einfach eine überragende Runde und haben es sich verdient, dass sie von möglichst vielen Fans unterstützt werden«, hofft Geschäftsführer Fabian Friedrich.

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