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Sterne hängen zu hoch

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). Die vorausgegangene zweiwöchige Spielpause hat den Gießen Pointers in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) scheinbar nicht gutgetan: An einer zuletzt ordentlichen Leistung gegen die Dragons Rhöndorf vermochten die Mittelhessen am vergangenen Sonnabend so gar nicht anzuknüpfen und lieferten ihre bislang lascheste Saisonleistung ab.

Gegen die RheinStars Köln gingen die nach wie vor punktlosen Lahnstädter vor heimischem Publikum mit 63:102 unter.

Gießen Pointers - RheinStars Köln 63:102

»Das war eine absolut katastrophale Leistung. Wir als Trainerteam sind etwas geschockt, da wir so gar keine Moral gezeigt haben«, resümierte Pointers-Headcoach Daniel Dörr nach dem Debakel. Dabei sah die Sache aus heimischer Sicht anfänglich gar nicht so schlecht aus: Nach drei Zeigerumdrehungen und einem verwandelten Drei-Punkte-Wurf von Jalen Gibbs hatte Gießen mit 6:2 die Nase vorn. Diesen Vorteil baute das Dörr-Team bis zur achten Minute sogar auf 20:12 aus. Damit war der »Peak« für die Universitätsstädter allerdings bereits erreicht - anschließend spielten nur noch die Domstädter. Bis zur ersten Viertelpause verkürzten die RheinStars zunächst auf lediglich noch drei Zähler (22:19, 10.).

»Wir haben danach einfach nur noch die Köpfe hängen lassen und uns dem Schicksal ergeben. Ich habe das so als Spieler oder Trainer noch nicht erlebt«, fasste Dörr das weitere Geschehen zusammen. Zügig nahm Köln das Heft in die Hand (26:33, 14.) und beendete den zweiten Abschnitt mit einem satten 13:2-Run binnen der letzten vier Minuten (32:48, 20.). »Wir haben alles probiert, an die Moral appelliert, auch in der Halbzeitansprache - aber leider hat das nichts gebracht«, erklärte Dörr.

Ins dritten Quarter starteten die RheinStars mit einem weiteren 6:0-Lauf. Gießen fing sich zwar zwischenzeitlich und gestaltete den Durchgang einigermaßen ausgeglichen (19:23), von einer Aufholjagd waren die Hausherren aber dennoch weit entfernt.

In ganz anderer Gemütslage bewegten sich die Rheinländer, die es in der finalen Sequenz (12:31) noch einmal richtig krachen ließen. Insgesamt brachten es gleich fünf Kölner auf ein zweistelliges Scoring. Alles in allem waren die Kölner den Pointers in nahezu allen Statistikbereichen überlegen, auch unter den Brettern (33:39).

Daniel Dörr äußerte sich nach dem Abpfiff etwas ratlos und kündigte an, das Spiel in den kommenden Tagen im Training intensiv aufzuarbeiten: »Eigentlich hatten wir eine gute Trainingswoche. Nach dem guten Spiel zuletzt in Rhöndorf dachte ich wirklich, dass der Knoten geplatzt sein könnte. Dabei wäre Köln auch schlagbar gewesen - aber wir haben uns einfach ergeben.«

Gießen Pointers: Gibbs (8), Carl (3), Maruschka (5), Bilski (6), Wiegard (4), Elksnis (7), Njie (7), Kenntemich (3), B. Lischka (11), Amaize (9).

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