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Strack und Richter drehen die Partie

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Von: Peter Froese

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Der Fernwälder Kapitän Louis Goncalves zieht im Mittelfeld die Strippen und sucht eine Anspielstation. © Froese

Fernwald (froe). Mit einem verdienten 2:1-Erfolg über Rot-Weiß Hadamar hat sich Fußball-Hessenligist FSV Fernwald für die 0:4-Niederlage bei den Fürstenstädtern zu Beginn der Meisterrunde revanciert. Nicolas Strack und Tim Richter drehten in der Schlussphase die 1:0-Gästeführung durch Marco Koch.

FSV Fernwald - RW Hadamar 2:1

»Ich bin nach einem langen Ball durchgelaufen, weil Erdinc Solak im Abseits stand. Dann gab es nur noch eins - den Ball aufs Tor schießen. Habe ich gemacht, Ball war drin - 2:1 gewonnen«, sagte Siegtorschütze Tim Richter mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Daniyel Bulut hat mit seiner Einwechslung nicht nur Vertrauen in das Können seines Stürmers, sondern auch ein glückliches Trainerhändchen bewiesen.

Der FSV-Coach nahm gegenüber der 1:2-Niederlage in Eddersheim drei Veränderungen in der Startelf vor. Kevin Göbel ersetzte Julian Bender in der Viererkette, während Johannes Hofmann und Yannis Grönke die Plätze von Deniz Vural und Mirco Freese im Mittelfeld einnahmen. »Man hat den Jungs angemerkt, dass heute die Spannung auf dem Platz da war. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und haben es nach dem Rückstand verdient gedreht«, sagte Bulut.

Nach einem Fehler von Sammy Kittel donnerte Mika Hendrich das Leder bereits nach zwei Zeigerumdrehungen an den Pfosten des SV-Tores. Die Gäste hatten ihre erste Torannäherung, als Jason Schäfer eine Flanke von Jann Bangert über das FSV-Tor köpfte (14.). Nach einem Fehlpass von Lucas Burger scheiterte Schäfer an FSV-Keeper Mithat Sahin, der auch den anschließenden Nachschuss von Mirco Paul mit Bravour parierte (24.). Nach einem langen Abschlag von Sahin konnte Nicolas Strack auf der Gegenseite SV-Schlussmann Christopher Strauch mit einem Heber nicht überwinden (26.). Kurz vor der Pause traf der FSV-Stürmer nur das Außennetz (40.), sodass es torlos in die Kabinen ging.

Viel Ballbesitz, zu wenig Gefahr

Nach dem Seitenwechsel konnte Jason Schäfer aus einem Missverständnis zwischen Johannes Hofmann und Mithat Sahin kein Kapital für die Gäste schlagen (53.). Kurz darauf musste Yannis Grönke mit Verdacht auf Außenbandriss ausgewechselt werden (58.). Der FSV hatte zwar große Ballbesitzphasen in Abwehr und Mittelfeld, doch der entscheidende Ball ins letzte Drittel sollte weiterhin nicht ankommen. »Hier waren wir zu hektisch. Jeder wollte den tiefen Ball spielen, anstatt die Angriffe mit der nötigen Ruhe vorzutragen«, stellte Bulut fest. Auch im Abschluss gingen die Hausherren mit ihren Möglichkeiten weiterhin fahrlässig um. So scheiterte Erdinc Solak nach einem Strack-Pass an Gästekeeper Christopher Strauch (60.).

Die Partie drohte zu Ungunsten der Bulut-Elf zu kippen, als Marco Koch eine Hereingabe von Jann Bangert zum 1:0 für den SV veredelte (73.). Der bis dato in einigen Aktionen glücklos wirkende Nicolas Strack leitete aber kurz darauf die Wende zum Guten für den FSV ein. Nach einem Eckstoß von Erdinc Solak wuchtete der FSV-Stürmer das Leder mit einem Kopfballaufsetzer zum 1:1 in den Winkel des Gästetores (76.). Brian Mukasa verfehlte mit einem Distanzschuss das Gästetor nur um Haaresbreite (78.). Kurz darauf die entscheidende Szene, als sich Tim Richter gegen Mirco Paul und Matthias Neugebauer durchsetzen und zum 2:1-Siegtreffer für die Bulut-Elf einschießen konnte (81.). »Es war schön, dass mir der Trainer das Vertrauen gegeben hat und ich das Tor für die ganze Mannschaft machen konnte«, sagte Tim Richter.

FSV Fernwald: Sahin; Burger, Dinler, Goncalves, Göbel, Hendrich, Mukasa (87. Bender), Hofmann, Grönke (58. Markiewicz), Strack (77. Richter), Solak.

Rot-Weiß Hadamar: Strauch; Paul, Dimter, Monteiro-Carvalho (65. Burggraf), Dillmann (65. Koch), Kittel, Neugebauer, Teller (83. Kern), Bangert, Zey, Schäfer.

Tore: 0:1 Koch (73.), 1:1 Strack (76.), 2:1 Richter (81.). - Schiedsrichter: Winkler (Warburg). - Zuschauer: 110.

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