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Sturmlos nach Stuttgart

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Frankfurt (pep). Daichi Kamada verletzt. Filip Kostic erkrankt. Rafael Borré noch unterwegs. Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Samstag hat die Frankfurter Eintracht am Donnerstag quasi ohne Sturm dagestanden. Die muskulären Probleme von Spielmacher Kamada können trotz aller Bemühungen der medizinischen Abteilung nicht rechtzeitig behoben werden.

Außenstürmer Kostic hat sich eine Grippe eingefangen, an Corona war er vorher schon erkrankt. »Ich hoffe, dass es nicht so lange dauert«, sagte Trainer Oliver Glasner. Nächste Woche beim Heimspiel gegen Wolfsburg sollen beide wieder dabei sein. Auf Borré haben die Frankfurter am Mittwochabend vergeblich gewartet. Nach dem Länderspiel mit Kolumbien in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Argentinien hatte es »Probleme beim Rückflug« gegeben. Erst am späten Donnerstagabend wurde der Mittelstürmer zurückerwartet. »Dann kann er am Freitag das Abschlusstraining mitmachen«, sagt Glasner, »es war bei ihm in der Vergangenheit schon knapper, da mache ich mir keine großen Gedanken.« Mit dem zweiten Torwart Diant Ramaj (Meniskusoperation) und Reserve-Angreifer Ragnar Ache (Muskelverletzung) werden zwei weitere Profis fehlen.

Der Frankfurter Trainer muss sich nun viele Gedanken um die Aufstellung machen. »Ja, es fehlen ein paar Spieler, aber wir haben einen großen, guten Kader und fahren nach Stuttgart, um dort den ersten Sieg des Jahres zu holen«, sagt er. Es wird sich also vieles verändern im Frankfurter Team. Erster Anwärter für die Kostic-Position links draußen ist Christopher Lenz. Der ehemalige Berliner hat sich nach langer Verletzungspause wieder herangekämpft. »Chris steht seit zweieinhalb Wochen im Training, hat im Test gegen Mainz 45 Minuten gut gespielt und die ganze Woche gut trainiert«, sagt Glasner, »ob es für 90 Minuten reicht, weiß ich nicht.« Grundsätzliche Bedenken aber habe er keine. Freilich: Lenz interpretiert die Rolle des »Schienenspielers« viel defensiver als Kostic.

Knauff in Hinterhand

Mit Jens-Petter Hauge ist ein zweiter Rückkehrer nach Verletzung auf dem Sprung in die Startelf. Der norwegische Nationalspieler könnte die Rolle von Kamada einnehmen. In Mainz hatte Glasner das schon probiert, ohne durchschlagenden Erfolg. Dennoch vertraut der Frankfurter Trainer dem Spieler und sagt, Hauge habe unter der Woche »sehr gut trainiert«. Und da gibt es ja noch Ansgar Knauff. Der einzige Winter-Neuzugang soll mit seiner Schnelligkeit für »frischen Wind« sorgen. Ob von Beginn an oder als Einwechsler, ließ Glasner offen.

Die Zielsetzung für die Mannschaft hat er trotz der Ausfälle klar umrissen. In Stuttgart soll es nach dem Fehlstart in die Rückrunde mit nur einem Punkt aus drei Spielen einen Neustart geben. Er könne mit den Leistungen der letzten drei Spiele »gut leben«, mit der Punkteausbeute nicht. Nun erwarte er wieder positive Ergebnisse. »Ich bin ganz gelassen, die Siege und die Punkte werden wieder kommen«, sagt er voller Überzeugung, »ich hoffe, es geht in Stuttgart los.«

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