Substanzverlust

Bad Nauheim (wbe). Heimsieg, Tabellenführung und jetzt noch das spannungsgeladene Hessenderby - aktuell überschlagen sich die Ereignisse für den EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Mit dem heutigen Heimspiel (19.30 Uhr) gegen die Löwen aus Frankfurt und der Auswärtspartie am Sonntag (16 Uhr) beim Verfolger Dresdner Eislöwen stehen die Schützlinge von Headcoach Harry Lange an diesem Wochenende vor weiteren hohen Belastungsproben.

Am Dienstag hatten die Badestädter den Neuling Selb nach hartem Kampf mit 4:2 in die Schranken verwiesen und sich gerade rechtzeitig vor dem Hessenderby die Tabellenführung in der DEL2 zurückgeholt, weil der seitherige Spitzenreiter Löwen Frankfurt in seinem Heimspiel gegen die Ravensburger Towerstars eine 2:3-Niederlage einstecken musste.

Als böte die Partie zwischen den beiden Erzrivalen EC Bad Nauheim und Löwen Frankfurt nicht schon genug an Spannung und Dramatik, erhält das Hessederby durch das Duell zwischen Tabellenführer und direktem Verfolger diesmal noch ein Höchstmaß an sportlicher Bedeutung. Trotz der Brisanz der Begegnung, für die aufgrund der Corona-Beschränkungen bis zu 3000 Besucher zugelassen sind, hat EC-Trainer Lange derzeit aber ganz andere Sorgen.

»Mir fehlen einfach die Spieler. Jetzt scheint auch noch Torwart Philipp Maurer aufgrund einer Erkrankung auszufallen. Zudem steht hinter dem Einsatz von Stammkeeper Felix Bick steht ebenfalls noch ein großes Fragezeichen«. So droht dem Deutsch-Österreicher derzeit ein »Torwart-Problem«, bei dem auch der Kooperationspartner aus Köln kaum Abhilfe schaffen kann.

Wer geht ins Tor?

Im schlimmsten Fall müsste der erst 16-jährige Leon Willerscheid aus dem Kölner DNL-Team zum Einsatz kommen.

Auch die Rückkehr der beiden Top-Stürmer Taylor Vause und Tristan Keck ist weiterhin genauso fraglich wie der Einsatz von Verteidiger Philipp Wachter, so dass EC-Trainer Lange derzeit mehr mit seinen personellen Problemen als mit der sportlichen Vorbereitung auf die beiden Top-Spiele beschäftigt ist.

»Dauerhaft werden wir diesen enormen Substanzverlust jedenfalls nicht mehr auffangen können, auch wenn sich unser Mini-Kader derzeit in jedem Spiel förmlich zerreißt. Das wird gerade auch gegen die Frankfurter und am Sonntag in Dresden sicherlich wieder der Fall sein«, vertraut Lange auf den unbändigen Einsatzwillen seines Teams. Allerdings hatte der Trainer der Bad Nauheimer bereits nach dem Spiel gegen Selb warnend auf die inzwischen fehlende mentale Frische seiner Akteure verwiesen.

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