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Tabellenführung ist futsch

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Die drei stärksten Akteure des Spitzenspiels im harten Kampf (v. l.): Aliaksandr Halouski, Vahid Gholomazad und Brian Bell. © Joneck

Gießen. Der RSV Lahn-Dill war als Tabellenführer zum Spitzenspiel nach Thüringen angereist - und musste als Rangzweiter wieder nach Mittelhessen zurückkehren. Nach 40 mehrheitlich enttäuschenden Minuten steckte das Team von Cheftrainerin Janet Zeltinger eine bittere 68:82-Auswärtspleite beim Dauerrivalen, den Thuringia Bulls, ein.

Thuringia Bulls - RSV Lahn-Dill 82:68

Zwar hatte US-Paralympicssieger Brian Bell in Elxleben einen starken Auftritt, doch die Dominatoren auf dem Parkett hießen am Ende Aliaksandr Halouski und Vahid Gholomazad. Die beiden Bulls-Center erzielten zusammen nicht nur 49 Punkte, sondern griffen sich auch 23 der insgesamt 32 Rebounds ihrer Mannschaft ab. Der RSV Lahn-Dill war in den rein statistischen Werten den Bulls in fast allen Belangen nahezu ebenbürtig, aber eben nur in fast allen. Von der Dreierlinie fand bei den Hessen jedoch nur einer von insgesamt 16 Versuchen sein Ziel. Viel zu wenig.

Zu Beginn der Partie entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spitzenspiel, bei dem die Gäste zwar einen frühen 2:6-Rückstand (2.) kassierten, aber nach dem einzigen Dreier von Hiroaki Kozai zum 9:8 (4.) oder Bells Treffer aus der Mitteldistanz zum 17:16 (8.) auch selbst die Nase mehrmals vorne hatten. Doch ein viertelübergreifender 4:11-Lauf sowie zwei Dreier von Halouski kurz vor der Halbzeitsirene spiegelten erstmals auch auf der Anzeigentafel die Überlegenheit der Thüringer wider.

Nach dem Seitenwechsel stand zwar die Defensive, die Bulls waren dennoch nicht aufzuhalten. Nach Läufen zum 45:61 (28.) und einem weiteren dieser Art von 58:67 (33.) zum 58:74 (36.) war das Spitzenspiel letztendlich vorzeitig entschieden. Der RSV musste nüchtern attestieren, dass der Erfolg der Bulls ebenso verdient war, wie die eigene klare Niederlage.

»Thüringen war heute die klar bessere Mannschaft. Das einzig Positive war, dass wir unsere Baustellen schonungslos aufgezeigt bekommen haben. Nun kkönnen wir daran arbeiten«, so Janet Zeltinger.

Für die Mittelhessen bleibt die Erkenntnis, dass an diesem 15. Spieltag noch keine Titel vergeben wurden. Und: Auch im vergangenen Jahr ging das Meisterschaftsrennen nicht an das Team, das nach der Hauptrunde auf Platz eins lag. Immerhin: Neben Brian Bell und Hiroaki Kozai wusste auch Simon Brown gefallen. Das wird auch am kommenden Samstag nötig sein, wenn sich dem RSV vor eigenem Publikum gegen Trier die Chance auf Rehabilitation bietet.

RSV Lahn-Dill: Bell (22), Kozai (15/1), Brown (8), Fujimoto (8), Böhme (7), Blair (2), Mosler (2), Weiß (2), Zantinge (2), Beissert (n.e.), Mizan (n.e.).

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