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Test ohne personelle Sorgen

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Gießen (tsu). In der Aufstiegssaison 2018/19 hatte es ein 1:0 und 5:1 gegeben. Und nachdem sich die Wege, bezogen auf die Ligazugehörigkeit, getrennt hatten, ging es in zwei freundschaftlich ausgefochtenen Duellen in diesem Stil weiter: Auf ein 5:0 folgte im letzten Aufeinandertreffen vor exakt zwei Jahren ein 6:3.

SC Waldgirmes - FC Gießen (Samstag, 14 Uhr): Gegen den SC Waldgirmes kennt Fußball-Regionalligist FC Gießen nur den Erfolg. Der besitzt in der Vorbereitung, was die reinen Ergebnisse anbelangt, nicht die oberste Priorität. In diese Kerbe schlug nach dem 3:0 über den Regionalliga-Rivalen Schott Mainz auch Gießens Trainer Daniyel Cimen, der mit der gezeigten Leistung nicht wirklich zufrieden war: »Wir sind ja auch ein Stück weit bewusst müde in diese Partie gegangen, weil ich sehen wollte, wie wir uns dann präsentieren. Denn in den Punktspielen wird das auch mal der Fall sein ab der 60., 70. Minute. Im letzten Drittel war das zu wenig Bewegung, das Spiel ohne Ball war zu kompliziert und auch zu langsam.«

Ehe der Wettstreit um den Klassenerhalt am 12. Februar mit dem Match gegen den Bahlinger SC fortgesetzt wird, steigt heute nun der finale »Testballon« in Waldgirmes. »Der SC wird uns alles abverlangen, der Kunstrasen dort ist in einem guten Zustand«, sagt Cimen, der personell viel Auswahl und kaum Sorgen hat. Auch der lange verletzt ausgefallene Angreifer Giuseppe Burgio ist wieder an Bord und könnte zumindest einen Kurzeinsatz erhalten. Zurück ist nach leichten Kniebeschwerden der Neu-Vierziger Michael Fink, wieder gesund ist darüber hinaus Keeper Frederic Löhe. Somit fällt aktuell einzig Benedict dos Santos aus, der sich einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Hinter Kapitän Nikola Trkulja steht ein leichtes Fragezeichen (Schlag aufs Schienbein). Nicht mehr dabei ist Winterabgang Nikita Marusenko (VfV Hildesheim), seinen Kaderplatz hat bekanntlich mit Jabez Makanda die einzige Neuverpflichtung eingenommen. Es herrscht demnach großer Konkurrenzkampf beim FCG, wobei sich Coach Cimen am Freitagmittag noch nicht ganz sicher war, wie er die Einsatzzeiten in Waldgirmes verteilen wird: »Wir werden besprechen, ob wir Spielern schon längere Spielzeit einräumen oder wieder eine Halbzeit-Halbzeit-Belastungen vornehmen werden.« Waldgirmes-Coach Mario Schappert hat in Sachen Spielzeit-Dosierung seiner Schützlinge am Wochenende mehr Optionen, geht es doch einen Tag nach dem fast schon traditionellen Test gegen Gießen zum benachbarten Verbandsligisten SG Kinzenbach (Sonntag, 15 Uhr). »Es sollten vergangenes und dieses Wochenende jeweils zwei Tests sein, weil alle 20 Feldspieler und zwei Torhüter aus dem Hessenligakader an Bord sind und wir darüber hinaus noch Perspektivspieler aus der U23 im Spiel sehen wollen. Jeder soll an beiden Tagen in etwa auf 90 Minuten kommen«, erklärt der Trainer der Lahnauer. Nach dem 0:4 gegen Bayern Alzenau (Schappert: »Das war dünn, da waren wir mental nicht auf der Höhe und hatten schwere Beine«) und dem 5:3 in Cleeberg am vergangenen Wochenende, wo sich die Waldgirmeser erstmal wieder ans Großfeld gewöhnen sollten, stünden nun taktische und spielerische Komponenten noch mehr im Vordergrund.

Mit dem FSV Fernwald testet auch der »Gießener« Hessenligist seine Frühform. Heute um 14 Uhr empfängt die Elf von Daniyel Bulut zu diesem Zweck den SV Neuhof.

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