1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Teufel« scheitern an Eislöwen-Goalie

Erstellt: Aktualisiert:

gispor190222-lange-badna_4c
Mund abputzen und weitermachen: EC-Coach Harry Lange (l.) und sein »Co« Hugo Boisvert. © chuc

Dresden (wbe). Das hätte nicht sein müssen. Mit einer unnötigen 2:3 (1:1, 1:2, 0:0)-Niederlage musste der EC Bad Nauheim am Donnerstagabend in der Deutschen Eishockey-Liga 2 nach einem engen Spitzenspiel beim Tabellenführer Dresdner Eislöwen die Heimreise ohne Punkte antreten.

Unnötig war diese Niederlage, weil eigentlich alle Aspekte zuvor für Bad Nauheim sprachen. Gegen die frischen Bad Nauheimer bestritten die Dresdner bereits ihr fünftes Spiel in neun Tagen, mussten auf Trainer Andreas Brockmann verzichten, hatten den DEL2-Topscorer Jordan Knackstedt nicht dabei, konnten nur mit einem der vier Kontingentspieler antreten und hatten insgesamt sieben Akteure auf der Ausfallliste. Das waren die Vorzeichen vor der Partie, in der Begegnung selbst platzierte der EC doppelt so viele Schüsse wie der Gegner (38:19) doch am Ende reichte es nicht zu einem Erfolgserlebnis.

»Das war ein sehr frustrierender Abend«, machte EC-Headcoach Harry Lange nach der Partie keinen Hehl aus seiner Stimmungslage. »Obwohl wir bis zum Ende genug Chancen für einen dritten Treffer hatten, haben wir uns irgendwie selbst geschlagen.«

Dresdner Blitzstart

Bereits der Auftakt ging völlig daneben. Wie zuletzt gerieten die Gäste schon in der 1. Minute in Rückstand, als Kevin Schmidt nach elf Sekunden den Puck ins eigene Tor abfälschte. Die »Roten Teufel« hatten an diesem Rückstand lange Zeit zu knabbern, erst in der 19. Minute schaffte Taylor Vause den Ausgleich.

Im Mitteldrittel übernahm der EC das Kommando. Der nächste Treffer aber ging auf das Konto der Hausherren, bei denen Adam Kiedewicz einfach mal abzog. Auf der anderen Seite besorgte Tristan Keck wieder den Gleichstand. Das Momentum konnte der EC wegen einer anschließenden Zeitstrafe für Eric Stephan nicht nutzen. Und prompt gelang den Eislöwen kurz vor Drittelende die erneute Führung, wobei erneut Kiedewicz die Scheibe versenkte.

Im Schlussdrittel setzten die Badestädter noch einmal alles auf eine Karte. Doch trotz zahlreicher Chancen wollte der dritte Treffer nicht fallen. »Ohne unseren Keeper Janick Schwendener hätten wir die Partie nicht gewonnen«, lobte Petteri Kilpivara, der Andreas Brockmann an der Dresdner Bande vertrat. Mit viel Leidenschaft aber auch etwas Glück retteten die Sachsen den knappen Sieg ins Ziel.

Frankfurt kommt

Bereits am Samstag können die Bad Nauheimer diese Niederlage wieder vergessen machen. Was wäre dazu besser geeignet als ein Hessenderby gegen die Frankfurter Löwen, die um 19.30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion zu Gast sind? Allerdings reisen die Mainstädter als Favoriten an. Sie haben sich zuletzt noch einmal prominent verstärkt, um sich für die Playoffs die beste Ausgangsposition zu sichern. Mit Brett Breitkreuz, Adam Mitchell, Reid McNeill und Nathan Burns wurden so viele Spieler geholt, dass aufgrund des Konkurrenzkampfs einige immer wieder auf der Tribüne Platz nehmen müssen.

Zuletzt haben sich die Frankfurter mit vier Siegen in Folge auf Platz zwei in der Tabelle vorgearbeitet, weisen die wenigsten Gegentreffer aller DEL2-Clubs auf, haben das erfolgreichste Powerplay-Spiel und sind auch im Penalty-Killing die beste Mannschaft. Trotz dieser vielen »Vorschusslorbeeren« sieht EC-Trainer Harry Lange durchaus eine Chance für sein Team. »Zum einen haben Derbys immer ihre eigenen Gesetze. Zum anderen haben die bisherigen Spiele auch gezeigt, dass es immer auf Augenhöhe zuging«, sagt der EC-Headcoach.

Auch interessant