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Thür macht die Tür weit auf

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Von: Wolfgang Oelrich

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Gewusst wie: Die Klein-Lindenerin Sophia Olt weiß den Ball gegen Julia Hübner geschickt abzuschirmen. Foto: Bär © Bär

Gießen (woo). Premiere gelungen. Aufsteiger TSV Klein-Linden ist mit einem souveränen 3:1-Sieg gegen den Nachbarn FSV Hessen Wetzlar II in die neue Saison der Fußball-Hessenliga der Frauen gestartet. Zwei Etagen tiefer ist der SG Reiskirchen/Saasen mit einem 2:0-Erfolg bei Ela Malaka Marburg ebenfalls der Gruppenliga-Saisoneinstand geglückt.

TSV Klein-Linden - FSV Hessen Wetzlar II 3:1 (1:0): Die Linnesserinnen übernahmen von Anfang an das Kommando, variierten das Tempo, drehten sich im Zentrum und stießen über die schnellen Außen nach vorn. Aufgrund des starken Regens fehlte zunächst allerdings die Präzision. Entweder der letzte Pass kam nicht an oder FSV-Torfrau Karina Pepplet konnte halten.

In der 34. Minute wurde die Dominanz dann auch in Zählbares umgewandelt. Nach einer geklärten Ecke täuschte Juliette Wismar einen Schuss an, legte aber per Hacke auf Kira Lein ab. Diese schlenzte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck zur Führung.

In der Folge verpassten es die Klein-Lindenerinnen, ihren Vorsprung zu erhöhen. Ein Kopfball von Susi Seelbach landete an der Latte, Kopfball und Schüsse von Janina Thür kratzten Wetzlarer Spielerinnen von der Linie. Der FSV versuchte sein Glück nahezu ausschließlich mit langen Bällen auf die schnellen Außen. In der 50. Minute erzielte Anna Keller den überraschenden Ausgleich. Zuvor war eine Klein-Lindener Spielerin ausgerutscht. Janina Thür gelang nach einer Ecke von Mara Fugensi allerdings postwendend das 2:1 (52.). Auch in der Folge retteten Wetzlarerinnen mehrfach auf der Linie. Fugensi leitete mit einem sauberen Pass auf Victoria Bill die endgültige Entscheidung ein. Bill traf unhaltbar ins lange Eck zum 3:1.

TSV-Trainerin Janin Hocker war nach Spielschluss mit der Mannschaftsleistung zufrieden. »Ich habe aber auch gesehen, dass wir an dem einen oder anderen Punkt noch arbeiten müssen, um gegen stärkere Teams bestehen zu können«, richtete sie gleich den Blick nach vorn.

1. FSC Ela Malaka Marburg - SG Reiskirchen/Saasen 0:2 (0:0): Die Gastgeberinnen wollten in erster Linie Tore verhindern, die Reiskirchenerinnen Tore erzielen. Daher lief die Partie auf dem extrem kleinen Platz nur in eine Richtung. Nachdem die Marburgerinnen ihren Kasten in der ersten Halbzeit sauber gehalten hatten, brachte kurz nach der Pause ein Doppelschlag von Vanessa Ruhl (51., Elfmeter) und Anna Müller (58.) die Entscheidung. Angesichts der kurzen Vorbereitungsphase war SG-Trainer Jan Becke mit dem Auftritt seiner Schützlinge ohne vier Stammspielerinnen zufrieden.

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