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Tolle Leistung gegen Tabellenführer

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Grünberg (zye). »Tolle Leistung, aber umso bitterer, wenn du doch verlierst«, lautete die Erkenntnis von Trainer René Spandauw nach einem hartumkämpften Zweitliga-Match seiner Bender Baskets. Gegen Berlin, Nummer eins der Tabelle, und erzielten die Grünbergerinnen deutlich mehr Punkte als sonst und sorgten trotz der klaren tabellarischen Situation für Spannung.

Bender Baskets - Alba Berlin 74:82

»Ich war stets der Meinung, dass wir Berlin schaffen können«, sagte Spandauw nach dem Spiel. Fünf mal herrschte Gleichstand, eine Wurfquote von 60 Prozent im Zweierbereich und 85 Prozent von der Freiwurflinie: Grünberg wirkte deutlich fokussierter und abgeklärter als in den Spielen zuvor. Dabei profitierte Spandauws Truppe von einer Leistungsexplosion von Neuzugang Venla Varis (24 Punkte, sechs Rebounds, vier Steals). Die Finnin hielt sich in den Spielen zuvor noch zurück, am Samstag übernahm sie viel Verantwortung. Auch Olivia Nash legte eine ordentliche Schippe drauf: Sie dirigierte gemeinsam mit Elisa Mevius das Team. Bemerkenswert: Nash traf bei ihren 16 Punkten gegen die Albatrosse nicht einmal daneben, musste sich aber über sieben Ballverluste ärgern. Die Baskets sollten am Ende sogar an ihrer viel zu hohen Turnoverzahl (28) scheitern. »Das hat das Spiel entschieden, denn Alba hat die Turnovers zu vielen Punkten mit Fastbreaks verwertet«, beobachtete der Baskets-Coach. Bei Berlin übertraf nicht einmal eine exzellente Henriette Höfermann (21 Punkte, sieben Rebounds) den Einsatz von Varis. Auch Lena Gohlisch (14) und Clara Wika (10) erfüllten erwartungsgemäß ihre Jobs auf dem Spielfeld. Immerhin zwang aber Grünbergs Defense die starken Albatrosse zu 19 eigenen Turnovers

Im letzten Viertel baute der Liga-Spitzenreiter seinen stets hauchdünnen Vorsprung etwas aus. Dem nicht ganz kompletten Kader von René Spandauw schien dabei erneut die Puste im letzten Durchlauf auszugehen. Gegen Ende der spannenden Partie war Grünbergs Taktik, Berlin an die Freiwurflinie zu schicken. Die von dort mit gerade 71 Prozent Trefferquote nicht gerade glänzten. Doch Berlin zeigte trotzdem die Routine eines Ligaprimus: Zehn von zwölf der Freiwürfe landeten in den letzten 90 Sekunden im Netz. So kehrte Alba Berlin zwar erwartungsgemäß mit einem Erfolg in die Hauptstadt zurück.

Aber die Bender Basktes Grünberg konnten gleichwohl zufrieden sein, was auch daran lag, dass Spandauw in der Woche endlich wieder mit Fünf gegen Fünf trainieren konnte. Das ging vorher wegen einiger positiver Corona-Tests nicht. »Man hat da deutlich gesehen, was das wenige Plus an Training schon geholfen hat.« Daher gibt sich der Coach auch optimistisch: »Ich freue mich schon auf das Rückspiel, denn dann können wir zeigen, was wir draufhaben.«

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