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Topfavorit als Auftaktgast

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Hüttenberg. Der Startschuss zur Saison der 2. Handball-Bundesliga ist noch gar nicht gefallen, da hat der TV Hüttenberg das erste große Highlight dieser Spielzeit bereits erfolgreich überstanden.

TV Hüttenberg - HSG Nordhorn-Lingen (Samstag, 19.30 Uhr)

Am vergangenen Samstag bezwangen die Blau-Weiß-Roten den Ligakonkurrenten und Vorjahresdritten ThSV Eisenach in einer wahren Handball-Schlacht nach zwei Verlängerungen mit 40:39 und sind dadurch erfolgreich in die zweite Runde des DHB-Pokals eingezogen, die die Schützlinge von Trainer Johannes Wohlrab zur SG BBM Bietigheim führen wird. Doch trotz aller wohlverdienten Euphorie nach diesem Coup ist Wohlrab darum bemüht, vor dem Saisonstart an diesem Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen die Bälle flach zu halten. »Das Erlebnis rund um das Pokalspiel war natürlich toll, aber es bleibt festzuhalten, dass wir noch null Punkte auf dem Konto haben, genau wie alle anderen Mannschaften auch.«

Die Aufgabe, mit der sich die Hüttenberger zu Beginn konfrontiert sehen, hat es in sich: Denn nicht nur für Wohlrab ist Nordhorn einer der Topfavoriten auf den Erstliga-Aufstieg. In der vergangenen Spielzeit mischte das Team aus der Grafschaft Bentheim lange Zeit im Rennen um den zweiten Tabellenplatz mit, musste sich am Ende jedoch - punktgleich mit dem Viertplatzierten Hüttenberg - mit Rang fünf begnügen. »Nordhorn hat einen sehr breit aufgestellten Kader, der dafür sorgen wird, dass das Team lange Zeit oben mitspielen wird«, mutmaßt Wohlrab, der weiß, dass auf seine Mannen eine buchstäblich schwere Aufgabe wartet: »Im Rückraum haben sie mit Georg Pöhle, Julian Possehl und unserem ehemaligen Spieler Markus Stegefelt eine brutale Stärke. Auf der Kreisläuferposition erwarten uns mit Dominik Kalafut, Nebojsa Simovic und Luca de Boer drei Jungs jenseits der Hundert-Kilo-Marke. Da kommt es für uns darauf an, dagegenzuhalten und selbst mit schnellen Beinen zu agieren.« Dass der TVH-Kader in der Tat flink auf den Beinen ist, ist nicht zuletzt seiner Zusammenstellung zu verdanken: Mit durchschnittlich etwas über 23 Jahren ist das TVH-Aufgebot aktuell das jüngste der Liga, das mit den beiden Neuzugängen David Kuntscher (20 Jahre) und Paul Kompenhans (19) von der MT Melsungen noch einmal zusätzliche Jugend verabreicht bekommen hat. Der von den Eulen Ludwigshafen zurückgekehrte Jannik Hofmann wird nach seiner Auszeit im DHB-Pokal in den Kader zurückkehren, wohingegen Kapitän Timm Schneider bis in den Winter hinein ausfallen wird. »Die Operation an Timms Knie ist gut verlaufen, der Knorpel ist geglättet worden. Allerdings müssen wir ihm Zeit geben, um sich zu erholen«, so Wohlrab.

Mit dem Verlauf der Vorbereitung ist der 35-Jährige zufrieden, wenngleich die letzten Ergebnisse alles andere als optimal waren (drei Niederlagen beim Linden-Cup). »Testspiele sind Testspiele, sie haben nur eine bedingte Aussagekraft. Zwei von drei Erstligisten, gegen die wir gespielt haben, haben es fast über 60 Minuten im Sieben gegen Sechs versucht, um unserer 3:2:1-Abwehr auszuweichen. Das empfinden wir schon als Anerkennung für unsere Gangart«, schmunzelt Wohlrab.

Im Gegensatz zum TVH ist der Nordhorner Pflichtspielauftakt missglückt. In der ersten Pokal-Runde schied man bei Empor Rostock nach einer 20:22-Niederlage aus. »Das war nicht das, was wir uns vorgestellt haben«, meinte HSG-Coach Daniel Kubes, richtete den Blick jedoch bereits auf das Duell gegen die Hüttenberger: »Wenn wir da ebenfalls so auftreten wie heute, werden wir nichts holen. Hüttenberg ist nicht umsonst im letzten Jahr Vierter geworden.«

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