Trainer Alipour setzt im Derby auf Prestigefaktor

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HAIGER - Spannung wird im Titelrennen der Fußball-Regionalliga wohl nicht mehr aufkommen. Das untermauerte in der zurückliegenden Englischen Woche Tabellenführer SC Freiburg II einmal mehr eindrucksvoll mit einem 3:1-Erfolg über Bayern Alzenau. Eine Schwächephase ist von den jungen Breisgauern weiter nicht zu erwarten. Auch die anderen Kontrahenten des TSV Steinbach Haiger aus Offenbach und Elversberg, die allesamt zumindest noch um den Vizetitel duellieren, punkteten dreifach.

Das Team von Trainer Adrian Alipour musste unterdessen unter der Woche zuschauen, da die Partie gegen den SSV Ulm aufgrund der Quarantäne des ehemaligen Bundesligisten auf Mitte Mai verlegt wurde. Die Haigerer nutzten die Zeit nicht nur, um sich im Training intensiv auf das Derby am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem FC Gießen, vorzubereiten, sondern arbeiteten bereits fleißig am Kader für die kommende Saison. "Wir hatten einen potenziellen Neuzugang zu Gast, der sich das gesamte Gelände angeschaut hat", berichtet der Coach am Donnerstagabend, ohne einen Namen zu nennen. Mit uns hat der 42-Jährige nach diesem Treffen und vor dem Mittelhessenderby gesprochen über ...

... den Auftritt des TSV mit dem letzten Aufgebot gegen Alzenau: "Erstmals war es sehr positiv, dass du mal wieder ein Spiel gewinnst und dann auch noch zu Null. Die Torausbeute war ebenfalls richtig gut. Die Spieler sind in dieser angespannten Personalsituation zusammengerückt, in der zweiten Halbzeit haben alle eine Schippe draufgelegt, das war sehr beeindruckend."

... das Zusammenspiel in der Offensive zwischen Sascha Marquet und Ko Sawada: "Das hat gegen Alzenau wirklich gut gepasst. Die beiden hatten in jedem der Tore ihre Aktien drin. Beide sind schnelle und spielstarke Typen mit einem engen Aktionsradius. Dass dabei irgendwann Tore herumkommen, verwundert nicht."

... die Personalsituation vor dem Spiel gegen den FC Gießen: "Die meisten Spieler sind langfristig verletzt, es wird also vor der Partie am Samstag kaum Entspannung geben. Einzig David Al-Azzawe steht nach seinen muskulären Problemen höchstwahrscheinlich wieder zur Verfügung. Dazu kommen Sören Eismann und Sasa Strujic nach ihren Gelbsperren."

... die Personalie Manuel Hoffmann, der es trotz vieler Ausfälle gegen Alzenau nicht in die Startelf geschafft hatte: "Manuel war lange verletzt und ist noch nicht bei den 100 Prozent, die er vor seinem Kreuzbandriss hatte. Ein Startelf-Einsatz hängt auch immer vom Training ab. Er muss sich weiter herantasten, anbieten, in seinen Einsätzen zeigen, was er kann, und vor allem geduldig sein."

... den Derbycharakter der Begegnung gegen den FCG: "Es waren bislang stets intensive Spiele gegen Gießen. Das Prestige dieser Partie hat man auf dem Platz gemerkt, die Zweikämpfe wurden hart geführt und es ist auch das ein oder andere emotionale Wort gefallen. Die Stimmung ist auf jeden Fall eine andere, als in einem Duell beispielsweise gegen Balingen."

... die 1:2-Niederlage im Hinspiel im Waldstadion: "Es steht völlig außer Frage, dass wir Wiedergutmachung betreiben wollen. Das Hinspiel war vor allem deshalb eine sehr ärgerliche Niederlage für uns, weil die Tore komplett vermeidbar waren. Beim ersten Gegentor nach gerade einmal drei Minuten standen wir uns defensiv gegenseitig im Weg und der zweite Gegentreffer ist nach einem Einwurf gefallen, in dessen Folge wir viel zu weit weg von den Gegenspielern standen. Zudem haben wir in der zweiten Halbzeit gute Chancen nicht verwertet. Das gilt es dieses Mal abzustellen beziehungsweise besser zu machen. Außerdem wollen wir in unseren insgesamt sechs Heimspielen in Folge eine Siegesserie starten. Das hat gegen Alzenau bereits geklappt, nun gilt es nachzulegen. "

... die sportliche Entwicklung des FCG seit dem Hinspiel am 9. Januar: "Nach dem Erfolg gegen uns haben sie eine richtig gute Serie gestartet und sich in der Tabelle richtig gut hochgearbeitet. Sie haben gute und individuell starke Fußballer in ihren Reihen und können auch auf engem Raum brenzlige Situationen mit spielerischen Mitteln lösen. Zudem verfügen sie über jede Menge Erfahrung, allen voran Michael Fink im Mittelfeld. Zwar sind sie zuletzt wieder etwas näher an die Abstiegszone gerutscht. Ich gehe aber fest davon aus, dass Gießen die Klasse halten wird."

... die taktische Ausrichtung gegen den FC Gießen: "Wir wollen in jedem Fall von Beginn an druckvoll agieren und wie gegen Alzenau schauen, dass die Offensive zu Erfolgserlebnissen kommt."

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