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Trauriger Zuschauer

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Derzeit verletzt: Torben Waldgenbach. Foto: Imago © Imago

Dutenhofen. Eine Zwangspause kann auch Vorzüge haben. Als dieser Tage abends das Telefon klingelt, ist Torben Waldgenbach nicht in der Sporthalle, sondern sitzt im Restaurant. Ein schwacher Trost für den Rückraumspieler des Handball-Drittligisten TuS 04 Dansenberg, der aufgrund eines Mittelhandbruchs zum Zuschauen verdammt ist, wenn seine Kollegen heute (20 Uhr, Layenberger Sporthalle) auf die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen treffen.

»Ich hätte große Lust gehabt zu spielen«, bedauert der 24-Jährige, dass er gegen seinen Ex-Club nicht dabei sein kann.

Kein Wunder, immerhin stand Waldgenbach schon zwei Mal in Diensten der Grün-Weißen. Erst in der A-Jugend, dann nach einem Abstecher zum TV Hochdorf beim Drittligateam - die ersten beiden Jahre vertraglich an die HSG Wetzlar gebunden, nach der zwischenzeitlich in die Brüche geratenen Kooperation noch eine weitere Saison bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Auch über ein Jahr nach seinem Abschied aus Mittelhessen bekräftigt der Blondschopf, »dass Wetzlar meine zweite Heimat geworden ist«. Zum einen oder anderen ehemaligen Weggefährten habe er noch Kontakt, »auch zu den Hüttenbergern Ian Weber oder Hendrik Schreiber«.

Nach einem eher verkorksten Saisonstart mit 2:6 Punkten läuft es beim TuS Dansenberg mittlerweile sehr ordentlich. Aus den letzten sechs Partien haben die Kaiserslauterer neun von möglichen zwölf Punkten geholt. Trotz erheblicher Personalsorgen. Mit Robin Egelhof (Kreuzbandriss) und Jonas Dambach (Ellbogenverletzung) fallen etwa gleich beide Halbrechten langfristig aus, weshalb dort der gelernte Rechtsaußen Luca Steinführer einspringt. »Mit den vielen Ausfällen ist es natürlich von der Trainingsqualität her schwierig. Aber wir haben unser System mittlerweile ganz gut auf das, was personell zur Verfügung steht, angepasst«, sagt Waldgenbach.

Der wurfgewaltige Halblinke fällt seit Anfang Oktober aus. Ein Schlag auf die Hand im Training hatte einen Mittelhandbruch zur Folge. Die Operation ist mittlerweile einen Monat her. »Ich habe jeden Tag Physio- und Ergotherapie, danach gehe ich laufen oder mache Krafttraining. Ich plane, in zwei Wochen wieder zu trainieren. Wann ich wieder spielen kann, müssen wir dann schauen«, erzählt der Lehramtsstudent.

Er setzt darauf, dass Dansenberg zu Beginn des nächsten Jahres, wenn sich der Kader wieder füllt, noch in Reichweite zu den Top-Plätzen ist. Derzeit ist der TuS zwar Rangachter, der Dritte TV Gelnhausen ist aber nur einen Zähler entfernt, der Zweite HSG Hanau nur vier Punkte. »So weit weg sind wir nicht. Daher denke ich schon, dass wir mit unseren Ambitionen nach oben schauen sollten«, sagt Waldgenbach, dessen Vertrag nach der Saison ausläuft. Wie es danach weitergehe? »Meine Zukunft ist noch offen. Aber ich will nach wie vor in die 2. Bundesliga - und das so schnell wie möglich.«

Vielleicht ja mit dem TuS Dansenberg. Dafür ist ein Sieg gegen Dutenhofen/Münchholzhausen Pflicht. »Wenn wir über 60 Minuten eine konstante Leistung bringen und Dutenhofen bei 22, 23 Toren halten können, gewinnen wir das Spiel«, ist Waldgenbach überzeugt.

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