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TSF empfangen Aufsteiger zum Derby

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Frohen Mutes vor dem Landesliga-Start: Die Mannschaft der HSG Lumdatal. Foto: HSG © HSG

Gießen (kop). Große Namen, viele Derby: Wenn die Handball-Landesliga der Männer am Wochenende in ihre neue Saison startet, dürfte eine spannende Runde garantiert sein.

Mit Oberliga-Absteiger HSG Wettenberg an der Spitzen gibt es fünf neue Mannschaften in der Landesliga, was die gesamte Klasse unberechenbarer macht. Zudem, so sind sich die Trainer einig, ist die Liga um einiges stärker als in den Jahren zuvor.

TSF Heuchelheim: Es war eine lange, kräftezerrende Saison für die TSF Heuchelheim, die letzten Endes mit dem Klassenerhalt gefeiert werden konnte. Nachdem man in der letztjährigen Abstiegsrunde nach dem wichtigen Sieg gegen die HSG Linden den Klassenerhalt quasi sicher hatte, konnte man auch die restlichen Spiele erfolgreich angehen und als Zweitplatzierter die Runde abschließen. Man habe sehr viel Kraft investieren müssen, sagt Trainer Claus Well, der dieses Jahr erneut den Klassenerhalt als Ziel für seine Männer ausgeschrieben hat.

Nach einer längeren Sommerpause seien die Akkus wieder vollgeladen, um am Sonntag um 17.30 Uhr gegen BOL-Aufsteiger Dutenhofen/Münchholzhausen III die ersten Punkte zu holen, so Well.

Die Vorbereitung war der Heuchelheimer war auch aufgrund der Hallensituation im LK Gießen schwierig, so sei man auf Beach-Handball ausgewichen. Das Highlight der Vorbereitung war der Dillcup, als man nach Siegen gegen Lollar/Ruttershausen und Dilltal sich erst im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Griedel geschlagen geben musste. Ohne die Bestbesetzung verlor man das Spiel um Platz 3 gegen Gastgeber Dilltal knapp mit 28:29.

Die Mannschaft der letzten Saison blieb im Großen und Ganzen beisammen. Lediglich Lars Erik Maurer wechselte den Verein zur HSG Buseck/Beuern. Mit Khaled Bach Hamba und Christian Zimbelmann hörten zwei Akteure aus beruflichen Gründen auf. Björn Hoffmann beendete seine Karriere, sei aber noch auf Standby, sollte es zu Engpässen kommen. Leon Pitz macht nach einer langwierigen Verletzung erstmal Pause vom Handball. Auf der Seite der externen Neuzugänge sind Rückraumspieler Lukas Hennig, der aus Baden-Württemberg nach Heuchelheim wechselt, Jan Reuschling (HSG Lollar/Ruttershausen) und Richard Ziems (2. Mannschaft). Dennoch bemerkt Trainer Well an, dass man mit Lukas Foos auch einen »gefühlten Neuzugang« im Team habe, nachdem dieser lange Zeit verletzt aussetzen musste.

In Hinblick auf die kommende Saison sieht Claus Well seine Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt, da seiner Meinung nach »es die stärkste Landesliga seit vielen Jahren sei«. Seine Mannschaft muss in jedem Spiel von Beginn an bereit sein, um jeden möglichen Punkt im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln.

Kader:

Tor: Dennis Geier, Sascha Winter.

Rückraum: Lukas Foos, Lukas Hennig, Niko Hoffmann, Max Kruse, Jan Reuschling, Henry Rinn, Daniel Schmidt.

Kreis: Moritz Bender, David Simon Kröck, Julius Weber

Außen: Felix Brühl, Lukas Kunz, Marvin Meier, Dennis Weber, Richard Ziems.

Trainer: Claus Well.

HSG Lumdatal: Für die HSG Lumdatal und ihren Trainer Eike Schuchmann geht nach einer starken letzten Saison der Blick erneut in Richtung oberes Tabellendrittel, allerdings merkt Schuchmann auch an, dass es dieses Jahr wesentlich komplizierter wird, oben anzugreifen »Wir wollen oben mitspielen, das ist keine Frage, aber es wird um einiges schwieriger dort anzugreifen. Mit der TSG Münster und der HSG Wettenberg sind zwei weitere starke Teams in der Liga, die vom Kader her größtenteils zusammengeblieben sind und damit die absoluten Top-Favoriten auf den Aufstieg sind. Die Liga ist wesentlich ausgeglichener und enger als Sie es letztes Jahr war, sodass schon Vieles passen muss.«

Schuchmann weist noch einmal darauf hin, dass vor allem das Anfangsprogramm äußerst unangenehm wird, da man zu Saisonbeginn es direkt mit den hochmotivierten Aufsteigern der HSG Hochheim/Wicker und der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III zu tun bekommt. In der Vorbereitung verbesserten die Schuchmann-Schützlinge ihre Deckung sowie die zweite Welle, damit man noch einmal mehr Dynamik und Effektivität ins Spiel bringen kann. Geholfen hat dort, dass der Kader lediglich mit den internen Neuzugängen Florian Mohr und Justin Krumbiegel (2. Mannschaft) wenig Eingewöhnungszeit gebraucht hat. Auf der Seite der Abgänge sind Jonas Schuster, Tim Marondel und Sascha Haack zu verzeichnen. Beim diesjährigen Linden-Cup verlor die HSG ihre drei Partien gegen Linden, Wettenberg und Kleenheim/Langgöns. Schuchmann begründete dies damit, dass man spät in die Vorbereitung startete, da die vergangene Saison viel Kraft kostete. Zum Saisonauftakt wolle man auf den Punkt topfit sein, um erneut Oben ein Wörtchen mitzureden.

Kader:

Tor: Nils Kaiser, Pascal Solbach, Julian Schneider.

Feld: Michael Kern, Lorenz Heß, Max Kühn, Jonas Schlapp, Moritz Rein, Marcel Köhler, Florian Mohr, Justin Krumbiegel, Alexander von Bierbrauer zu Brennstein, Jan Philipp Schmitz, David Hofmann, Jan Vogel, Leon Ziegler, Janek Henke.

Trainer: Eike Schuchmann.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III

Kader:

Tor: Erik Weber, Florian Gümbel, Leon Kraft.

Feld: Johannes Wenzel, Lukas Wallwaey, Niklas Kinzenbach, Julian Wallweay, Hendrik Schaus, Dennis Agel, Tobias Mühlhans, Felix Kinzenbach, Daniel Müller, Leon Hahnfeld, Luca Weimer, Luca Kaiser, Sebastian Rompf, Lukas Loh.

Trainer: Björn Vogel, Torben Wegnar.

HSG Wettenberg: Im vergangenen Jahr noch einer von fünf Absteigern aus der Handball-Oberliga, dieses Jahr Top-Favorit auf den Wiederaufstieg. So zumindest prognostizieren es die Trainer der anderen Landesliga-Mannschaften für die HSG Wettenberg in der kommenden Saison. Trainer Thomas Schäfer will davon aber nichts wissen. Man werde überall als der Favorit auf die Meisterschaft gesehen, allerdings sieht er das Ziel für die kommende Saison woanders. Mit attraktiven Handball wolle man auf dem Parkett überzeugen, der direkte Wiederaufstieg sei zumindest erstmal kein Thema. Mit einer jungen Mannschaft, die auf vier interne Neuzugänge aus der eigenen Jugend setzen kann, will man in der Landesliga so viele Siege und Punkte wie möglich holen.

Trainer Thomas Schäfer, der die Mannschaft im Gespann mit Julius Thrun leitet, sieht seine Mannschaft gewappnet für die neue Saison. In der Vorbereitung war die Trainingsbeteiligung stets hoch und mit drei Siegen aus drei Spielen beim Linden-Cup gegen Linden (22:18), Lumdatal (32:30) und erneut Linden (27:24), sei man sehr zufrieden. Man habe sich in der Vorbereitung viele Abläufe und Fitness erarbeitet, die sich nun auszahlen soll. So geht man dieses Jahr mit einer breiten Brust, aber großem Respekt vor den kommenden Aufgaben, in die kommende Landesliga-Saison.

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