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TSG Leihgestern vor großer Bewährungsprobe

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Konzentriert im Aufstiegskampf: Jessica Dias Carneiro von der TSG Leihgestern. © Bär

Gießen (mol). Auch in der Frauenhandball-Oberliga wird es ab dem kommenden Wochenende wieder ernst. Über die finalen Platzierungen wird auch in Hessens höchster Spielklasse in Auf- und Abstiegsrunden entschieden.

Als einziger der drei heimischen Vertreter spielt die TSG Leihgestern um die Meisterschaft mit und geht dabei mit einer guten Ausgangsposition in die Aufstiegsrunde. Gleiches gilt in der Abstiegsrunde zumindest auch für den TV Hüttenberg und die HSG Wettenberg, die punktgleich von der Spitze aus starten und die guten Platzierungen halten wollen, zumal mit zahlreichen Absteigern zu rechnen ist.

Meisterrunde

Lediglich die Niederlage bei der SG Kirchhof II belastet zum Start in die Meisterrunde das »Minuspunkte-Konto« der TSG Leihgestern , mit 6:2 Punkten geht das Team von Trainerin Jonna Jensen auf Platz zwei liegend punktgleich mit Tabellenführer HSG Bensheim/Auerbach II sowie dem Dritten TuS Kriftel in die verbleibenden sechs Spielen, in denen zudem noch die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden wartet.

Und mit der Bundesliga-Reserve Bensheim/Auerbachs wartet am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Stadthalle Linden) auch direkt eine echte Bewährungsprobe und vielleicht schon richtungsweisende Partie, denn von den »Flames« hat die TSG-Trainerin eine hohe Meinung.

»Bensheim/Auerbach ist für mich die stärkste Mannschaft. Sie haben eine gute Mischung aus erfahrenen und gut ausgebildeten jungen Spielerinnen beisammen, die auch schon Erfahrung in der ersten Mannschaft gesammelt haben. Das ist direkt eine Standortbestimmung für uns, aber wir setzen uns nicht unter Druck. Wir müssen nicht aufsteigen, aber wollen natürlich um die Plätze ganz vorne mitspielen, während ich mir schon vorstellen kann, dass Bensheim/Auerbach mit Blick auf die erste Mannschaft sicherlich gerne eine Liga höher spielen will«, betont Jensen.

Eine einzige, zudem für die Meisterrunde bedeutungslose Partie gegen Fritzlar II, hat die TSG seit dem 13. Februar ausgetragen und mit Hinblick auf die Meisterrunde praktisch nochmal eine weitere, kleine Vorbereitung absolvieren müssen. Diese lief aber wie bei vielen Mannschaften nicht immer nach Plan.

»Alles in allem war es ganz okay, aber wir hatten immer mal wieder mit Ausfällen zu kämpfen. Vor allem, wo es Richtung Start geht, war und ist Corona auch wieder ein Thema. Da müssen wir mit Blick auf das Wochenende schauen, wer einsatzfähig ist. Ein paar kleine Fragezeichen gibt es doch noch«, resümiert Jensen und ergänzt mit Blick auf die bisherigen Partien: »Wir müssen es einfach schaffen, unsere guten Phasen noch zu verlängern und müssen beständiger werden. Auch an der Ballsicherheit haben wir noch weitergearbeitet!«

Abstiegsrunde

Eine schwierige Hauptrunde mit zahlreichen verletzungs- und krankheitsbedingen Ausfälle und damit einhergehend einer Reihe von Spielverlegungen liegt hinter dem TV Hüttenberg . So hat es am Ende für den Sprung in die Meisterrunde und damit für den sicheren Klassenerhalt nicht gereicht. Doch trotzdem stehen die Chancen dafür zum Start in die Abstiegsrunde am Sonntag (16 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg) gegen die TSG Offenbach-Bürgel nicht schlecht, denn das Team von Trainer Peter Tietböhl nimmt 8:4 Punkte in die sechs noch ausstehenden Spiele mit und startet damit von Platz eins des Siebenerfeldes aus.

Doch auch vor dem Auftakt sind die Hüttenbergerinnen alles andere als sorgenfrei, weiterhin sorgt Corona für einige Probleme. Und auch der erste Gegner, gegen den ein Heimerfolg bei dann zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen in Oberursel und Walldorf besonders wichtig wäre, hat es in sich. Vor der Abstiegsrunde tauschte das Team aus Offenbach-Bürgel nochmal den Trainer. »Das ist ein sehr schwerer, weil sehr kompakter Gegner zum Auftakt. Sie haben zudem Bensheim/Auerbach II einen Punkt abgeknöpft, was eine große Leistung ist, und auch oftmals Spiele nur knapp verloren. Doch wir wollen die zwei Punkte in Hüttenberg behalten«, gibt sich Tietböhl optimistisch.

Wie die Hüttenberger Damen, so startet auch die HSG Wettenberg mit 8:4 Punkten und damit mit einer glänzenden Ausgangsposition in die Abstiegsrunde. Allerdings erst am »Tag der Arbeit« (1. Mai), wenn um 15 Uhr das Gastspiel bei der TGS Walldorf ansteht. Ob der ungraden Siebener-Runde ist das Team von Kai Nober zunächst spielfrei.

Da Spielerinnen wie Theresa Pohl, die es beruflich nach Hamburg gezogen hat, nun nicht mehr zur Verfügung stehen, gilt es, im Team noch enger zusammenzurücken. »Wir müssen da alles für- und miteinander in die Waagschale werfen. Es ist sicherlich nicht leicht, mit einem Auswärtsspiel zu starten, immerhin ist es eins, in dem nicht geharzt wird«, sagt Wettenbergs Trainer.

Die spielfreie Zeit nutzten die Wettenbergerinnen vor allem dazu, ihr Abwehr- und das daraus resultierende Umschaltspiel weiter zu verbessern. »Wir haben da gewisse Trainingsreize gesetzt, weshalb ich uns auch gut gerüstet sehe«, betont Nober.

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