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TuBa feiert nach Tore-Feuerwerk

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Was für ein Knalleffekt: Fernwalds Patrick Markiewicz trifft nach 35 Sekunden an TuBa-Torhüter Mustafa Yaman vorbei zum 1:0 für den Hessenligisten, aber dann legte der Verbandsligist richtig los: 6:4 hieß es nach 90 Minuten. © Schepp

Pohlheim demontiert Fernwald, macht aus 0:1-Rückstand ein 6:1, ehe Nico Strack im Alleingang noch verkürzt.

Pohlheim . Was für ein Feuerwerk: Der FC TuBa Pohlheim besiegte im ersten Halbfinale des SWG-Kreispokals den klassenhöheren FSV Fernwald nach 90 temporeichen und intensiven Minuten mit 6:4 (4:1). Dabei nahm die Elf von Josef Jacob den Hessenligisten vor allem im ersten Durchgang regelrecht auseinander, zeigte ihre enormen Qualitäten mit blitzsauberem Offensivspiel.

TuBa Pohlheim - FSV Fernwald 6:4

Für die 280 Zuschauer auf der Holzheimer Sportanlage war es ein echtes Vergnügen, diese Werbung in eigener TuBa-Sache. Und so war TuBa-Vorsitzender Aziz Kartal nach dem Spiel auch rundum zufrieden: »Das war klasse heute, wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, das haben wir auch eindrucksvoll hinbekommen. Was jetzt kommt, ist Zugabe.«

Dabei begann die Begegnung unter Leitung von Schiedsrichter Patrick Haustein (Buseck) begann mit einem Knalleffekt auf der anderen Seite. Denn bereits »nach 35 Sekunden handgestoppt«, wie ein Zuschauer anmerkte, lag der Gast mit 1:0 in Front. Einen weiten Ball erwischte dabei Patrick Markiewícz in der noch unsortierten TuBa-Deckung und ließ mit seinem satten Abschluss Mustafa Yaman keine Chance.

War damit die im Vorfeld gestellte Frage nach der Favoritenrolle bereits beantwortet?

Keineswegs, denn TuBa vernahm den Rückstand als Weckruf, während sich der FSV im zu schnell eingetretenen Gefühl des Selbstläufers zur Ruhe legte. Pohlheim, von Josef Jacob engagiert gecoacht, schaltete den Vorwärtsgang ein und glich nach 13 Minuten durch einen perfekt getretenen Freistoß von Marius Klotz aus. Und spätestens, als Philipp Basmaci einen fulminanten Kracher ans Lattenkreuz setzte, hätten auch die Fernwälder erwacht sein müssen, aber es waren die Gastgeber, die in Minute 20 nachlegten: Kevin Rennert drehte den Ball, nach Ecke von Klotz, flach ins kurze Eck. Das Team von Daniyel Bulut wirkte angeknockt, einzig Tim Richter war mit zwei harten Abschlüssen einigermaßen im Spiel, fand aber Yaman zweimal auf dem Posten.

Diesen beiden Chancen stand bis zur Halbzeit ein brandgefährlicher Freistoß Mike Bathomenes gegenüber (24.). Und drei Tore. So ließ es Rennert mit einem herrlichen Seitfallschuss nach Kopfballverlängerung Basmacis (32.) krachen und sorgte für die 3:1-Führung. Als schließlich Gino Parson, der am kommenden Sonntag seinen 43. Geburtstag (!) feiert, einen Freistoß Bathomenes perfekt mit dem Kopf ins lange Eck verlängerte, hieß es nach 38 Minuten und also zur Pause 4:1 für den Verbandsligisten, der in den vergangenen drei Liga-Partien bereits seine derzeit beeindruckende Form unter Beweis gestellt hatte.

Wenn auch einige der Zaungäste noch kritisch waren (»wenn Fernwald jetzt schnell ein Tor schießt, kann’s nochmal eng werden«), war es eben jener Parson, der für Beruhigung sorgte: Clever drang er in den Strafraum ein, schirmte das Leder geschickt ab, und wurde von Ceyhun Dinler zu Fall gebracht. Den glasklaren Strafstoß ließ sich Basmaci nicht entgehen und hämmerte ihn am bedauernswerten Tom Sinkel vorbei in den Winkel: 5:1. Und als eben jener Basmaci nach Flanke Rennert knapp zehn Minuten später auf 6:1 stellte, »war die Messe gelesen«, wie nicht nur Niko Semlitsch, Steinbacher mit TuBa-Vergangenheit, auf der Expertenbank anmerkte.

Immerhin: Der FSV Fernwald nutzte die schwindenden Gastgeber-Kräfte noch zur Ergebniskorrektur, für die im Alleingang Nico Strack zuständig war, der nach seiner Einwechselung zur Pause mit einem Hattrick (74., 85., 90+2) auf 4:6 aus FSV-Sicht stellte. Feiern dufte nach dem fulminanten Feuerwerk aber nur Pohlheim.

Tore: 0:1 Markiewicz (1.), 1:1 Klotz (13.), 2:1 Rennert (20.) 3:1 Rennert (32.), 4:1 Parson (38.), 5:1 Basmaci, (55.), 6:1 Basmaci (62.), 6:2, 6:3, 6:4 Strack (74., 85., 90.). - Zuschauer: 280. Schiedsrichter: Haustein (Buseck)

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