1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

TuBa verspielt im Spitzenspiel 2:0-Führung

Erstellt:

Pohlheim (thos). Es war eine wahrlich dramatische Schlussphase, die das Topspiel der Verbandsliga Mitte am Mittwochabend anbot.

TuBa Pohlheim - VfB Marburg 2:3

Mit dem schlechteren Ende für den FC TuBa Pohlheim, der im Duell zweier Aufstiegsaspiranten ein 2:0-Vorsprung aus der Hand gab und seine erste Saisonniederlage hinnehmen musste. Die Gäste vom VfB Marburg gewannen in Holzheim mit 3:2 durch zwei späte Tore und bleiben mit nun zehn Punkten weiter ungeschlagen. »Marburg hat den Sieg verdient, wir haben in der zweiten Hälfte alles vermissen lassen. Wir haben unsere Torchancen nicht ausgespielt und haben nicht nicht die letzten Meter gemacht, um die Räume zu schließen. Und so verlierst du das Spiel«, resümierte Pohlheims Coach Ibo Cagdem.

Sein Gegenüber Fabio Eidelwein meinte: »TuBa war in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Wir haben es zu kompliziert gemacht. Wir haben einen zweiten Stürmer gebracht und es mit mehr Mut einfacher nach vorne probiert. Das 2:2 hat uns einen mächtigen Schub gegeben, ein Riesenkompliment an die Jungs.« 170 Zuschauer sahen eine intensive und temporeiche Auseinandersetzung mit nur wenigen Unterbrechungen und Verschnaufpausen für die 22 Kicker auf dem Rasen. Einzig vor und in den Strafräumen tat sich anfangs nicht viel.

Die Pohlheimer Führung resultierte aus einem Eckstoß von Marius Klotz, den Gino Parson per Kopf in die Maschen wuchtete (19.). Nicht lange danach folgte das 2:0. Klotz zirkelte einen Freistoß aus 23 Metern überragend in den Torwinkel (31.). 180 Sekunden darauf verpasste Ahmet Marankoz auf Vorarbeit von Klotz das mögliche 3:0 um Zentimeter. Binnen einer Minute hatte der nun gefährlicher agierende VfB dann gleich zwei Gelegenheiten, um zu verkürzen. Guilherme Appel Prestes da Silva scheiterte erst mit einem Aufsetzer an Yaman, anschließend köpfte er das Leder an den Pfosten (37. und 38.).

In Abschnitt zwei erzielte Marburg schnell den Anschlusstreffer. Nach einer Kombination über Muhamet Arifi und den eingewechselten Serkan Erdem vollstreckte da Silva zum 1:2 (54.). Die Gäste hatten jetzt optisch Vorteile, mehr vom Spiel und übten Druck aus. Die Cigdem-Elf derweil baute merklich ab.

In Minute 89 fiel das äußerst umstrittene 2:2. Kopf oder Hand? Das war die Frage, als bei den Schimmelreitern nach der Ecke Muhamet Arifis und dem Einsatz von da Silva Jubel ausbrach. Die Gastgeber monierten ein Handspiel da Silvas - und lagen damit wohl richtig. Schiedsrichter Abbondanza deutete gleichwohl Richtung Mittelkreis.

Trainer Ibo Cigdem wollte sich nicht damit aufhalten: »Auch wenn es zwei Handtore gewesen wären, der Sieg war verdient für Marburg.« Dass der VfB den Dreier noch holte, war Mirko Freese zu verdanken. Freese bewahrte nach einer Faustabwehr Yamans die Übersicht und lochte in der Nachspielzeit ein. Sein Coach stand zu diesem Zeitpunkt übrigens schon einige Minuten hinter der Bande. Dorthin hatte ihn der Referee nach einem kleinen Disput in der Schlussphase verbannt.

FC TuBa Pohlheim: Yaman - Jovic, Hamann (90.+4 Beslen), Sidon, Klotz - Gültekin (81. Bathomene), Sevim - Gülec (67. Basmaci), Parson, Krasniq (73. Scherer) - Marankoz.

VfB Marburg: Purbs - Jovic, Pape, Schmidt, Novakov - Besel, Arifi - Kamara, Freese, Almeida (46. Erdem) - da Silva (90.+5 Xenokalakis).

Tore: 1:0 Parson (19.), 2:0 Klotz (31.), 2:1 da Silva (54.), 3:2 da Silva (89.), 2:3 Freese (90.+2). - Schiedsrichter: Abbondanza (Kohlheck). - Zuschauer: 170.

Auch interessant