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»Tun gut daran, auch mal nach hinten zu schauen«

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Bad Nauheim. Der EC Bad Nauheim klammert sich in der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga (DEL2) am sechsten Rang fest. War der letzte direkte Playoff-Platz nach dem 2:5 am Freitagabend bei den Krefeld Pinguinen in Gefahr geraten, festigte das Team von Harry Lange seine Position am Sonntagabend dank des 5:3 (2:0, 1:1, 2:2)-Heimerfolges gegen die Heilbronner Falken.

Damit weisen die Badestädter nun 65 Punkte auf und damit lediglich drei weniger als der Dritte aus Ravensburg, der am kommenden Freitag der nächste Gegner der »Roten Teufel« ist. Das Polster auf Platz sieben, auf dem aktuell der EHC Freiburg liegt, beträgt aber auch nur vier Punkte.

»Wir haben wirklich ein richtig gutes erstes Drittel mit starkem Forechecking gespielt. Entscheidenden Charakter hatte dann das Unterzahl-Tor zum 3:0 und die Paraden Felix Bicks. Mit schnellen Toren zu Beginn des letzten Abschnittes haben wir das Spiel früh entschieden, die Gegentore danach haben mich dann aber doch ein Stück weit geärgert«, resümierte der EC-Coach auf der Presskonferenz.

Der Auftakt in das letzte Viertel der Hauptrunde verlief am Sonntagabend absolut nach Wunsch, denn Leo Hafenrichter (5.) sorgte mit seinem ersten Saisontor für einen Start nach Maß. Und weil die Badestädter in den ersten 20 Minuten richtig stark agierten, während die Heilbronner nach Aussage ihres Trainer Martin Jiranek noch »Busbeine« hatten, ging die 2:0-Führung, die Routinier Andreas Pauli nach zwölf Minuten gelang, absolut in Ordnung. Im zweiten Drittel war der Tabellenvorletzte dann in der Partie angekommen, machte mächtig Betrieb und erarbeitete sich ein Torschussverhältnis von 16:4. EC-Goalie Felix Bick reagierte mehrmals stark und musste nur den Schuss von Luca Tosto (36.) in Überzahl passieren lassen. Vorentscheidend war aber letztlich, dass Bad Nauheim in diesem Unterzahlspiel kurz zuvor einen seltenen Shorthander erzielt und Christoph Körner (35.) nach toller Vorarbeit von Taylor Vause vor Tostos 1:3 auf 3:0 gestellt hatte.

So ging es mit einer soliden Führung ins letzte Drittel, und hier sorgten die »Roten Teufel« dann schnell für die endgültige Entscheidung. Keine Minute war nämlich gespielt, da hatte Tim Coffman am langen Eck bereits zum 4:1 eingenetzt. Und nachdem Körner nach 44 Minuten sein zweiter Treffer gelungen war, war die Begegnung beim Zwischenstand von 5:1 früh entschieden. Lange ärgerte sich im Anschluss über die Passivität, die sein Team danach an den Tag legte, was noch zu zwei Gegentreffern durch Julian Lautenschläger (52.) und Justin Kirsch (59.) führte. Am Heimsieg der Kurstädter änderte sich aber nichts mehr.

Trotz des sechsten Tabellenplatzes und des geringen Abstandes zu den besser platzierten Teams mahnte der EC-Coach, die Situation nicht zu rosig zu sehen. »Wir reden hier die ganze Zeit von Platz sechs, aber in der Liga geht es so unfassbar eng zu, da kann noch viel passieren. Die letzten anderthalb Jahre liefen gut, weshalb die Ansprüche steigen, aber wir tun gut daran, auch mal nach hinten zu schauen. Es geht so eng zu, da war es vor allen Dingen auch wichtig, den Abstand auf Rang elf zu vergrößern«, so der Bad Nauheimer Trainer.

Dieser hatte das Spielwochenende am Freitagabend mit seinem Team mit einer 2:5-Niederlage bei den punktgleichen Krefelder Pinguinen begonnen. Dabei hatte es bei einer 2:1-Führung bis Minute 36 gut ausgesehen, ehe die »Roten Teufel« durch leichte Fehler bereits gegen Ende des Mitteldrittels in Rückstand gerieten und nach schnellen Gegentoren zu Beginn des Schlussabschnittes keine Chance mehr auf Punkte hatten. Die einfachen Fehler in Verbindung mit viel zu vielen verlorenen Zweikämpfen benannte Lange im Anschluss als die ausschlaggebenden Gründe für die Niederlage am Niederrhein.

Zwölf Partien hat Bad Nauheim in der 52 Spiele starken Hauptrunde noch zu absolvieren, am Freitagabend steht im »Colonel-Knight-Stadion« dann das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann wartet um 19.30 Uhr der Tabellendritte Ravensburg Towerstars, der die Kurstädter kurz vor Weihnachten mit 5:2 besiegen konnte. Das erste Heimduell ging dagegen Ende Oktober mit 3:2 an den EC. Am Sonntag (17 Uhr) steht dann das Gastspiel beim abgeschlagenen Schlusslicht Bayreuth Tigers an, wo die Kurstädter zuletzt vier Mal als Sieger das Eis verließen.

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