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Turbo im Mittelblock bringt Kegler auf Kurs

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Gießen (red). Zwei starken 3:0-Heimsiege haben die heimischen Kegler am vergangenen Wochenende über die Bahnen gebracht. Während bei den Bundesliga-Damen des KC 87 Wieseck mit dem Tabellenschlusslicht aus Langenfeld eine vom Papier her leichte Aufgabe bevorstand, war eine Etage tiefer die SG Kirberg-Eisenbach bei M85 Mittelhessen zu Gast. Meteoers Lokalkonkurrent KC 88 Wettenberg hatte indes spielfrei.

Bundesliga, Frauen: KC 87 Wieseck - SKC Langenfeld/Paffrath 4802:4400 (53:25, 3:0): Für die Wiesecker Damen stand das letzte Heimspiel und zugleich auch das letzte Saisonspiel auf dem Programm. Obwohl den Gießenerinnen mit Julia Weiser und Sabrina Brill zwei Kräfte fehlten, war der Punktverlust zu keiner Sekunde in Gefahr.

Ann-Kristin Alexander startete diesmal Platz im Startblock und wusste mit 817/10 zu überzeugen. Ihr zur Seite stand Luisa Stark (812/9), die nach anfänglichen Schwierigkeiten knapp dahinter einlief. Die Gäste konnten nur bedingt folgen (790/8, 717/3).

Der Mittelblock wurde durch Beatriz Sorrentino Di Bernardi und Christina Vogel besetzt. Di Bernadi (834/12) zündete nach den ersten 60 Kugeln den Turbo und erzielte in der zweiten Hälfte starke 444 und holte sich damit die Tagesbestzahl. Bei Vogel ein entgegengesetztes Bild: Zur Halbzeit (403) auf gutem Weg, verlor sie auf der dritten Bahn den Faden, konnte sich aber wieder fangen und landete bei 750/5. Sie verlor zwar eine Wertung (782/7, 747/4), was aber nicht dramatisch war.

Mit zwei gewonnenen Wertungen sowie einem beruhigenden Vorsprung von 177 Holz ging es in den Schlussblock. Dieser wurde von Ramona Wilczek sowie Jessica Dix gebildet. Erstere agierte abermals überzeugend und schloss mit guten 826/11 ab. Nach anfänglicher Nervosität spielte auch Jessica Dix einen ordentlichen Durchgang und beendete ihr Spiel mit 765/6. Langenfeld konnte bei diesen Zahlen nicht mehr kontern (710/2, 654/1).

Ein am Ende mit über 400 Holz deutlicher Sieg, der in der Endabrechnung Platz vier in der Tabelle bedeutet. Denn wenngleich am 5. März der letute Bundesliga-Spieltag ansteht, kann der einzige hessische Vertreter im Oberhaus nicht mehr von diesem Bundesliga-Platz verdrängt werden. Es ist zudem die bis dato beste Platzierung der Wieseckerinnen.

Hessenliga: M85 Mittelhessen - SG Kirberg-Eisenbach 5036:4707 (50:28, 3:0): Mehr als 5000 Punkte - das konnte sich sehen lassen. Im letzten Heimspiel der Saison fuhr Meteor einen überzeugenden Sieg ein.

Im ersten Block erzielte der wieder ins Team gerückte Robert Gellert (869/12) gleich zu Beginn das Tagesbestergebnis. Kai Bolte (822/6) lieferte sich nach gleichmäßigem Spiel mit dem Kirberger Top-Spieler Michael Stein (830/7) ein spannendes Match, das der Ex-Mittelhessen knapp für sich entschieden konnte. Da Robin Faulhaber (786/4) nicht zu überzeugen wusste, lag die Reiskirchener/Alten-Busecker Spielgemeinschaft mit 75 Holz vorne.

Im Mittelblock fiel dann die Vorentscheidung: Der wiedergenesene Rolf Rohrbach (844/8) zeigte sich in guter Verfassung und baute den Vorsprung zusammen mit Michael Buhl (848/9) - der diesmal zwei Bahnen benötigte, um seine gewohnten Zahlen abzuliefern - auf 263 Holz aus. Die Gäste blieben mit dem Ex-Reiskirchener Ronny Güttler (780/3) und dem angeschlagenen Jörgen Roth (724/1) zu harmlos.

Einen spannenden Kampf auf hohem Niveau lieferten sich René Junge (851/10) und Oliver Wlosczyk (851/11) im letzten Block. Das brachte den Gästen noch eine Verbesserung in der Einzelwertung ein. Da aber Thomas Busche (736/1) keinerlei Einstellung zu den Bahnen fand, konnte Christian Stefan mit soliden 801/5 den Mannschaftserfolg abrunden.

Die Mittelhessen liegen vor dem letzten Spiel in Fulda nun auf Rang zwei. Ob es am Ende zu einer Medaille reicht, hängt auch von den Ausgängen der Corona-bedingten Nachholspiele ab.

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