1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

TV Waldgirmes bleibt in Liga zwei

Erstellt:

Waldgirmes (tis). Das ist eine Überraschung: Die Volleyballerinnen des TV Waldgirmes gehen auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start. Ursprünglich hatten die Lahnauerinnen denkbar knapp den Klassenerhalt verpasst. Nun folgt die Wende, weil der MTV Stuttgart kurzfristig seine Lizenz für die zweithöchste Spielklasse abgegeben hat.

Der Grund: Das Team aus dem Schwabenland kann keine wettbewerbsfähige Mannschaft stellen. »Vergangene Woche kamen die Verantwortlichen der Zweiten Bundesliga auf uns zu«, sagt TVW-Vorstandsmitglied Friedhelm Rücker und fügt an: »Natürlich war es dann ein wenig hektisch bei uns, weil wir einige Dinge neu organisieren mussten. Auch im finanziellen Bereich. Aber die Entscheidung fiel dann schnell, es zu machen.«

Pikant: Die Suttgarterinnen verloren am letzten Spieltag der vergangenen Runde mit einer Rumpftruppe gegen die TG Bad Soden und sorgten mit dafür, dass die Lahnauerinnen absteigen mussten. »Das hat schon einen bösen Beigeschmack, dass sie nun selbst ihr Team zurückziehen«, betont Friedhelm Rücker. Zumal sich bei seinem Team einiges getan hat. Leonie Amann und Lea Beerboom haben den Verein Richtung Bad Soden verlassen. »Die Wahrscheinlichkeit wäre hoch gewesen, dass sie bei Klassenerhalt geblieben wären«, glaubt Friedhelm Rücker.

Kader noch mit vielen Fragezeichen

Doch nicht nur das: Der Verein befand sich in guten Gesprächen mit möglichen Neuzugängen, doch nach dem (vorübergehenden) verpassten Klassenerhalt sagten die Spielerinnen ab. Da mit Iva Cesar und Anna Borowek (beide Wohnortwechsel) zwei weitere Stammkräfte den Club verlassen haben, wartet ein Umbruch auf Trainer Samuel Schoele. »Dennoch wollen wir dem Kader die Chance geben, auf höchstem Niveau zu lernen und sich zu entwickeln«, erklärt das Vorstandsmitglied, das sich nun in Gesprächen mit möglichen Neuzugängen befindet, die noch ohne Verein sind, aber bereits in Liga zwei Erfahrungen gesammelt haben. Klar ist: Sportlich wird es für den TVW sicherlich nicht einfacher. »Wir brauchen die Unterstützung unseres Publikums. Jeder muss wissen, dass wir etwas Aufbauen, die Mannschaft aber alles geben wird, um mitreißenden Sport zu bieten«, sagt Friedhelm Rücker abschließend.

Auch interessant