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Überragende erste neun Minuten

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Hoof (mol). Die HSG Kleenheim-Langgöns beweist in der Frauenhandball-Oberliga weiterhin eine überragende Frühform. Nachdem in der Vorwoche bereits ein Kantersieg gegen die HSG Weiterstadt (32:22) gelungen war, feierte das Team von Trainer Martin Saul auch bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen einen ebenso verdienten wie ungefährdeten 38:25 (20:10)-Auswärtssieg.

HSG Hoof/S./W. - HSG Kleenheim-L. 25:38

Den Grundstein legten die Kleebachtalerinnen in überragenden ersten neun Minuten, in denen sich der Drittliga-Absteiger eine 10:1-Führung (!) erspielte. Der Rest war dann praktisch Formsache, nach drei Siegen aus drei Spielen führt die SGK das Tableau damit weiterhin verlustpunktfrei an. »Das war Hochgeschwindigkeits-Handball, den wir heute geboten haben. Wir haben unseren Gegner schlicht und einfach überrannt. Wir haben eine sehr stabile und präsente Abwehr gestellt, kamen dadurch immer wieder ins Tempospiel und zu vielen einfachen Toren. Heute kann ich meiner Mannschaft nur ein riesiges Kompliment aussprechen. Auch in der individuellen Entwicklung sind wir auf einem sehr guten Weg«, lobte SGK-Coach Saul sein Team in höchsten Tönen und auch die Schiedsrichter für ihre gute Leistung.

Die Gastgeberinnen waren mit Empfehlung eines Sieges bei der HSG Wettenberg in die Partie gegangen, doch die Kleebachtalerinnen erklärten den eigenen Neunmeterraum zu Beginn praktisch zur verbotenen Zone. Angeführt von ihren »Abwehrchefinnen« Elena Schuch und Celina Rüspeler eroberte Kleenheim-Langgöns Ball um Ball und erzielte Tor um Tor. Nach einem Treffer von Franziska Dietz zum 4:0 (5.) nahm Gastgeber-Trainer Chris Ludwig bereits seine erste Auszeit, nur weitere vier Minuten später seine zweite.

Diese fruchteten allerdings überhaupt nicht, denn die Saul-Sieben hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Rausch gespielt und war auf 10:1 enteilt. Und nachdem Schuch nach 14 Minuten gar auf 12:2 (!) erhöht hatte, war die Entscheidung in der Schauenburghalle praktisch gefallen.

In der Folge arbeitete Hoof zwar besser in der Rückwärtsbewegung und kam selbst auch zu Toren, Kleenheim hatte aus dem gebundenen Spiel heraus aber immer eine Antwort parat. So hieß es bereits zur Pause 20:10. Damit konnte es vor den zweiten 30 Minuten nur noch um die Höhe des Erfolges gehen, und obwohl die Spannung ob des klaren Spielstandes abgefallen war und Coach Saul fleißig wechselte, nahm der Offensivwirbel der SGK kein Ende. So packte der Tabellenführer in Hälfte zwei noch satte 18 Treffer obendrauf.

Hoof/S./W.: Zwicker, Sawyer - Ritter (1), Immelnkämper (2), von Dallwig (2), Willer (3) Schuldes, Eichhofer (3), Bittdorf, Bänfer (3), Happe (8/3), Neurath (1), Chmurski, Mumberg (2).

Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann - Eggers, Lotz (2), Dietz (7), Bachenheimer (2/1), Schuch (6), Rüspeler (7), Suchantke (5), Manfraß (1), Kleinhenz (2), Klug (2), Schäfer (1/1), Hickel (3/3).

Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden) - Zuschauer: 200 - Zeitstrafen: sechs (Happe zwei, Ritter, von Dalwig, Willer, Chmurski) - zwei (Manfraß, Kleinhenz) - Siebenmeter: 3/2 - 6/5.

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