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Überraschend auf Bronzeplatz

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Die Gießener Oldies zeigten sich in Oldenburg bei der Deutschen Meisterschaft der Ü65 gut in Schuss. Sie wurden Dritter. Am Erfolg waren beteiligt, hinten von links: Klaus Pradella, Klaus-Dieter Hoppe, Burkhard Hahn, Bernd Grüner, Andreas Kreiling, Günter Sikorski, Vorne von links: Horst Ewerdwaldesloh, Horst Trappe und Horst Wiegard. Foto: Pradella © Pradella

Gießen (red). Als krasser Außenseiter ins Halbfinale: Die Gießener Seniorenbasketballer haben bei den Deutschen Meisterschaften Ü65 in Oldenburg völlig überraschend den dritten Platz belegt. Das Team mit Spielern der Gießen Pointers, des TSV Krofdorf-Gleiberg und zwei Gastspielern aus Hagen sicherte sich dabei gleichzeitig die inoffizielle Hessenmeisterschaft.

Nach zwei Jahren Zwangspause durch Corona waren die Gießener Oldies im elf Mannschaften umfassenden Teilnehmerfeld in die schwerste der drei Vorrundengruppen gesetzt worden. Frühmorgens ging es zunächst gegen den körperlich überlegenen DTV Charlottenburg, der mit ehemaligen Bundesligaspielern besetzt ist. Nach einem ausgeglichenem ersten Abschnitt setzten sich die Berliner in der zweiten Hälfte ab und gewannen 21:6. Damit stand die Gießener Spielgemeinschaft schon in der zweiten Partie gegen Halstenbek unter Druck. Auch hier hielt die SG lange mit, musste sich aber schließlich knapp mit 12:16 geschlagen geben.

Nach den beiden Niederlagen drohte Gießen damit, ins untere Tableau abzurutschen und nur um die Plätze zu spielen. Durch einen Kraftakt im letzten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Möhringen erreichten die Mittelhessen dann aber doch noch überraschend das Viertelfinale. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte baute das Team seinen Vorsprung allmählich aus und siegte mit 15:9. Im Viertelfinale trafen die Gießener damit auf die Spielgemeinschaft aus Darmstadt und Frankfurt, die in ihrer Vorrundengruppe gleich drei Siege verbucht hatte und daher als Favorit in die Partie gingen. Doch den Gießener Oldies gelang es, den gegnerischen Spielmacher vollkommen auszuschalten. In den Gruppenspielen hatte Ulrich Tangl pro Spiel bis zu 16 Punkte für Darmstadt/Frankfurt erzielt, gegen die Gießener blieb er ohne Korberfolg. Am Ende hieß es verdient 14:11 für die Mittelhessen.

Tags drauf ging es dann im Halbfinale gegen Gastgeber und Meisterschaftsfavorit Oldenburg. Auch hier hielten sich die Gäste anfangs achtbar. Bis kurz vor der Pause gestatteten die Gießener den Niedersachsen nur einen 9:8-Vorsprung. Das Oldenburger Team, das sich mit Ex-Nationalspieler Michael Pappert verstärkt hatte, zog aber bis zum Seitenwechsel mit sechs Punkten weg. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 32:22 durch.

Im Spiel um Platz drei traf Gießen auf Osnabrück. Dort konnte sich in Halbzeit eins erneut kein Team einen entscheidenden Vorsprung erarbeiten. In der zweiten Hälfte gab es aber kein Halten mehr. Vor allem durch Horst Ewerdwaldesloh zog das Gießener Team auf 19:11 und 23:13 davon. Am Ende gewann die SG mit 31:18 und sicherte sich überraschend Rang drei. Neuer deutscher Meister der Ü65 wurde Halstenbek, das sich im Finale knapp mit einem Punkt gegen Oldenburg durchsetzte.

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