Und auch noch Finks Verletzung

Gießen (rd). Daniyel Cimen ist ein Trainer, der nahezu immer die Contenance bewahrt, doch nach dem Hessenpokal-Aus beim 1. FC Erlensee war Gießens Trainer ordentlich angefressen: »Es hat sich gezeigt, dass es mit fünf bis zehn Prozent weniger Bereitschaft gegen eine Mannschaft wie Erlensee, die ein euphorisiertes Halbjahr hinter sich hat, nicht reicht«, war Cimen nach Spielschluss bedient.

Die nach dem Ausscheiden des Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden relativ große Chance, sich möglicherweise bis in die lukrative DFB-Pokalrunde durchzutanken, hatte seine Mannschaft leichtfertig vertan. 0:3 beim Tabellendritten der Hessenliga, Gruppe A, »das kann, auch wenn der Gegner stark auftritt, nicht sein. Man kann verlieren, aber die Art und Weise, wie das geschieht, darauf kommt es an«, war auch Co-Trainer Marco Vollhardt am Donnerstagmorgen noch angefressen. Man habe nach dem Spiel noch länger zusammengesessen und analysiert, berichtete der 30-Jährige von der verspäteten Rückfahrt aus Südhessen nach einer Vorstellung, die »nur die ersten 20 Minuten nach Regionalliga aussah, den Rest der Zeit sind wir hinterhergelaufen, zu lässig gewesen, haben keinen Körperkontakt gesucht.«

Der Schlendrian spielte am Mittwochabend mit beim FC Gießen, den rauszubekommen sei das primäre Ziel vor dem so wichtigen Abstiegs-Kehraus beim FK Pirmasens am Samstag. Und da gibt es, nach dem Mut machenden 3:0-Auftritt gegen Schott Mainz und dem mäßigen 0:3-Auftritt in Erlensee noch eine weitere unerfreuliche Botschaft mit noch unklarem Ausgang: Denn Routinier Michael Fink, Stabilisator und Kopf des Gießener Teams, verletzte sich nach einer Ecke des Gegners am Knie. »Ihm ist ein Gegenspieler reingesprungen«, sagt Vollhardt, dass der 39-Jährige sich das Knie verdreht habe. Die Diagnose aber noch abgewartet werden müsse. Ein weiterer Grund für Daniyel Cimen, angefressen zu sein.

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