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Und plötzlich Playoff-Kandidat

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Grünberg (zye). Jetzt, wo die Bender Baskets Grünberg wieder ihr ganzes Talent abrufen können, wehren sie sich mit Händen und Füßen gegen ein Verweilen auf den letzten beiden Plätzen der 2. Basketball-Bundesliga Nord. Nun hat es beim zweiten Heimspielerfolg in Folge auch die AstroLadies des VfL Bochum erwischt, die sich der hartnäckigen Defense der Grünbergerinnen geschlagen geben mussten.

B. B. Grünberg - VfL Bochum 63:51

»Es war nicht leicht«, konstatierte Baskets-Headcoach René Spandauw nach dem Spiel, dem rund 200 begeisterte Fans beiwohnten.

Die Baskets übernahmen bereits im ersten Viertel die Führung, die aber über die gesamte Spielzeit hinweg sehr dünn bleiben sollte. Beide Teams waren mit Wurfquoten im 30-Prozent-Bereich aber alles andere als besonders zielsicher unterwegs. Positiv: Grünberg erzwang 21 Turnover bei Bochum, während die Damen aus dem Ruhrgebiet selbst nur zwölf an der Zahl zu verzeichnen hatten. Es war zwar insgesamt kein schön anzusehendes Spiel, aber eine enorme Leistung, schaut man sich die Historie der Saison an. Ballverluste waren immer ein Kritikpunkt von Coach Spandauw. Ein weiterer Unterschied - vermutlich das Zünglein an der Waage in dieser Begegnung - waren die 46 zu 32 Rebounds für die Gastgeber. Alleine 17 Rebounds davon - sieben sogar offensiv - angelte sich die Grünbergerin Olivia Nash (19 Punkte). Die US-Amerikanerin lenkte die Baskets durch die Partie, ohne sich selbst viele Fehler zu erlauben. Dabei kam eine beherzte Teamleistung zustande, bei der sich fast alle auf dem Scoreboard verewigen konnten.

Eine weitere Ausnahmeleistung erbrachte dabei Lena Dziuba, die in gerade einmal 21 Minuten Spielzeit zwölf Zähler zum Sieg beisteuerte.

Viel Lob für Trio

Nach dem ersten Viertel (17:11) sah sich Bochum gezwungen, die Taktik zu ändern. Die Folge: Ein durchaus knapperer Spielverlauf. Doch die schlechte Wurfausbeute sollte sich bei den Gästen am Ende bemerkbar machen. Tatsächlich brachte es nur Astrolady Kim Luisa Franze auf 14 Zähler. Team-MVP Sarah Olson wurde bei nur einem Feldtreffer exzellent von den Hessinnen verteidigt. »Hier lag auch ein Schlüssel zum Erfolg. Isabell Meinhart, Linn Villwock und Venla Varis haben gegen sie einen tollen Job gemacht«, lobte Spandauw. Die Gallusdamen zeigten sich höchst motiviert, Bochum bis zur Schlusssirene am langen Arm verhungern zu lassen.

»Das Spiel war geprägt von sehr viel Einsatz, Kampf und Emotionen«, zog Spandauw nach Abpfiff Bilanz. Klar: An der Tagesordnung stand der Kampf um den Klassenverbleib. Sechs Teams haben derzeit eine ähnliche Bilanz in der unteren Hälfte der Tabelle. Jedes Spiel bis zum Ende der regulären Spielzeit wird damit auf die Goldwaage zu legen sein. Wer laut der aktuellen - und nach Spandauw äußerst umstrittenen - Regelung in der Pandemie-Saison auf den letzten beiden Plätzen verweilt, der steigt ab.

Andererseits: Wer sich am Ende auf Platz neun oder zehn findet, der bekommt noch die Chance auf einen Playoff-Platz. Dann gilt es nämlich gegen das ebenso platzierte Team der Division Süd anzutreten. Die beiden Sieger aus den Begegnungen ziehen dann in die Playoffs ein. Mit ihrem Sieg über Bochum sind Spandauws Korbjägerinnen nun auf Platz zehn angekommen.

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