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Und schon wieder wartet Stadtallendorf

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Andrej Markovic transportiert die Kugel zielgenau weiter. Der Ex-Gießener im Stadtallendorfer Trikot trifft heute auf seinen ehemaligen Verein. Foto: Imago © Imago

Gießen . Eintracht Stadtallendorf gegen den FC Gießen - da war doch was? Richtig, und das ist gerade einmal eineinhalb Wochen her. Denn da kreuzten die beiden Teams im Achtelfinale des Hessenpokals bereits die Klingen. Das bessere Ende hatte mit etwas Dusel die Eintracht, die hauchdünn mit 1:0 gewann.

Eintracht Stadtallendorf - FC Gießen (Sa., 14 Uhr)

Am heutigen Samstag kommt es wiederum im Herrenwaldstadion zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Regionalligisten, diesmal im Meisterschaftsbetrieb der Fußball-Hessenliga. »Gießen hat sich bei uns richtig spielstark präsentiert. Ein wenig Glück war da auch schon dabei, dass wir den Platz am Ende als Sieger verlassen konnten. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Trainer Daniyel Cimen seine Lehren aus dieser Partie gezogen haben wird«, blickt Stadtallendorfs Teammanager Norbert Schlick zurück und zugleich auch nach vorne.

Der von Schlick angesprochene Gießener Coach sagt indes bezogen auf die Schlüsse aus dem Pokalmatch: »Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen, mit Ausnahme der Chancenverwertung natürlich.« Der 37-Jährige geht von anderen Voraussetzungen aus als vor zehn Tagen, als sich die Truppe von Coach Dragan Sicaja in einem Negativlauf befand. »Jetzt sind sie in einer positiven Serie drin«, ist Cimen selbstredend nicht verborgen geblieben, dass die Ferrerostädter am vergangenen Samstag mit 3:0 beim SV Steinbach die Oberhand behalten und sich als Sechster im Aufstiegsrennen zurückgemeldet haben.

Eingewechselt wurde dabei mit Del-Angelo Williams der Top-Stürmer in Reihen der Eintracht (5 Tore in 11 Partien), der zuvor mit einer Gehirnerschütterung gefehlt hatte. Ein weiterer Schlüsselspieler bei Stadtallendorf ist Mittelfeldregisseur Timo Cecen, der die jüngsten drei Punktspiele verpasst hat. Obwohl Stadtallendorf seit jeher eher über das Kollektiv kommt, handelt es sich bei Williams und Cecen gewiss um zwei Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Timo Cecen ist dabei einer von fünf Ex-Gießenern bei den Grün-Weißen: Tolga Sahin hütet das Tor, Andrej Markovic (sihe Interview auf dieser Seite) und Christopher Schadeberg räumen in der Abwehr auf, während Ryunosuke Takehara offensiv auf der Außenbahn wirbelt. Der FCG derweil steht vor dem Finale der vierten und letzten Englischen Woche am Stück, wobei die aktuellen Tage mit dem 11:0 im Kreispokal am Dienstag beim B-Ligisten TSV Rödgen »von der Intensität nicht so arg waren«, wie Cimen erklärt, der mit seinen Schützlingen nun sieben Dreier am Stück feierte und am letzten Wochenende vier Treffer beim 6:0 über den SV Unter-Flockenbach sogar in Unterzahl erzielte. Wenn es läuft, dann läuft es eben. Was nicht für Aryan Assar gilt, der sich kurz vor der Pause dazu hinreißen ließ, nach einem an ihm begangenen Foulspiel nachzutreten. »Er hat sich direkt nach dem Spiel im Kreis der Mannschaft entschuldigt. Wir haben darüber gesprochen und ich hoffe, er lernt daraus. Damit ist das für mich auch erledigt«, hat Cimen mit dem jetzt noch für drei Begegnungen gesperrten Assar dessen Platzverweis aufgearbeitet. Stellt sich die Frage, wer beim Tabellenführer auf den Außenpositionen verteidigen wird, fallen doch Wessam Abdel-Ghani, Ryan Harder (beide verletzt), Francesco Calabrese (krank) und eben Assar aus. »Ein, zwei Ideen haben wir«, sagt Daniyel Cimen, der namentlich den gelernten Innenverteidiger Johannes Tatchouop nennt, der in dieser Runde bisher nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler (sieben Kurzeinsätze mit einer Gesamtzeit von lediglich 30 Minuten) hinausgekommen ist. Auf rechts wird wohl erneut Routinier Denis Mangafic anfangen, der gegen Unter-Flockenbach einen Treffer selbst markierte und einen weiteren vorbereitete. Im Angriff könnte unterdessen Leonid Akulinin, der nach seiner Bänderverletzung das Training aufgenommen hat, nächste Woche eine Option werden.

FC Gießen: Lapcic, Duschner - Fink, Besso, Tatchouop, Vural, Hagley, Kireski, Mangafic, Beal, Mahmuti, Akkus Rodriguez, Filsinger, Pekesen, Gorbunow. - Es fehlen: Assar (gesperrt), Abdel-Ghani (Bruch und Bänderanriss im Ellbogen), Calabrese (krank), Öztürk (Bänderriss im Knöchel/Sehnenabriss), Harder (Kreuzbandriss), Akulinin (im Aufbautraining).

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