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»Unerfahrenheit hat uns das Genick gebrochen«

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Gießen (jsg). Bittere Niederlage für den 46ers-Nachwuchs! Mit einer starken ersten Halbzeit hat die Basketball-Akademie in der Regionalliga bei den Saarlouis Sunkings direkt ein Statement gesetzt, mussten die Partie nach dem Kabinengang aber noch mit 58:64 abgeben.

Saarlouis Sunkings - BBA Gießen 46ers 64:58

Im ersten Viertel zeigten sich die Gießener vor allem defensiv wacher als die Sunkings. 2:20 Minuten dauerte es bis zu den ersten Gegenpunkten und auch im weiteren Verlauf kam die Offensive der Saarländer nicht in Schwung. Zwei Dreier von Youngster Till Heyne und später von Terry Winn sorgten für das erste Polster der Lahnstädter, die das Viertel mit 23:10 für sich entschieden.

Nach einem ruhigen Beginn von Saarlouis‹ Legende Rickey Easterling drehte der Guard im zweiten Viertel auf. Doch bei Gießen war es weiterhin Winn, den die Gastgeber nicht stoppen konnten. Doch die Saarländer fanden offensiv mehr Rhythmus und zwangen Coach Ivica Piljanovic zur Auszeit. Seine Jungs spielten weiterhin eine temporeiche Offensive, die sie mit 37:25 in Führung hielt. Dank Jon Ukajs Dreier ging es mit einer 40:31-Führung in die Halbzeit.

Diese verließ Saarlouis mit deutlich mehr Aggressivität als zuvor und stellte Gießen mit einer Zonenverteidigung vor einige Probleme. Dem jungen Team unterliefen einige Ballverluste, die Easterling mehrfach mit einfachen Punkten bestrafte. So war es auch ein Steal, der zum 45:45-Ausgleich führte. Waren in der ersten Halbzeit noch über 40 Prozent der Dreier gefallen, fanden nun auch die freien Distanzwürfe nicht mehr ins Ziel. Saarlouis übernahm die Führung und Gießen stand vor dem Schlussviertel einem 48:52 gegenüber.

Dort blieb es harte Arbeit für die junge Truppe, die es nicht mehr schaffte, ihren amerikanischen Routinier ins Spiel zu bringen. Doch nachdem die Sonnenkönige mit einem Fastbreak und schweren Dreier auf acht Punkte davongezogen waren, fing sich Gießen wieder. Eine Auszeit brachte defensive Stabilität und Winn erkämpfte sich am Brett den 58:59-Anschluss. Die Mittelhessen errangen in der nächsten Sequenz zwar den Ball, konnten in den letzten Minuten die Chance auf eine Führung aber nicht mehr nutzen. Mit einem langen Zweier besiegelten die Gastgeber ihren Sieg.

»Unsere Unerfahrenheit hat uns vor allem gegen die Zone das Genick gebrochen. Als wir schnell gegen die Mann-Mann-Verteidigung gespielt haben, sahen wir echt gut aus. Da habe ich keine Bedenken, dass wir gegen alle Gegner in der Liga mitspielen können«, zeigte sich Piljanovic zwar enttäuscht aber durchaus optimistisch. »Wenn wir mehr gemeinsam trainiert haben, werden solche Details dann auch besser funktionieren.«

BBA Gießen 46ers: Ukaj (4), Janeck (5), Heyne (6), Mehmed (4), Andrews (2), Mann, Winn (29, 23 Rebounds), Kohl, Herget (8), Döntgens.

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