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Ungleiches Duell

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Diesmal scheitert Tristan Keck (EC Bad Nauheim) an Jimmy Hertel im Tor der Tölzer Löwen. Am Ende aber schenkten die Nauheimer den Bayern sechs Treffer ein. © Chuc

Bad Nauheim (wbe). Es war ein ungleiches Duell, das die 916 Zuschauern am Montagabend beim Nachholspiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zwischen dem EC Bad Nauheim und dem EC Bad Tölz im Colonel-Knight-Stadion erlebten. Gerade einmal mit zehn Feldspielern, darunter auch noch drei Akteure aus dem eigenen DNL-Nachwuchskader, waren die Gäste aus Bayern angereist, zudem fehlte auch Trainer Kevin Gaudet, der von Florian Funk an der Bande vertreten wurde.

Am Ende stand ein 6:2 (2:0, 2:1, 2:0)-Erfolg der Bad Nauheimer auf der Anzeigetafel, eine richtige Aussagekraft über den derzeitigen Leistungsstand der Gastgeber hatte der Sieg aber nicht.

EC-Headcoach Harry Lange wollte die Begegnung hinterher nur schnell abhaken. »Solche Spiele sind schwierig, jeder erwartet einfach einen klaren Drei-Punkte-Sieg. Mit dem Erfolg im Rücken bereiten wir uns jetzt auf die letzten Spiele in der Hauptrunde vor«, meinte der Deutsch-Österreicher, der in Anbetracht der zuletzt gezeigten Torflaute seiner Angreifer einige Umstellungen in den Sturmreihen vornahm.

Durch die Rückkehr von Verteidiger Tomas Schmidt rückte Mick Köhler wieder in den Angriff, Andrej Bires stürmte an der Seite von Taylor Vause und Jordan Hickmott wurde in die dritte Reihe »verbannt«. Diese Rochaden brachten im ersten Drittel zumindest zwei Tore. Stefan Reiter brachte die Roten Teufel in Führung, Taylor Vause erhöhte auf 2:0. Die Tölzer kamen ihrerseits nur vereinzelt gefährlich vor das Bad Nauheimer Tor. Trotzdem gelang ihnen in der 27. Minute der Anschlusstreffer durch Oliver Ott, der sich engagiert durchgesetzt hatte und Philipp Maurer, der diesmal Felix Bick vertrat, keine Abwehrchance ließ. Pech für die Bayern, als Philipp Schlager kurzzeitig in der Kabine behandelt werden musste und die Löwen damit noch nicht einmal komplett wechseln konnten. Bei Bad Nauheim verspürte man lange die Verunsicherung nach dem 1:2, erst die beiden Tore von Andrej Bires und Huba Sekesi zur zwischenzeitlichen 4:1-Führung brachten etwas Ruhe in das Spiel.

»Mit dem 4:1 der Bad Nauheimer kurz vor Drittelende war bei uns der Dampf raus«, meinte hinterher Florian Funk, dessen Truppe jetzt auch die körperlichen Strapazen nach der 16-tägigen Quarantäne zu spüren bekam. Bad Nauheim spielte die Partie herunter, nutzte jeweils in Überzahl zwei Chancen durch Tristan Keck und Marc El-Sayed zum 6:1, ehe die Löwen durch Pascal Aquin den Schlusspunkt setzten, als der Bad Nauheimer Huba Sekesi auf der Strafbank saß.

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