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Unnötig und unglücklich

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Speyer. Die Männer des TV Waldgirmes haben früh in der Saison einen ebenso unnötigen wie unglücklichen Rückschlag hinnehmen müssen.

TSV Speyer - TV Waldgirmes 3:2

Zwangen sie eine Woche zuvor noch Zweitliga-Absteiger TGM Mainz-Gonsenheim mit 3:1 in die Knie, so kehrten sie am zweiten Spieltag der 3. Volleyball-Liga Süd mit nur einem Zähler nach Mittelhessen zurück.

Beim TSV Speyer, der nicht unbedingt zu den Spitzenteams der Klasse zählt, unterlagen die Lahnauer nach 133 hart umkämpften Minuten mit 2:3 (25:23, 23:25, 23:25, 25:23, 13:15), so dass der vor Ort anwesende Manager Friedhelm Rücker bilanzierte: »Wir müssen uns ganz klar eingestehen, dass wir Punkte liegengelassen haben.«

In Anbetracht der Tatsache, dass alle fünf Durchgänge mit den engsten aller möglichen Resultate endeten, stellte sich die Frage, ob der TVW das Match oder auch nur den Tiebreak zu seinen Gunsten hätte entscheiden müssen, nicht. Tatsache aber war, dass sich die Hausherren in bester kämpferischer Verfassung präsentierten, von ihrem enthusiastischen Publikum getragen nie aufgaben und am Ende auch durch grobe Patzer der Gäste belohnt wurden.

Im ersten Satz funktionierte zunächst alles und die Truppe von Trainer Lukas Zielinski, der weiter auf Urlauber und Libero Tobias Rücker sowie auf den wegen des 90. Geburtstages seiner Oma verhinderten Henrik Templin verzichten musste, zog schnell mit acht Punkten Vorsprung davon. Doch schon zum Ende des Durchganges zeigte sich Speyer kämpferisch und kam noch einmal heran, ehe Henri Oetken, am Ende zum wertvollsten Spieler der Partie gekürt, mit einem harten Angriff den ersten Satz entschied.

Im zweiten Satz wurde es dann schon früh enger. Am Ende führten zwei Angriffsfehler des TVW und leichtsinnig vergebene Chancen zum Ausgleich.

Jetzt war die Halle wach und Speyer roch Lunte. Wieder folgte ein schwer umkämpfter Durchgang, bei dem die Männer vom Rhein abermals hauchdünn das bessere Ende für sich hatten. In Satz vier glänzte Waldgirmes mit starken Angriffen über Davin Peters und Henri Oetken, so dass der 2:2-Ausgleich heraussprang. Der Tiebreak musste die Partie schließlich entscheiden. Nach ausgeglichenem Verlauf hatte Speyer am Ende Glück mit einem Abpraller aus der Abwehr, der bei Waldgirmes direkt ins Hinterfeld kullerte.

Der entscheidende Punkt fiel dann über einen Angriff der mutigen Außenangreifer der Hausherren, die am Ende für ihren großen Einsatz belohnt wurden. Und Friedhelm Rücker genötigt sahen festzustellen: »Immer wenn es knapp wurde, haben wir die Nerven verloren.«

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