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»Unser Ziel bleibt Europa«

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Frankfurt (pep). Markus Krösche (41) hat die kurze Bundesligapause dazu genutzt, in einem Mediengespräch Personalplanungen zu erläutern, kurzfristige wie langfristige Ziele zu formulieren.

Das Ziel der Frankfurter Eintracht für die letzten beiden Monate der Saison sei weiterhin eine erneute Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. »Wir streben die Europa-League an, würden aber auch die Conference-League nehmen«, sagte der Sportvorstand, »ich bin immer dafür ambitionierte Ziele auch zu äußern. Wenn es dann nicht klappt, kriegt man halt mal auf die Fresse.« Er kündigte auch weitere Verstärkungen für die Offensive an.

Zur grundsätzlichen Ausrichtung der Eintracht: »Wir sind kein Ausbildungsklub. Wir verpflichten ausnahmslos Spieler, um unsere Ziele zu erreichen. Und nicht, um sie für andere auszubilden.«

Zu weiteren Neuzugängen: »Vielleicht tun wir noch was für die Offensive. Da würde uns noch mehr Flexibilität und Variabilität guttun, um noch unberechenbarer zu sein. Auch fürs Mittelfeld wäre noch was möglich, aber da werden wir die Situation erst im Laufe der nächsten Wochen bewerten.«

Zu Abgängen im Sommer: »Bei Danny da Costa und Stefan Ilsanker werden die im Sommer auslaufenden Verträge nicht verlängert. Das haben wir mit den Beratern so besprochen. Und ich kann natürlich nicht ausschließen, dass auch der eine oder andere Spieler geht, dessen Vertrag 2023 ausläuft (Ndicka, Kostic, Kamada, die Red.). Wir sind aber in Gesprächen, Verträge über 2023 hinaus zu verlängern, zum Beispiel mit Tuta. Da wollen beide Parteien weiter zusammenarbeiten, mal sehen, ob wir es auch zu Papier bringen.«

Zu möglichen Zugängen aus der Ukraine oder Russland, was durch Sonderregelungen jetzt möglich wäre: »Nein, das kommt nicht in Frage. Darauf haben sich alle Profiklubs in Deutschland geeinigt.«

Zu Zukunft von Jens-Petter Hauge, den die Frankfurter laut Vertrag im Sommer für rund 7 Millionen Euro vom AC Mailand kaufen müssen: »Wir werden ihn auf jeden Fall behalten. Er hat unfassbar viel Potenzial, muss es jetzt aber auch umsetzen. Er muss sich in Bezug auf Ernsthaftigkeit, Fokussierung und Verlässlichkeit verbessern. Daran arbeiten wir. Ich bin sicher, wir werden noch viel Spaß an ihm haben.«

Zur Form der Mannschaft: »Gegen den Ball spielen wir sehr stabil. Mit dem Ball gibt es viele Bereiche, die wir verbessern wollen und jetzt auch müssen. Schon gegen Fürth werden wir Lösungen finden müssen mit viel Ballbesitz. Zuletzt hatten wir einfach zu viele leichte Ballverluste. Darum mussten wir sehr viel investieren, um den Ball zurückzuerobern.«

Zum schwierigen Spagat zwischen Fürth und Barcelona: »Natürlich reden alle von Barcelona. Das kann man auch von den Spielern nicht weghalten. Aber ich sehe trotzdem keine Gefahr, dass wir gegen Fürth nicht konzentriert genug sind..«

Zu den Herausforderungen auf dem Transfermarkt: »Wir müssen in Zukunft noch schneller und noch effizienter werden. Kolo Muani ist ein gutes Beispiel. Ihn haben wir überzeugt, unseren Weg mitzugehen. Wir wollen ihm helfen einer der Topstürmer in Europa zu werden.«

Zur neuen 2.Mannschaft: »Wir wollen den jungen Spielern so früh wie möglich die Gelegenheit geben, im Seniorenfußball zu spielen. Das halte ich für extrem wichtig. Wir werden gute Voraussetzungen schaffen, aber sicher keine Millionen-Truppe aufbauen. In dieser Mannschaft sollen Spieler aus unserer U 19 und vielleicht auch aus der U 17 zum Einsatz kommen, weniger Profis. Wir werden das den Spielern und ihren Beratern erklären und ich bin überzeugt, dass da alle mitmachen.«

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