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»Verdammt wichtig«

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Dutenhofen . Andreas Klimpke atmete tief durch. »Das«, ordnete der Interimstrainer ein, »war verdammt wichtig.« Nämlich, dass sich seine Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen U 23 auch ohne den fehlenden Spielmacher Lukas Gümbel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 24:20 (12:12) durchsetzten. Damit rücken die Grün-Weißen wieder vor auf Tabellenplatz sechs.

HSG Dutenhofen U23 - HSG Rodgau 24:20

Anfang Oktober war es, als die Mittelhessen das Hinspiel in Nieder-Roden für sich entschieden. Es war eine beeindruckende, ja begeisternde Leistung, die die Ballwerfer aus Dutenhofen und Münchholzhausen beim 31:26-Auswärtserfolg auf die Platte brachten. Es war ein Auftritt, der eines Tabellenführers - und genau das war die HSG seinerzeit - würdig war. Gut vier Monate ist die Lage eine gänzlich andere, es geht einzig darum, die Abstiegsrunde zu vermeiden. Und auch der neuerliche Sieg gegen Nieder-Roden war weit mehr Kampf als Kunst. »Einen Schönheitspreis«, befand auch Klimpke, »gab es in diesem Spiel nicht zu vergeben. Man hat gemerkt, dass es für beide um sehr viel ging.«

Weshalb sich die beiden Kontrahenten wenig schenkten. Weder in Sachen Engagement noch hinsichtlich der Fehlerrate. Kein Wunder also, dass die Begegnung eine Hälfte lang in höchstem Maße ausgeglichen verlief. Auch dank Rückraumspieler Ole Klimpke, der sechs seiner neun Tore im ersten Abschnitt erzielte und so maßgeblich zum 12:12-Pausenstand beitrug.

Nach Wiederbeginn zahlte sich zusehends aus, dass die Grün-Weißen schon im ersten Abschnitt von einer 3:2:1- auf eine 6:0-Deckung übergangen waren. »Das war der Schlüssel zum Erfolg, da haben wir viel kompakter gestanden«, sagte HSG-Coach Klimpke.

Nur noch acht Treffer erzielte Nieder-Roden in Hälfte zwei. Was gewiss auch mit dem starken Schlussmann Lorenz Rinn zusammenhing. Doch trotz dieser defensiven Stabilität: Den Gastgebern gelang es partout nicht, sich entscheidend abzusetzen. Beim 18:18 (51.) war Nieder-Roden deshalb noch immer im Spiel. Erst in der Schlussphase verschafften sich die Grün-Weißen etwas Luft.

In Überzahl verteidigte die Klimpke-Sieben nicht nur gut, sondern vollstreckte auch vorne in Person von Rechtsaußen Simon Belter (22:19/56.) und Linksaußen Fynn Steinmüller (23:19/57.) eiskalt. Damit war die Messe gelesen. »Wir sind in dieser Phase konzentriert geblieben und haben die Nerven bewahrt«, lobte der HSG-Coach, dessen Truppe am nächsten Sonntag erneut gefordert ist. Dann steht nämlich um 16 Uhr das Nachholspiel beim Schlusslicht HSC Coburg II an. Eine Partie, in der die HSG unbedingt den nächsten doppelten Punktgewinn eintüten sollte.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Kokoszka; Boczkowski (5), Opitz, Lindenstruth (1), Belter (1), Wallwaey, Lauer (1), Werth (1), Klimpke (9), Steinmüller (5), Okpara, Müller (1).

Nieder-Roden: Höpffner, Rhein; Geck (2), Brühl (1), Horn (4), von der Au, Schultheis (2), Kohlstrung (4/1), Stenger, Weidinger (1), Schopper (2), Mann (3), Kaiser (1).

Schiedsrichter: Becker/Nickel (Pfungstadt) - Zuschauer: 200 - Zeitstrafen: 8:6 Minuten - Siebenmeter: 1/0:2/1.

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