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Verkorkster Start stellt die Weichen

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Ferndorf/Gießen (flo). Die faustdicke Überraschung klar verpasst: Beim Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf war für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nichts zu holen. Durch die 26:32 (9:16)-Niederlage stehen die Grün-Weißen nach drei Partien weiterhin ohne Punkt da.

TuS Ferndorf - HSG Dutenhofen/M. 32:26

Dass die Truppe von Axel Spandau um Neuzugang Tim Rüdiger ohne Zählbares aus dem Siegerland zurückkehren würde, das war schon nach gut zehn Minuten klar. Denn die Anfangsphase misslang der HSG ganz und gar. Im Angriff brachten die Mittelhessen nichts zustande, fabrizierten stattdessen Ballverluste. Was Ferndorf in der Manier eines Spitzenteams bestrafte und regelmäßig insbesondere über die zweite Welle zum Erfolg führte. Rechtsaußen Josip Eres warf so in der zehnten Minute zur 8:1-Führung ein. »Ich hatte das Gefühl, dass wir riesengroßen Respekt vor der Ferndorfer Abwehr und der Kulisse mit knapp 1000 Zuschauern hatten«, suchte Spandau nach Gründen für die verkorkste Startphase.

Immerhin: Die Gäste bewiesen Moral und verhinderten, dass der Rückstand noch weiter anwuchs. »Ab der 15. Minute war das eine andere Mannschaft. Da haben wir uns wieder besonnen«, befand der HSG-Trainer. Weil noch dazu der Spitzenreiter den Fuß etwas vom Gaspedal nahm und Trainer Robert Andersson durchwechselte, kämpften sich die Grün-Weißen bis auf 7:12 (21.) heran, ehe Ferndorf bis zur Pausensirene wieder auf 16:9 davonzog.

Im zweiten Abschnitt verkürzten die Gäste den Rückstand mehrfach auf fünf Tore, kamen aber bis auf eine Ausnahme partout nicht näher heran - trotz der Gelegenheiten dazu. »Da haben wir ein besseres Ergebnis verpasst«, so Spandau. Als der TuS nochmals einen Gang hochschaltete und von 22:17 (43.) auf 29:19 (50.) davonzog, drohte eine Klatsche, die die HSG aber mit einer ordentlichen Schlussphase noch verhinderte. »Unsere 6:0-Abwehr in der zweiten Halbzeit hatte Aggressivität, Mentalität und Emotionen. Wir hatten Phasen, in denen wir mit voller Power aus dem Rückraum kamen, uns getraut und mit Selbstvertrauen Würfe genommen haben«, sah Spandau summa summarum durchaus Fortschritte. Die in puncto Rückraum auch vom Zahlenwerk gestützt werden: 15 Tore gingen aufs Konto der Rückraumreihe, gegen die TSG Haßloch waren es zuletzt gerade einmal acht gewesen.

Als eines von drei Teams - auch die HSG Pohlheim sowie die DJK Waldbüttelbrunn haben noch nicht gepunktet - steht die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit 0:6 Punkten da. Die Schlussfolgerung ist klar: Im anstehenden Mittelhessen-Derby gegen Aufsteiger Pohlheim stehen die Grün-Weißen am nächsten Samstag in eigener Halle mächtig unter Zugzwang.

Ferndorf: Puhl, Hottgenroth; Eres (5), da Rocha Viana (2), Reimann (5), Persson (3), M. Michel (2), L. Michel, Mundus (7/4), Polishchuk (1), Hecker (1), Mihaljevic (2), Schikora (1), Diebel (3).

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn (ab 20.), Böhne; Gümbel (3), Hoepfner, Boczkowski (6), Lindenstruth (3), Rüdiger (3), Bremond (5/5), Datz, Lauer (3), Steinmüller, Okpara, Müller (3), Geffert.

Schiedsrichter: Levermann/Rietenberg (Neustadt/Lage). - Zuschauer: 957. - Zeitstrafen: 2:0 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:4/4.

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