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Verrücktes Spiel mit Herz und Charakter

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Von: Wolfgang Bender

Regensburg (wbe). Nach der 1:5-Heimpleite gegen die Selber Wölfe hat sich der EC Bad Nauheim am Sonntag in der Deutschen Eishockey-Liga 2 erfolgreich zurückgemeldet. Im Auswärtsspiel bei den Eisbären aus Regensburg gewannen die Badestädter in einem verrückten Spiel nach zwischenzeitlichem 1:4-Rückstand noch mit 6:5 (1:1, 2:3, 3:1).

»Bei Fünf gegen Fünf hatten wir das Spiel meiner Meinung nach unter Kontrolle. Wir haben dann im zweiten Drittel aber richtig schwere Fehler produziert. Am Ende bleibt positiv festzuhalten, dass die Mannschaft wieder einmal Herz und Charakter gezeigt hat. Es hätte allerdings auch anders ausgehen können«, bilanzierte Lange nach den 60 Minuten in Regensburg, die die 2678 Zuschauer lange Zeit in Atem gehalten hatten.

Die Roten Teufel starteten zunächst erfolgreich durch Patrick Seifert nach Zuspiel von Marc El-Sayed mit dem 1:0 in der 13. Minute. Statt die zweite Überzahl zum Ausbauen der Führung zu nutzen, ging der Schuss nach hinten los. In Unterzahl markierte Nikola Gajovsky den Ausgleich, mit dem die Seiten gewechselt wurden.

Im Mittelabschnitt verstand Harry Lange anfangs die Welt nicht mehr. »Wir verzeichneten in unserer Schussstatistik fünf Schüsse der Regensburger und darunter waren dann ein Breakaway, ein 2-auf-1-Tor und ein Powerplay-Tor. Das kann einfach nicht sein«, ärgerte sich der EC-Trainer. Den Anfang machte das Powerplay-Tor durch Gajovsky, gut eine Minute später erhöhte Tomas Schwamberger auf 3:1 und Corey Trivino ließ die Eisbären-Fans beim 4:1 (34.) jubeln. Aber das war alles nur eine Momentaufnahme, denn die Antwort der Bad Nauheimer kam ebenso prompt wie heftig. David Cerny mit seinem ersten Tor für den EC und Jordan Hickmott rückten innerhalb von nur 71 Sekunden die Verhältnisse auf dem Eis fast wieder zurecht. Richtig spektakulär wurde es dann im Schlussdrittel, als der EC-Spieler Christoph Körner auf der Strafbank saß. Erst nutzte Tim Coffman für Bad Nauheim einen Break in Unterzahl zum Ausgleich, was Regensburgs Coach Max Kalthauser erzürnte. Aber auch für ihn lagen Frust und Freude in dieser Phase ganz dicht beieinander. Nur 19 Sekunden nach dem 4:4 ging der Neuling bei Überzahl durch Trivino wieder 5:4 in Führung. In der spannenden Schlussphase war Robin van Calster der »Haupt-Protagonist« des EC Bad Nauheim. Erst sorgte er für den 5:5-Asgleich, wenig später wanderte er auf die Strafbank und dann war der Förderlizenzspieler am 6:5-Siegtreffer des überragenden Taylor Vause beteiligt.

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