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Verspätete Ehrung für die Blau-Weißen

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Von: Thomas Wißner

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Kreisfußballwart Henry Mohr zeichnete mit seinem Stellvertreter Hans-Peter Wingefeld (rechts) für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement Hans Werner Freund, Peter Froese, Wolf Dieter Sparre und Reiner Knechtel aus. Foto: Wißner © Wißner

Gießen (twi). 75 Jahre Fußball beim TSV Blau-Weiß Rödgen wurden wie in Coronazeiten üblich mit einjähriger Verspätung mit zahlreichen herausragenden Ehrungen gefeiert.

Begonnen hatte alles am 1. März 1946, als sich im Lokal von Heinrich Balser die Gründungsväter zusammenfanden und den Verein aus der Taufe hoben. 74 Mitglieder zählte der TSV Blau-Weiß Gießen bereits im Mai 1946, an Weihnachten 1946 wird der Verein, in dessen Satzung »die Pflege der Leibesübungen und der Geselligkeit nach dem Prinzip der Freiwilligkeit« als Vereinszweck festgeschrieben war, auch kulturell aktiv.

Heute ist der TSV Blau-Weiß Rödgen mit fast 300 Mitgliedern der größte Verein des Gießener Stadtteils. Neben dem Fußball bietet der Verein seit dem Turnhallenbau neben der Rödgener Grundschule auch Freizeitsportarten wie Volleyball, Gymnastik in verschiedenen Sparten sowie Basketball an. In den 90er-Jahren wurde mit dem Anbau an das TSV-Vereinsheim begonnen und hier ein schöner Treffpunkt errichtet. Das 50-jährige Jubiläum wurde 1996 groß gefeiert, als sich auf dem Festplatz hinter der Turnhalle die Kastelruther Spatzen die Ehre gaben und diesen Auftritt 3000 Besucher nicht entgehen lassen wollten. Zusammen mit dem goldenen Jubiläumsfest 1996 fiel der bisher größte sportliche Erfolg des TSV Rödgen. In einer spannenden Relegationsrunde mit vier Mannschaften gelang der Aufstieg in die Bezirksliga. So wie es im Sport ein ständiges Auf und Ab gibt, ging es auch dem TSV Rödgen. 1997 erfolgte der Abstieg aus der Bezirksliga, zwei Jahre später der erneute Aufstieg. 2004 stieg man in die A-Klasse ab und blieb dort bis 2011. Ab dem Spieljahr 2011/12 jagte der TSV dem Ball erneut in der Kreisoberliga Süd nach. Der Abstieg erfolgte im Jahre 2015, ehe es 2022 sogar in die B-Klasse ging. Im Juli 2014 wurde der Sportplatz saniert. »Fußball auf diesem schönen Sportgelände hat Tradition. Ob Senioren oder Jugend. Gerade im Jugendbereich war der TSV Rödgen früher sehr aktiv. Aber es wurde immer schwieriger, Mannschaften in allen Bereichen zu stellen. Auch Ehrenamtliche sind nach und nach weggebrochen. Ein Trend der leider überall erkennbar ist«, gratulierte Kreisfußballwart Henry Mohr und würdigte die Arbeit des Vorstands mit seinem Vorsitzenden Gilbert Slotosch. »Ihr seid ja aktuell auf einem guten Weg in der B-Liga und vielleicht kann der TSV seinen bisher fünf Meistertiteln einen sechsten folgen lassen«. Gemeinsam mit Stellvertreter Hans-Peter Wingefeld überreichte Mohr die HFV-Ehrenplakette sowie einen Gutschein für eine Trainer C-Lizenz an den Vorsitzenden Gilbert Slotosch. Vom Fußballkreis gab es noch einen Bundesligaball. Einen großen Dank richtete der Kreisfußballwart an die vielen Helfer im Verein in der vergangenen Zeit und freute sich für den Verein, dass es auch heute noch welche gibt. Mit der höchsten Auszeichnung des HFV, der Großen Verbandsehrennadel wurde Reiner Knechtel auszeichnet, der über 33 Jahre als Kassenwart fungierte. Den HFV-Ehrenbrief erhielten Wolfgang Freund, Mitbegründer der Alten Herren-Mannschaft, der langjährige Jugendtrainer und Vorsitzende Peter Froese, Jugendtrainer, Spieler und Trainer Egon Fritz sowie Wolf Dieter Sparre, der oft als Trainer den TSV rettete. Mit der HFV-Ehrennadel in Bronze wurden der langjährige Vorsitzende Hans Werner Freund und der ehemalige Vorsitzende Wolf Dieter Mauthe ausgezeichnet.

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