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VfR Lich überrascht Spitzenreiter

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Philip Wendt (Annerod, mitte) setzt sich gegen Jonas Becker durch. Fabrizio Golze beobachtet die Szene. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (rol). In der Kreisliga A Gießen sorgte der VfR Lich für ein überraschendes Remis bei Türkiyemspor Gießen und spielte mit diesem Ergebnis den Verfolgern SV Annerod und Eintracht Lollar in die Karten. Der SVA gewann mit 3:0 klar gegen den FC Großen-Buseck, während auch Eintracht Lollar auswärts gegen die FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf mit 4:

0 nichts liegen ließ. Damit rangiert die Eintracht mit einem Punkt hinter dem Spitzenreiter, hat aber auch ein Spiel weniger auf dem Konto.

MTV 1846 Gießen II - SG Trohe/Alten-Buseck 0:3 (0:2): Die Gäste zeigten im Verlauf der ersten Halbzeit bereits eine starke Leistung und belohnten sich nach 34 Minuten durch Dominik Buss. Zehn Minuten später legte Jascha Magiera mit dem 2:0 nach und ließ die SG mit einem guten Gefühl in die Kabine verschwinden. Auch in der zweiten Halbzeit schaffte es der MTV nicht, diesen Rückstand ins Wanken zu bringen. Schließlich war es Lukas Ihm vorbehalten, mit dem 3:0 in der Schlussminute endgültig alles zugunsten der Gästespielgemeinschaft klarzumachen.

Turabdin/Babylon II - FSG Horlofftal 1:2 (0:0): Trotz großen Engagements auf beiden Seiten, blieb die erste Halbzeit torlos. Kurz nach der Pause gelang Edwin Savci dann doch die Führung der Heimelf, als er einen Freistoß direkt verwandelte (49.). Nur eine Minute später glich Jannis Büttel aus. Und als sich der Torwart der Gastgeber bei einem 40-Meter-Pass von Büttel völlig verschätzte, lag der Ball plötzlich zum 2:1 für die FSG im Tor (71.). Trotz des letztlich glücklichen Siegtreffers war der Gästesieg verdient.

Türkiyemspor Gießen - VfR Lich 1:1 (0:0): Beide Teams boten einen offenen Schlagabtausch, bei dem insbesondere die Torhüter mit ihren Paraden dieser Partie ihren Stempel aufdrückten. Berkan Genc und Osman Koyuncu hatten die erste Gelegenheiten für die Heimelf, ehe Elia Graf nach einem Konter am Keeper Emre Özder scheiterte und im Nachschuss den Pfosten traf. Kurz nach der Pause setzte Graf dann aus dem Gewühl heraus die Licher Führung ins Netz (49.). Fortan entwickelte sich ein spektakulärer Schlagabtausch. Auf beiden Seiten kam es zu hochkarätigen Torchancen, die zu keinen Toren führten. Erst Berkan Genc schlenzte unhaltbar zum Ausgleich ins Licher Tor (63.). Schließlich vergab der Gastgeber noch einen Elfmeter zum möglichen Siegtor (90.).

FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf - Eintracht Lollar 0:4 (0:2): Auf schwer bespielbarem Platz ließ die Eintracht nie Zweifel aufkommen, wer in der Favoritenrolle war. So köpfte Paul Mittnacht bereits nach elf Minuten zur Führung ein. Nach einer halben Stunde ließ Christian Hehn das 2:0 folgen, als er nach einer Faustabwehr von FSG-Torwart Micha Schlosser abstaubte. In der Folge kam es zur stärksten Phase der Heimelf, die durch Justin Schmidt (41.) und Patrick Ott (43.) zu zwei guten Gelegenheiten kam. Und auch nach der Pause parierte Gästetorwart Tom Sinkel eine gute Möglichkeit von Jannik Görnert (50.), ehe Haydar Kilic nur eine Minute später zum 3:0 einnetzte und damit für Klarheit sorgte. Erneut Kilic gelang nach einer Stunde Spielzeit das 4:0, als er ungehindert aus 12 Metern zum Schuss kam. Für die Gastgeber ergaben sich durch wiederum Schmidt (71.) und Christoph Gröbl (74.) noch gute Chancen auf das 1:4, die aber ungenutzt blieben.

SV Annerod - FC Großen-Buseck 3:0 (2:0): Bereits nach 30 Sekunden bot sich Gästespieler Konrad Böttger freistehend die Führungsmöglichkeit, die er knapp verpasste. Und nach einem Konter hätte Mannschaftskollege Mathis Lang in einem munteren Spiel fast zum 1:0 für den FC eingenetzt (15.). Zehn Minuten später klingelte es aber auf der Gegenseite, als Can Singh einen sehenswerten Angriff zum 1:0 abschloss. Und auch der zweite Angriff der Gastgeber saß: Lucas Smajek gelang nach einer halben Stunde das 2:0, obwohl die Gäste bis dahin eine gute Leistung auf den Steinbacher Kunstrasenplatz brachten. Sieben Minuten vor der Pause zeigte SVA-Torhüter Jason Weiß »eine Jahrhundertparade«, so Pressesprecher Dirk Luley begeistert; Böttger hatte aus nur drei Metern abgezogen und Weiß mit »einem unglaublichen Reflex« den Anschlusstreffer verhindert. Fußballerisch verlief die zweite Halbzeit auf Sparflamme. Lediglich der Strafstoß für die Heimelf hellte die Partie etwas auf; Dennis Ackermann scheiterte hier an FC-Keeper Jan Ribka (70.). Die Entscheidung fiel schließlich acht Minuten vor dem Ende. Eine Flanke von Richard Temena Tekeng landete an Freund und Feind vorbei zum 3:0 im Gästetor.

SV Staufenberg - FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen 1:1 (0:1): Acht Gelbe Karten und zwei Zeitstrafen teilten sich beide Teams gleichmäßig auf. Gleich zu Beginn bot sich Daniel Stein die Chance, die Heimelf nach vorne zu schießen. Die FSG tauchte nach einer halben Stunde durch Sean Lous Reiprich erstmals gefährlich vorm Tor auf, der es aber versäumte, sich mit dem Torerfolg zu belohnen. In der vierten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Gästespieler Felix Brand schließlich der Führungstreffer. Mit Beginn der zweiten Halbzeit drängten die Staufenberger auf den Ausgleich, der ihnen durch Cengiz Oktay, der per Freistoß traf, auch gelang (63.). Im weiteren Verlauf verpassten Nico Sitte und Besim Yüsün, der den Pfosten des Gästetores traf, den Siegtreffer für die Heimelf.

FSG Biebertal II - FSV Fernwald II 0:1 (0:1): Nach nur 65 Sekunden köpfte Nils Schäfer eine Ecke zur Gästeführung über die FSG-Torlinie. In dem umkämpften Match bot sich Martin Klauke eine weitere Gästechance (17.). Aber auch die Biebertaler kamen durch Yannick Wagner, dessen Distanzschuss von FSV-Keeper Tim Balser aus dem Winkel gefischt wurde, zu einer guten Möglichkeit (28.), ehe FSG-Verteidiger Benjamin Failing in höchster Not für seinen bereits geschlagenen Torwart klärte (40.). Im zweiten Durchgang vergab René Willershausen eine vielversprechende Möglichkeit für die Heimelf (53.), bevor FSG-Keeper Tom Rustler einen gefährlichen Fernschuss entschärfte und bei der folgenden Ecke im Glück war, als die Querlatte für ihn rettete.

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