1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Viel Aufwand, wenig Ertrag

Erstellt: Aktualisiert:

gispor050222-ecbadneuhei_4c
Kein guter Abend für Felix Bick: Gleich vier Gegentreffer muss der Goalie des EC Bad Nauheim im Derby bei den Kassel Huskies einstecken. © Scheiber/Hübner

Kassel. Die im bisherigen Saisonverlauf fast schon sprichwörtliche Effektivität scheint dem EC Bad Nauheim auf der Zielgerade der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga 2 verloren zu gehen. Am Donnerstagabend unterlagen die »Roten Teufel« im Hessenderby bei den Kassel Huskies mit 1:4 (0:0, 1:2, 0:2), gingen damit bereits zum vierten Mal hintereinander als Verlierer vom Eis und konnten vor allem ihre optische Überlegenheit nicht in Treffer ummünzen.

»Wir haben heute gezeigt bekommen, was es heißt, einen richtigen Willen aufs Eis zu bringen. Kassel wollte einfach mehr als meine Spieler«, ärgerte sich EC-Headcoach Harry Lange nach der Partie, die für die Gäste gut begonnen hatte.

Für die Teams war das erste Drittel aufgrund der zahlreichen Ausfälle eher ein Suchen nach der richtigen Formation, wobei die Badestädter wieder mit Kevin Schmidt und Huba Sekesi in der Abwehr zunächst die größeren Spielanteile hatten. Trotz eines Schussverhältnisses von 14:9 und den besseren Chancen mussten sich die Schützlinge von Harry Lange nach torlosen 20 Minuten in die erste Pause verabschieden.

Im zweiten Durchgang blieb Bad Nauheim spielbestimmend und erzielte in der 29. Spielminute auch folgerichtig die Führung. Einen Schuss von Mick Köhler konnte Huskies-Goalie Gerald Kuhn nur abprallen lassen. Stefan Reiter war erfolgreich zur Stelle. Doch genau drei Minuten später stellte Lukas Laub nach Zuspiel von Oliver Granz den Ausgleich her. Dieselbe Spieler-Kombination - allerdings diesmal mit Torschütze Granz - brachte das 2:1 für die Nordhessen, die damit innerhalb kürzester Zeit eiskalt zugeschlagen hatten.

Das vorentscheidende dritte Tor fiel dann im Schlussabschnitt wiederum durch Lukas Laub, der mit seiner Leistung an diesem Abend zum Matchwinner für die Gastgeber wurde. Bad Nauheim hatte dann noch dreimal Überzahlsituationen (zeitweise sogar eine 6:4-Überzahl), doch trotz klarer Einschuss-Möglichkeiten blieb Gerald Kuhn im Kassel-Gehäuse der Mann, der die Nerven behielt und auch in brenzligen Situationen die EC-Stürmer schier zur Verzweiflung brachte. Als EC-Trainer Lange seine letzte Trumpfkarte zog und Torwart Felix Bick für einen weiteren Feldspieler vom Eis holte, gelang Brett Cameron für die Nordhessen der 4:1-Enstand mit einem Empty-Net-Goal.

Nach der kurzen Rückfahrt von Kassel begann für die EC-Spieler praktisch mit der schnellen Regeneration bereits die Vorbereitung auf die nächste Partie, denn aufgrund des umgebauten Spielplans geht es für die Badestädter derzeit Schlag auf Schlag. Am Samstag um 19.30 Uhr erwartet die Mannschaft die nächste Aufgabe. Im fünften Spiel innerhalb von neun Tagen treffen die Bad Nauheimer auf die Bayreuth Tigers, deren Ziel bei acht Punkten Rückstand auf den EV Landshut die Vermeidung der Playdown-Serie ist.

EC-Trainer Harry Lange hat dagegen ganz andere Sorgen. »Nach vier Niederlagen müssen wir wieder in die Spur kommen«, fordert der Coach jetzt wieder mehr Willen und Einsatzbereitschaft von seiner Mannschaft. Die Forderung des Coachs wird den »Roten Teufeln« auf dem Eis allerdings alles abverlangen, denn mit ihrem überraschenden 7:3-Erfolg am Donnerstagabend gegen den Rangzweiten Ravensburg haben die Tigers unter ihrem neuen Trainer Robin Farkas gezeigt, dass sie in der Schlussphase der Hauptrunde noch einmal alle Kräfte mobilisieren wollen.

Auch interessant