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Viele Glücksfälle für Bender Baskets

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Feiert für die Bender Baskets ein mehr als sehenswertes Comeback: Nina Horvath (l.) lässt die Bochumerin Keylyn Filewich stehen. Foto: Vogler © Vogler

Gießen (sks). Sieg für die Bender Baskets Grünberg gegen VfL Bochum: 76:68 (41:48) hieß es am Sonntag für die Zweitliga-Basketballerinnen, die dem Tabellenführer damit die erste Saisonniederlage einschenkten. Dieser Außenseitersieg sorgte für viel Freude in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule: »Für viele mag dieser Sieg überraschend sein. Aber für mich ist das nicht so.

Es war klar: Wenn wir unsere Sachen richtigmachen, werden wir auch gewinnen können«, freute sich Headcoach René Spandauw über den vierten Sieg im achten Spiel.

B. B. Grünberg - VfL Bochum 76:68

Dabei sah der Coach noch an beiden Enden des Parketts Verbesserungsansätze. In Halbzeit eins betraf dies vor allem die Defensive. »Das war zu wenig«, befand Spandauw. 48 Gegenpunkte sind negativer Saisonrekord für die Grünbergerinnen in dieser Spielzeit. Entscheidend war aber, dass die Halbzeitansprache fruchtete. Nach dem Seitenwechsel ließ man nur noch 20 Punkte zu. »Das war der Schüssel zum Sieg.« Bochums Härte und Robustheit am Brett wurden mit jeder Spielminute besser gematcht. »So haben wir sie aus dem Spiel genommen.«

Glücklich war, dass Olivia Nash mitwirken konnte. Hinter dem Einsatz der Centerspielerin hatte vor der Partie ein Fragezeichen gestanden. Auch die Rückkehr von Nina Horvath war ein echter Gewinn. In nur sechs Minuten Einsatzzeit in der ersten Halbzeit markierte Horvath acht Punkte. Spandauw nahm sie taktisch raus, damit die Körner für den zweiten Abschnitt reichten. »Das hat super funktioniert und war eine glückliche Entscheidung. Aber entscheidend für den Sieg war die Teamleistung«, wie Spandauw exemplarisch an Elisa Drapper veranschaulicht. Im dritten Viertel kam die Flügelspielerin kurz für Horvath aufs Parkett und streute fast mit der Sirene einen Dreier ein.

Der VfL wankt, Baskets mit Mut

Während einer kritischen Spielphase lagen die Grünbergerinnen zwischenzeitlich zweistellig zurück. »Viele Leute dachten, das war’s«, so Spandauw. Grünberg kämpfte sich aber furios zurück und brachte Bochum damit ins Wanken. Immer häufiger verstrickte sich der Tabellenführer in Einzelsituationen, forcierte und verlor so den Rhythmus. »Es war ein hartes, ruppiges Spiel. Bochum hat nicht gut auf das Ergebnis reagiert.« Während der Mut der Grünbergerinnen immer größer wurde, wuchs beim Ruhrpott-Team die Anspannung. So geriet es zu einem weiteren Glücksfall, dass Spandauw offensiv noch Luft nach oben sah. »Das war zu statisch und nicht gut ausgeführt. Aber das Tolle ist, dass wir uns das jetzt aufheben können.« Für die weiteren Partien und auch für das Rückspiel beim VfL.

B. B. Grünberg: C. Horvath (19), N. Horvath (11), Römer, Meinhart (15), Poelstra (6), Weinand (4), Seegräber (4), Dapper (3), Villwock, Nash (14).

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