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Viele Lacher, aber auch viel Corona

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Gießen. Langsam, aber sicher rückt der März und damit die Fortsetzung der Amateurfußball-Runde näher. Was auch daran zu erkennen ist, dass in dieser Woche die Restrunden-Besprechungen in den heimischen Fußball-Ligen stattgefunden haben. Bereits am Montagabend hatte Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr die Vereine der Kreisoberliga Süd zur Online-Besprechung geladen.

In nicht einmal einer Stunde waren alle Themen bereits besprochen.

Emotional wurde es direkt zu Beginn als Mohr Hans-Peter Wingefeld in der Runde begrüßte, der seiner Tätigkeit nach einer schweren Erkrankung seit Oktober nicht mehr nachgehen konnte. Der Klassenleiter der Kreisoberliga bedankte sich in emotionalen Worten für die Unterstützung seiner Familie, die ihm eine große Stütze war und ist, dankte zudem aber auch für die vielen Genesungswünsche der heimischen Fußballvereine, die in den letzten Wochen und Monaten bei ihm eingegangen waren. Dass Wingefeld, der sein Amt nach Möglichkeit zur neuen Saison wieder aufnehmen möchte, sich auch wieder im Kreise der Fußball-Familie tummeln konnte, freute alle Anwesenden immens. Seinen Humor hat er trotz der schweren Zeit zudem nicht verloren. »Ich habe bislang 16 Kilo abgenommen, aber ich war ja auch dick genug«, so Wingefeld gewohnt trocken und hatte die Lacher damit auf seiner Seite.

Viele Heim- oder Auswärtsspiele in Folge möglich

Mohr wies im Anschluss auf Änderungen der Corona-Bestimmungen hin. So ist es auch Ungeimpften mittlerweile wieder erlaubt, an Fußballspielen teilzunehmen. Die Nutzung der Sportheime, der Duschen oder das Anschauen anderer Spiele als Zuschauer ist ihnen ob der 2Gplus-Regelungen aber weiterhin untersagt. Zudem wies der Kreisfußballwart darauf hin, dass es in diesem Jahr besonders schwer war, die Spielpläne zu gestalten, da die verschiedenen Ligen zum Teil mit unterschiedlichen Spiel-Modi agieren.

»Ziel war es, nach Möglichkeit Spiele der ersten und zweiten Mannschaften aneinander zu legen. Dadurch kam es dazu, dass manche Teams auch mal zwei, drei Heim- oder Auswärtsspiele in Folge haben. Das ließ sich aber leider nicht verhindern«, führte Mohr aus. Für die Anfrage mancher Vereinsvertreter, den letzten Spieltag vom Sonntag einheitlich auf den Samstag vorzuverlegen, wurde keine einstimmige Mehrheit gefunden. Sollten Spiele bis dahin nicht mehr relevant für den Auf- oder Abstieg sein, könnten Partien kurzfristig aber noch vorgezogen werden.

Gründonnerstag und Ostermontag wurden in der Kreisoberliga Süd nicht als Spieltage belegt - auch um Puffer zu haben, sollte die Corona-Pandemie doch für Absagen von Spieltagen sorgen. »Ich gehe zwar davon aus, dass es nicht dazu kommt, aber für den Fall der Fälle wären wir damit gewappnet. Zudem wäre es möglich, die Saison noch bis in die ersten Juni-Wochen hinein zu verlängern, falls die Notwendigkeit bestünde«, betonte Mohr auf Nachfrage.

75. Geburtstag: Pokal-Endspiel in Lang-Göns

Der Rest der Sitzung wurde dann hauptsächlich für die Terminierung der Partien der Meister- beziehungsweise der Abstiegsrunde verwandt. Abschließend bot HFV-Vereinsservice-Assistent Mario Bröder den Clubs seine Hilfe an, Kreisschiedsrichter-Obmann Andreas Reuter warb bei den Vereinen zudem noch um Interessierte für den Schiedsrichter-Neulingslehrgang, der am 21. Februar beginnt. Kreisfußballwart Mohr gab zudem bekannt, dass der Endspieltag des laufenden Gießener SWG-Pokal-Wettbewerbs am 6. Juni (Pfingstmontag) auf dem Vereinsgelände des TSV Lang-Göns, der in diesem Jahr das 75-jährige Jubiläum seiner Fußballabteilung feiert, stattfindet.

Nach der Restrundenbesprechung der Kreisoberliga Süd fanden am Montag und Dienstag auch noch die der Kreisliga A Gießen, der B-Ligen sowie der Reserverunde statt. Alle liefen ebenso zügig wie harmonisch ab, weshalb der Gießener Kreisfußballwart auch ein positives Fazit der bisherigen Runde zieht und optimistisch in die nähere Zukunft blickt. »Ich habe mich bei allen Vereinen für die Bereitschaft bedankt, unseren Ideen zu folgen und voll mitzuziehen. Mit dem bisherigen Verlauf der Saison herrscht wirklich Zufriedenheit, durch die spannenden Spiele in Auf- und Abstiegsrunde besteht die Hoffnung auf hohe Zuschauerzahlen. Deshalb ist die Vorfreude auf die Restrunde beim Kreisfußballausschuss, bei den Vereinen und bei mir persönlich groß«, fuhr Mohr aus und ergänzte noch: »Wie es dann in der nächsten Saison weitergeht, werden wir zu gegebener Zeit besprechen, in die Entscheidungsfindung aber wie gewohnt die Clubs voll mit einbinden. Eine gute Kommunikation ist einfach enorm wichtig.«

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