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Viele Sorgen, aber trotzdem zwei Punkte

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Wetzlar (aj) Noch läuft es für den amtierenden deutschen RBBL-Meister RSV Lahn-Dill im neuen Sportjahr alles andere als rund. Zwar haben die Wetzlarer auch im zweiten Pflichtspiel 2023 einen knappen und nicht unverdienten 81:73-Arbeitssieg bei den Trier Dolphins eingefahren, doch noch fehlt dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer die Intensität, das Glück im Spiel und die gewohnte Souveränität.

Dolphins Trier - RSV Lahn-Dill 73:81

So auch am vergangenen Samstagabend: Einem souveränen Start des RSV folgte dabei eine fast schon als lethargisch zu bezeichnende Phase, die das Spiel an einen gefährlichen Wendepunkt brachte. Hinzu kam, dass das Trainergespann Janet Zeltinger und Günther Mayer aus gesundheitlichen Gründen auch weiterhin auf Jannik Blair und ab der 25. Spielminuten zusätzlich auf den bis dahin starken Reo Fujimoto verzichten musste. Der Japaner erlitt bei einer Karambolage einen Achsbruch an seinem Sportgerät, der während der Partie nicht mehr zu beheben war.

Dabei starteten die Gäste stark in die Partie, führten nach zwei frühen Dreiern von Thomas Böhme und Simon Brown mit 8:6 (3.), Nach dem 12:14 (7.) durch Triers Walter Vlaanderen nahm dann der RSV-Express zunächst richtig Fahrt auf, stand in der Defensive sicher und agierte in der Offensive hochprozentig treffend. So war es erneut Böhme, der den nächsten Wurf von jenseits der 6,75m-Markierung in die Dolphins-Reuse zum 25:16 (10.) einschweben ließ. Center Matthias Güntner und Ghazian Choudhry schraubten das Ergebnis Mitte des zweiten Viertels gar bis auf 39:24 (17.), ehe es zu einem unerklärlichen Bruch im RSV-Spiel kam.

Dieser wirkte sich auf die Konzentration im Abschluss ebenso aus, wie auf die Intensität im eigentlichen Prunkstück der Lahn-Diller: der Verteidigung. Bis zur Pause kassierte der RSV zunächst einen 0:8-Lauf, gefolgt von einem weiteren 5:14-Einbruch. Am Ende des dritten Viertels hatten die Gastgeber nicht nur den 58:58-Ausgleich erwirkt, sondern dem RSV Lahn-Dill binnen eines Spielviertels 26 Zähler eingeschenkt.

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts folgte sogar die 60:58-Führung (31.) für die Hausherren. Rechtzeitig wachte der Favorit aber auf, konterte binnen zwei Minuten zum 66:60 (33.). Und nach dem 73:66 (36.) durch Tommy Böhme wurde die Partie dann richtig hitzig. Zunächst hatte RSV-Forward Quinten Zantinge ein unsportliches Foul kassiert, ehe zwei Minuten später das fünfte Foul gegen Dolphins-Topscorer Dirk Passiwan sowie gleich zwei technische Fouls gegen die Trierer Bank und Coach Andreas Ebertz zur Folge hatte. Zantinge und Güntner nutzen ihre Chance von der Freiwurflinie eiskalt, zwei weitere Feldkörbe von Hollermann und Böhme sorgten für einen am Ende verdienten Erfolg der Gäste, der aber unnötig eng ausfiel.

Vor dem Spitzenspiel am Mittwoch in der Buderus Arena gegen Hannover hat der Titelverteidiger noch Luft nach oben, will er auch weiterhin ungeschlagen die Tabellenspitze behalten. »Trier hat uns sehr gut attackiert, damit sind wir teilweise nicht gut zurechtgekommen. Doch am Ende haben wir das Heft wieder in die Hand genommen«, so Cheftrainerin Janet Zeltinger nach der Partie kritisch.

RSV Lahn-Dill: Böhme (32), Güntner (22), Fujimoto (10), Hollermann (8), Zantinge (4), Brown (3), Choudhry (2), Beissert, Weiß, Blair, Mizan.

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