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Viele, viele Ausfälle

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Der passt: Ian Weber vom TV Hüttenberg hat Maß genommen und trifft. Das ist auch gegen Lübbecke gefragt. Foto: Bär © Bär

Hüttenberg. Ein Aus in der zweiten Runde des DHB-Pokals ist per se schon ärgerlich. Vor allem jedoch dann, wenn man den anschließenden Heimweg nicht nur mit einer Niederlage, sondern zugleich auch mit zwei verletzten Spielern an Bord antreten muss. So geschehen beim TV Hüttenberg, der am Mittwochabend nach dem 26:31 bei der SG BBM Bietigheim seine Achtelfinalhoffnungen begraben musste und zudem mit Personalsorgen in das anstehende Zweitliga-Duell am Samstagabend (Anwurf:

19.30 Uhr) gegen den TuS N-Lübbecke gehen wird.

TV Hüttenberg - N-Lübbecke (Sa., 19.30 Uhr)

Paul Kompenhans und Joel Ribeiro sind beim Pokal-Aus mit Gegnerkontakt umgeknickt und haben sich dabei vermutlich Verletzungen am Sprunggelenk oder am Mittelfuß zugezogen. »Wir haben noch keine genaue Diagnose, die Jungs fallen aber am Samstag wahrscheinlich beide aus«, so TVH-Trainer Johannes Wohlrab, der damit neben dem langzeitverletzten Kapitän Timm Schneider und dem weiterhin an Knieproblemen laborierenden Hendrik Schreiber vermutlich mindestens vier Ausfälle zu beklagen haben wird - wenn nicht noch mehr dazukommen. »Jannik Hofmann und Moritz Zörb konnten in Bietigheim nicht spielen, weil sie sich eine Grippe eingefangen hatten, das war schon vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft, mit der wir umgehen mussten. Wir werden wohl erst kurzfristig entscheiden können, ob sie spielen«, so Wohlrab.

Der Personaladerlass war mitverantwortlich dafür, dass das Zweitrunden-Match in der Halle am Viadukt am Ende eine eindeutige Angelegenheit wurde, wenngleich sich die Hüttenberger nach knapp 40 Minuten noch einmal auf 18:18 herangekämpft hatten. »Wenn man die ganzen Ausfälle in Rechnung stellt, dann muss man sagen, dass wir es eigentlich noch gut gemacht haben. Die Jungs haben definitiv gefightet«, lobt der Hüttenberger Coach, der jedoch abermals die Chancenverwertung seines Teams kritisierte.

Unabhängig davon, ob Hofmann und Zörb noch rechtzeitig fit werden, fest steht: Gegen N-Lübbecke werden Wohlrab und die Seinen zum Improvisieren gezwungen sein. Mit Ribeiro, Schreiber, Kompenhans und Schneider fällt der halbe Rückraum der Blau-Weiß-Roten aus. »Wir werden uns sowohl im Angriff als auch in der Abwehr etwas einfallen lassen müssen und taktisch umstellen. Das Momentum ist da nicht gerade auf unserer Seite«, so Wohlrab, der jedoch nicht Wohlrab wäre, würde er nicht sogleich trotzig hinterherschicken: »Aber die Situation wird angenommen, wie sie ist. Es nutzt nichts, jetzt zu jammern.«

Vor allem dann nicht, wenn der »Topfavorit auf den Aufstieg« (Wohlrab) zu Gast im Sportzentrum ist. Nettelstedt, am Ende der vergangenen Spielzeit als Letzter aus der Bundesliga abgestiegen, hat nach sechs Spieltagen zwar bereits zwei Niederlagen zu verdauen gehabt, hat jedoch noch immer einen mit viel Qualität gespickten Kader: Im Rückraum ziehen Benas Petreikis, Luka Mrakovcic, Sven Wesseling und Jo Gerrit Genz die Fäden, auf Außen wirbeln Tom Skroblien und der Ex-Leipziger Peter Strosack und im Tor versucht der langjährige Erlangener Torwart-Oldie Nikolas Katsigiannis seinen Kasten zu vernageln. »Wir versuchen, wie auch schon gegen Balingen (knappe 26:27-Niederlage, Anm. d. Red.) das Spiel so lange wie möglich offen zu halten. Es soll in unserer Halle brutal schwer für den Gegner werden, Punkte zu holen«, erklärt Wohlrab trotz der angespannten Personalsituation kämpferisch.

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