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Volles Wartezimmer

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Waldgirmes (rma). »Verarztet« Fußball-Hessenligist SC Waldgirmes am Samstag (15 Uhr) im Heimspiel der Aufstiegsrunde mit der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz den nächsten Patienten? Mit 3:2 besiegten die Lahnauer im ersten Aufstiegsrunden-Heimspiel die hoch gehandelten Eintracht Stadtallendorf. Gegen den zweiten Topfavoriten Fulda-Lehnerz, der am Samstag im Wartezimmer sitzt, soll es nun heißen:

»Der Nächste, bitte!«.

SC Waldgirmes - SG FD-Lehnerz (Sa., 15 Uhr)

Dafür spricht, dass die 0:3-Auswärtsniederlage beim FC Erlensee abgehakt ist. Dafür spricht auch, dass mit den Osthessen wieder ein Gegner aufkreuzt, der reichlich Spielanteile samt der klaren Favoritenrolle beansprucht. Und dafür spricht ebenfalls, dass die SG unbedingt gewinnen muss, während es sich der SCW in der Rolle des Underdogs bequem macht. »Fulda-Lehnerz hat sich den Verlauf der Aufstiegsrunde sicher ganz anders vorgestellt«, sind dem Waldgirmeser Trainer Mario Schappert die 1:2-Niederlage der SG in Dreieich und das torlose Remis gegen Eddersheim nicht entgangen. »Wir stellen uns trotzdem auf einen Gegner mit extrem hoher Qualität ein, gegen den wir wirklich alles abrufen müssen, was in uns steckt«, ahnt Schappert.

Schappert mag es nicht, wenn seine Mannschaft nur auf ihre läuferischen und kämpferischen Qualitäten reduziert wird. »Dafür haben wir uns auch fußballerisch zu sehr entwickelt. Bei aller Kompaktheit, die wir gegen Fulda-Lehnerz brauchen, wollen wir auch gut und mutig Fußball spielen«, wünscht sich der SCW-Trainer. Die SG Barockstadt entstand vor etwas mehr als vier Jahren. Sie zieht auswärts wie zuhause die meisten Fans der Klasse an. Sedat Gören fungiert in der vierten Saison als Chefcoach.

Der 50-Jährige schätzt den SC Waldgirmes über alle Maßen, weiß aber auch, dass seine Jungs selbst ohne den möglicherweise fehlenden Leon Pomnitz und ohne einige andere personelle Fragezeichen das Zeug haben, in Waldgirmes zu siegen. »Zwei, drei Teams können die Aufstiegsrunde entspannt bestreiten. Für alle anderen, darunter auch wir, ist der Druck doppelt hoch«, gesteht Gören. Die Hoffnung darauf, den sechs Zähler entfernten TSV Stadtallendorf noch abfangen zu können, hat er längst nicht aufgegeben. Wesentlich entspannter kann sein Kollege Mario Schappert die Partie angehen. »Der Druck liegt bei denen«, macht »Schappi« klar. Damit es vor und nach den 90 Minuten in der Lahnaue einmal mehr heißen kann: »Der Nächste, bitte!«

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