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Wahres Feuerwerk

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Den Ball im Griff, die Gegnerinnen im Blick: Die Kleenheimerin Emelie Bachenheimer in Aktion gegen Weiterstadt. Foto: Bär © Bär

Oberkleen . Drittliga-Absteiger HSG Kleenheim-Langgöns hat offenbar so gar keine Eingewöhnungsprobleme in der neuen Spielklasse. Nach dem 22:20-Auftaktsieg bei der TSG Oberursel brannte das Team von Trainer Martin Saul im ersten Heimspiel in der Frauenhandball-Oberliga ein wahres Feuerwerk ab und ließ dem Vorjahresvizemeister HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden am Samstagabend keinerlei Chance.

Am Ende feierten die Kleebachtalerinnen in der heimischen Weidig-Sporthalle einen 32:22 (15:9)-Kantersieg.

HSG Kleenheim-L. - HSG Weiterstadt 32:22

»So stellt sich ein Trainer das vor, das war richtig gut heute. Wir haben einen Moment geschaut, was der Gegner macht und dann unser eigenes Spiel durchgesetzt. Hervorzuheben ist auch, dass wir mit hoher Qualität wechseln konnten. Heute bin ich voll des Lobes für diese Leistung, jetzt kommt der nächste Entwicklungsschritt«, fiel Sauls Fazit wenig überraschend überschwänglich aus.

Zu Beginn bereitete das gute Tempospiel Weiterstadts den Gastgeberinnen noch ein paar Probleme, nach einer guten Viertelstunde war in Oberkleen noch alles offen (6:6, 16.). In den Minuten bis zur Pause spielte Kleenheim-Langgöns aber seine starke Physis aus, deckte zudem aggressiv und zauberte bis zur 28. Minute einen 7:0-Lauf (!) aufs Parkett der Weidig-Sporthalle. Zu diesem Zeitpunkt hatte Nina Eggers zum 13:6 eingeworfen.

Nach dem Pausen-15:9 hielt die Dreier-HSG zu Beginn der zweiten Halbzeit nochmal dagegen und bäumte sich auf, näher als auf 12:17 (36.) kamen die Südhessinnen aber nicht mehr heran. Drei Tore von Elena Schuch, Kira Suchantke und Franziska Dietz sorgten aber nur wenige Minuten später bereits für den 20:12-Zwischenstand und damit praktisch schon für die Entscheidung.

Und obwohl SGK-Trainer Saul fleißig wechselte, war keinerlei Bruch im Spiel seiner Mannschaft zu erkennen. Im Gegenteil: Diese drehte immer weiter an der Temposchraube und zog in der Schlussphase dann immer weiter davon. Der letzte Treffer des Abends gelang Celina Rüspeler zum 32:22-Endstand in der Schlussminute.

»Trotz des Aufbäumens von Weiterstadt in Hälfte zwei haben wir unsere Stärken ausgespielt. Ich muss allerdings auch dem Gegner ein Lob zollen, der sich trotz des hohen Rückstandes nie aufgegeben hat und auch mental in der Lage war, bis zum Schluss Vollgas zu geben«, bedachte Saul im Anschluss auch die unterlegene Mannschaft mit lobenden Worten.

Kleenheim-Langgöns: Bork, Buhlmann - Eggers (3), Lotz, Dietz (5), Bachenheimer (5/3), Schuch (5), Rüspeler (2), Suchantke (2), Manfraß (2), Kleinhenz, Klug, Schäfer (2), Hickel (6/4).

Weiterstadt/B./W.: Manger, Ramp - Januschkowetz (1), Weber, Scholz (2), Susic (3), Krause, Schwarzkopf (3/1), Eilers (4), Wamser, Rosenberg (3/3), Trenado Lopez (1), Beck (5).

Schiedsrichter: Kocak/Schmidt (Schierstein) - Zuschauer: 180 - Zeitstrafen: fünf (Bachenheimer, Schuch, Suchantke, Klug, Hickel) - vier (Schwarzkopf, Eilers, Trenado Lopez, Beck) - Siebenmeter: 8/7 - 5/4.

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