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Waldgirmeser wegweisende Woche

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Mario Schappert will mit seiner Mannschaft die bittere Niederlage vom Wochenende vergessen machen. Foto: Bär © Bär

Waldgirmes (frl). Der SC Waldgirmes steht in der Fußball-Hessenliga vor zwei wegweisenden Derbys, die aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation zusätzliche Brisanz haben. Heute (19 Uhr) geht es zunächst zuhause gegen den Tabellenvorletzten SV RW Hadamar, ehe am Samstag der FSV Fernwald in der Lahnaue gastiert.

SC Waldgirmes - RW Hadamar (Heute 19 Uhr)

Unterhielt man sich in der Sommerpause mit Kennern von Hessens Amateuroberhaus, erwarteten viele nicht zuletzt aufgrund der Mindestabsteigerzahl von sechs Mannschaften eine hoch spannende Saison und einige Überraschungen. Sieben Spieltage später sind zwar noch viele Punkte zu vergeben, erste Trends lassen sich aber bereits jetzt erkennen. So trennen die letzten neun in der Tabelle gerade fünf Punkte. Mit Hadamar, Erlensee und Alzenau stehen zudem Mannschaften auf Abstiegsplätzen, die eher in vorderen Tabellenregionen verortet wurden.

Sicher eine Momentaufnahme, trotzdem nimmt der Ergebnisdruck bei den betroffenen Teams erfahrungsgemäß mit jedem weiteren sieglosen Spiel zu. Während die acht Punkte des SCW noch halbwegs okay erscheinen, bleiben die Fürstenstädter mit erst vier Zählern auf der Habenseite doch ein ganzes Stück hinter den Erwartungen zurück. Sowohl RW-Trainer Stefan Kühne als auch SC-Kollege Mario Schappert sind mit den bisherigen Leistungen ihrer Teams dabei nicht einmal unzufrieden. »Wir spielen zwar gut mit, stehen nach dem Abpfiff aber meist mit leeren Händen da. Vorne vergeigen wir wie zuletzt in Eddersheim Großchancen, hinten kassieren wir teils saudumme Gegentore«, stellt Kühne fest. Der 42-Jährige verlangt von seinem Team daher ein Ende der Schönspielerei und setzt auf die Mentalitätsspieler, die den Abstiegskampf annehmen. Eigentlich wollten die Rot-Weißen personell nochmals nachlegen, bisher stehen die Verstärkungen aber (noch) aus. »Da rufen Spieler Summen auf, die in den heutigen schwierigen Zeiten schon abenteuerlich sind«, deutet Kühne eine der Ursachen an.

Die Elf von Mario Schappert hätte am vergangenen Sonntag ihr Punktekonto auf elf ausbauen können, stand in Griesheim aber bekanntlich nach einem Drei-Tore-Vorsprung und zwei späten Gegentoren am Ende mit leeren Händen da. »So etwas passiert. Zwar selten, ich habe es aber als Spieler auch schon erlebt. Es ist müßig, jetzt lange nach Gründen zu suchen. Wir haben die Partie kurz besprochen, dann aber abgehakt. Die Jungs haben am Montag im Training wieder Vollgas gegeben und brennen darauf, die bittere Niederlage am Mittwoch mit einer starken Leistung und möglichst einem Sieg vergessen zu lassen«", stellt Schappert fest. Am Griesheimer Hegelsberg wurde allerdings erneut deutlich, dass seine Elf oft dann Probleme bekommt, wenn der Gegner mit schnellen und wendigen Stürmern den Weg nach vorne sucht und die SC-Defensive dem hohen Tempo folgen muss. Bei den Lahnauern rückt Claudius Fürstenau wieder in den Kader rückt.

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