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»Warum sind wir so hektisch geworden?«

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Erlensee. Im zweiten Spiel der Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga musste der SC Waldgirmes seine erste Niederlage hinnehmen. Beim 1. FC Erlensee unterlagen die Lahnauer nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte noch mit 0:3 (0:0).

Eine gute Stunde hatte wenig auf die am Ende ebenso verdiente wie deutliche Niederlage der Schappert-Elf hingedeutet. Mit großem Laufpensum stellten die Gäste geschickt die Räume zu und attackierten ihren Gegner früh und aggressiv. Im Spiel nach vorne fehlte es aber meist an Ideen und Durchschlagskraft. Die Gastgeber wussten um die Stärken ihres Kontrahenten und doppelten den oftmals als Anspielstation gesuchten Natnael Tega, dazu nahmen sie Lucas Hartmann und auch Barboros Koyuncu fast komplett aus dem Spiel. Der Spielmacher hatte ebenso wie Max Schneider scheinbar auf das falsche Schuhwerk gesetzt und daher mit dem Naturrasen mehr Mühe als ihm lieb war.

Symptomatisch dafür eine Szene aus der 32. Spielminute, als Koyuncu bei einem Freistoß aus guter Position wegrutschte und das Spielgerät daher weit am Tor vorbeiflog.

»Eine gute Stunde lief nach vorne zwar wenig, ansonsten aber eigentlich alles nach Plan. Wir wussten um die schnellen Stürmer des Gegners und wollten die daher erst gar nicht in Kontersituationen kommen lassen«, war SC-Trainer Mario Schappert mit der torlosen ersten Halbzeit nicht unzufrieden.

1. FC Erlensee - SC Waldgirmes 3:0

Der neue Tabellenzweite brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden und hatte bis zum Pausentee zweimal die Führung auf dem Fuß. Marcel Mohn verstolperte die schon früh freistehend wenige Meter vor dem SC-Gehäuse (10.), eine halbe Stunde später klärte SC-Schlussmann Maik Buss stark gegen den alleine vor ihm auftauchenden Dorian Ahouandjinou (41.).

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Gastgeber zunehmend die Spielregie, benötigten aber einen individuellen Fehler ihres Gegners, um in Führung zu gehen. Marcel Mohn setzte nach einem Rückpass von Oliver Schmidt gegen Maik Buss nach, der sich das Spielgerät abluchsen ließ und nur noch zuschauen konnte, wie Mohn zur Freude der zahlreichen Erlenseer Anhänger den Ball ins leere Tor schob (64.). »Wir haben nach der Pause deutlich mehr PS auf den Platz gebracht. Unser erstes Tor war ein Tor des Willens und hat uns auf die Siegstraße geführt«, analysierte FCE-Trainer Jochen Breideband. Das 2:0 gelang Tobias Meub, der nach einem der zahlreichen Eckbälle den vor ihm stehenden Oliver Schmidt mit beiden Händen ungeahndet zur Seite schob und zur Vorentscheidung einköpfte (74.). »Ein klareres Foul gibt es nicht«, schimpfte der spielende Co-Trainer des SC nach Spielende.

Zwar schnupperten die Gäste durch Koyuncu am Ehrentreffer (78., 82.), das letzte Tor des Tages machten aber erneut die Hausherren. Der eingewechselte Torjäger Sebastian Wagner schlug eine Flanke scharf nach innen, die Ahouandjinou zum Endstand ins Tor wuchtete (87.). »Ich kann nicht nachvollziehen, warum wir nach dem Rückstand so hektisch geworden sind und unsere Ordnung verloren haben«, schimpfte Schappert .

Erlensee: Westenberger - Hixt (80. Spindler), Harmann, Meub, Fischer - Wörner - Koloczek (46. Damm), Mohn, Lüdke, Niegisch (60. Wagner) - Ahouandjinou.

Waldgirmes: Buss - Cinemre (80. Fürbeth), Fries, Schmidt, Enobore - Schneider, Golafra - Koyuncu, Stephan (67. Fürstenau), Hartmann - Tega.

Schiedsrichter: Werner (Bauschheim) - Zuschauer: 280 - Tore: 1:0 Mohn (64.), 2:0 Meub (74.), 3:0 Ahouandjinou (87.).

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