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Was für eine Abwehr!

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Rabenau-Londorf. Die HSG Lumdatal hat in der Dritten Frauenhandball-Liga eine großartige Reaktion auf die schwache Derbyleistung des vergangenen Wochenendes gezeigt und am Samstagabend den dritten Saisonsieg gefeiert.

HSG Lumdatal- HSG Rodgau 24:16

Dank einer überragenden ersten Halbzeit behielt das Team von Trainer Marcel Köhler gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 24:16 (14:7) die Oberhand und verdarb Gästecoach Ergün Sahin damit die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. »Ich bin natürlich sehr zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben das Spiel definitiv in der Abwehr gewonnen. Da haben wir über 60 Minuten super gestanden, haben aggressiv verteidigt, die Rückraumschützinnen früh angenommen und uns immer wieder geholfen. Probleme hatten wir in Halbzeit zwei dann mit der offensiven Deckung, haben später aber wieder gute Lösungen gefunden«, freute sich Lumdatals Trainer.

Von Beginn an war den Gastgeberinnen anzumerken, dass sie den schlechten Eindruck aus der Partie in Oberkleen unbedingt vergessen machen wollten. Lediglich beim 1:0 (2.) führten die Südhessen, nach dem 2:2 nahm die Köhler-Sieben so richtig Fahrt auf.

Gestützt auf eine bärenstarke Deckung und eine gute Torhüterleistung erarbeitete sich Lumdatal offensiv geduldig Chancen, die hochprozentig genutzt wurden. Nach dem 4:3 (10.) setzten sich die Mittelhessinnen zunächst auf 7:3 (14., Selina Sauer), nach einem Treffer von Rechtsaußen Doreen Schlapp sechs Minuten später schon auf 10:4 ab. Wenig später betrug der Vorsprung sogar sieben Treffer, wie auch beim 14:7-Pausenstand, den Nina Hasenkamp von der Siebenmeterlinie herstellte.

Apropos Siebenmeter: Hatte die HSG in der Vorwoche noch vier von sechs Versuchen ausgelassen, landeten diesmal alles fünf Würfe in den Maschen. Ein weiteres Indiz für den völlig anderen Auftritt der Köhler-Truppe.

Diese schien nach zwei weiteren schnellen Toren (16:7, 33.) einem ungefährdeten Heimsieg entgegenzusteuern, doch urplötzlich kam Sand ins Getriebe. Gegen die offensive Abwehrvariante der Gäste erlaubte sich die HSG doch einige Fehler, und so kam Rodgau/Nieder-Roden zunächst von 11:18 (42.) auf 14:18 (45.), nach 48 Minuten gar auf 16:19 heran. Wer weiß, ob die Nerven der Lumdatalerinnen gehalten hätten, wäre der Sahin-Truppe während der nächsten vier torlosen Minuten der Anschluss gelungen.

Doch so sorgte das 20:16 von Selina Sauer (52.) vorerst für Beruhigung und das 21:16 von Kreisläuferin Franziska Müller dann endgültig. Kurioserweise gelang den Südhessinnen in den letzten Minuten sogar kein einziger Treffer mehr, sodass Schlapp mit drei Treffern am Stück sogar noch für den überdeutlichen 24:16-Heimerfolg sorgte.

»Sicherlich haben Rodgau auch zwei wichtige Spielerinnen gefehlt, sie haben aber immer noch sehr gute Individualistinnen, weshalb man diese Mannschaft trotzdem erstmal schlagen muss. Vielleicht ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen, verdient ist er aber definitiv«, resümierte Köhler.

Lumdatal: Schütz, Olemotz - Sauer (5/3), Schlapp (7), Franziska Müller (2), Mohr, Schneider (2), Schwabauer (3), Hasenkamp (2/2), Madeleine Müller (1), Parma, Bulling (1), Smajek (1), Fuhrländer.

Rodgau/Nieder-Roden: Narnack, Aassou - Burgard, Krüger, Laura Keller (1), Statzner (3), Gotta (2/1), Draheim, Katharina Keller (2), Rajic, Geis (3), Mertens (1), Göbel (3), Adanir (1/1).

Schiedsrichter: Steinebach/Schürhoff (Olpe). - Zuschauer: 96. - Zeitstrafen: zwei (Schneider, Madeleine Müller) - eine (Adanir). - Siebenmeter: 5/5 - 3/2.

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