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Weiße Weste wahren

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Von: Thomas Suer

Gießen (tsu). Der FC Gießen hat in der Fußball-Hessenliga Gegner, die er gut kennt. Eintracht Stadtallendorf ist zu nennen, denn seit der Gründung des FCG 2018 trafen beide Clubs dreimal in der Liga und zweimal im Hessenpokal aufeinander. Zumeist mit dem besseren Ende für die Rot-Weißen, die drei der Duelle für sich entscheiden konnten, darunter auch am vergangenen Samstag im Herrenwaldstadion mit 2:

1. Und dann gibt es selbstredend Gegner, mit denen man weniger Erfahrungen gesammelt hat.

FC Gießen - 1. FC Erlensee (Heute, 14 Uhr)

Dazu zählt der 1. FC Erlensee, den der Tabellenführer heute (Anstoß 14 Uhr) im Waldstadion empfängt. Die bisher einzige Partie hatte es aber durchaus in sich. Im Dezember 2021 schlug die Truppe aus dem Main-Kinzig-Kreis den damaligen Regionalligisten Gießen im Achtelfinale des Hessenpokals glatt mit 3:0. »Da haben wir nach 20 Minuten wenig hingekriegt, sind aber auch gerade aus einer Corona-Pause gekommen«, blickt Trainer Daniyel Cimen zurück. Ein eindrucksvoller Erfolg war es trotzdem für die Erlenseer, der sich durchaus auf auch auf die Meisterschaft 2021/22 übertragen ließ, die sie in der Aufstiegsrunde auf einem hervorragenden fünften Platz abschlossen.

Ungleich schwerer tun sich die Schwarz-Weißen in dieser Spielzeit, in der sie bis dato mit erst 15 Zählern nur den drittletzten Rang belegen. Die Mannschaft von Daniyel Cimen, seit Mitte August ungeschlagen, die jüngsten acht Partien am Stück gewonnen hat und zu Hause mit der optimalen Ausbeute, geht also als klarer Favorit in die 90 Minuten. Dem Coach gelingt es, bei seinen Schützlingen immer wieder die Sinne zu schärfen, um jedes Spiel seriös und ohne Nachlässigkeiten zu bestreiten. »Das Team ist fast immer auf den Punkt da, das schätze ich sehr«, sagt Cimen. Heute könnte dazu der Hinweis auf das 4:1 von Erlensee über den SV Steinbach in der Vorwoche und das 1:1-Remis beim formstarken FC Hanau hilfreich sein. Dabei belässt es Cimen jedoch nicht: »Erleensee ist ein wirklich unangehnehmer Gegner, aus meiner Sicht stehen sie nicht ganz zurecht da unten. Sie hatten einige Spiele, die sie nicht verlieren durften. Das sieht man auch am Torverhältnis, da haben sie von allen Mannschaften im Keller das beste.« Egal, wie das Ergebnis auch ausfallen wird, ist sicher, dass der FCG angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf die U21 der Frankfurter Eintracht an der Spitze des Klassements verbleiben wird.

Und auch darüber hinaus sind die Aussichten, zumindest auf dem Papier, bis zur Winterpause rosig. In den restlichen fünf Begegnungen 2022 hat es Gießen ausschließlich mit Konkurrenten zu tun, die sich zwischen Position elf und 20 des Tableaus befinden. »Das ist eine Schwierigkeit, weil von außen gefühlt jeder meint, da müssten 15 Punkte herausspringen. Wir haben das beim vorletzten Heimspiel gegen Steinbach II erlebt und nur knapp mit 2:1 gewonnen«, hält Daniyel Cimen den Ball flach. Gewiss, um die Erwartungshaltung ein Stück weit zu bremsen: »Mit der Ausgangslage, die vor wir der Saison bei uns hatten, ist das, was wir im Moment erleben einfach unverhofft.« In Sachen Personal müssen die Gießener ausgerechnet auf ihren offensiven Mittelfeldmann Matheus Beal (Muskelfaserriss/Bündelriss) verzichten, der sowohl als Vorbereiter als auch als Spieler, der den Abschluss sucht, fehlen wird. Ein Fragezeichen ist hinter den Einsatz von Flügelflitzer Connor Filsinger zu setzen, der in Stadtallendorf einen Schlag auf den Fuß erhalten hat. In den Kader zurückkehren könnte Stoßstürmer Leonid Akulinin.

Aufgebot FC Gießen: Lapcic, Duschner - Fink, Besso, Tatchouop, Vural, Hagley, Kireski, Mangafic, Mahmuti, Akkus Rodriguez, Filsinger (?), Pekesen, Gorbunow, Akulinin (?). - Es fehlen: Assar (gesperrt), Beal (Muskelfaserriss/Bündelriss), Abdel-Ghani (Bruch und Bänderanriss im Ellbogen), Calabrese (krank), Öztürk (Bänderriss im Knöchel/Sehnenabriss), Harder (Kreuzbandriss).

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