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Weiter »aufopfern für Klassenerhalt«

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Levin Haak will mit KOA in Heuchelheim ein Ausrufezeichen setzen. © Bär

Gießen (mol). Spieltag Nummer 27 steht an diesem Wochenende auf dem Spielplan der Fußball-Gruppenliga Gießen/Marburg. Dabei wurde der klassische Sonntagsspieltag aufgrund des Mai-Feiertages fast gemieden, einzig die FSG Wettenberg empfängt an diesem Tag im Wißmar den Tabellenzweiten VfL Biedenkopf (Anpfiff: 15 Uhr).

Während vier Partien bereits am Freitagabend ausgetragen wurden, treten alle vier weiteren Vertreter des Gießener Fußballkreises heute gegen die Kugel. Dabei steht der MTV 1846 Gießen wohl vor der schwersten Aufgabe, geht es doch ab 15 Uhr beim Spitzenreiter FC Burgsolms zur Sache. Zwei Stunden später wird der TSV Lang-Göns versuchen, die 0:4-Niederlage unter der Woche beim TSV Bicken vergessen zu machen und im Heimspiel gegen die SG Waldsolms wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sammeln. Zu einem Duell zweier Vertreter des Gießener Sportkreises kommt es unterdessen um 17.30 Uhr in der Heuchelheimer Schwimmbadstraße.

TSF Heuchelheim - SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen (Samstag, 17.30 Uhr): Zwar mussten auch die Gastgeber in den letzten Wochen des Öfteren personelle Umstellungen vornehmen, konnten die Ausfälle aufgrund des breiten Kaders aber noch recht gut auffangen. Nach dem 2:0-Erfolg am vergangenen Sonntag beim »Nachbarn« MTV 1846 Gießen rangiert das Team von Daniel Marx und Yannik Pauly nach wie vor auf einem guten vierten Platz.

Völlig anders sah es dagegen in den vergangenen Wochen bei der SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen aus. Als starker Tabellensiebter in die Rückrunde gegangen, fehlte bei den Lumdatalern zu Beginn etwas die Gier, daran anzuknüpfen. Spielerische Elemente sollten den kämpferischen vorangestellt werden, was die Sache von Dennis Frank nicht ist, der eher die »über den Kampf ins Spiel kommen-Methode« favorisiert. Nach den Auftaktniederlagen kamen zudem eine ganze Reihe von Ausfällen, sei es durch Krankheiten oder durch Verletzungen, hinzu, sodass KOA personell arg dezimiert ran musste. Trotz aller Ausfälle gelang es mit großer Kampfkraft, beispielsweise in den Partien gegen den MTV 1846 Gießen (2:2) oder die SpVgg. Leusel (1:1), bis in die Schlussminuten hinein um Siege zu kämpfen, ehe späte Gegentore in beiden Spielen vier Punkte kosteten. »Das war in den letzten Wochen eine ganz gefährliche Mischung. Viele Spieler hätten auch mal eine Pause gebraucht, mussten aufgrund der Personalknappheit aber spielen. Dennoch habe ich immer gesagt, dass wir weiterarbeiten müssen, weil sich harte Arbeit irgendwann auszahlt. Wenn du aber zwei Mal solche Nackenschläge wie gegen Gießen und Leusel bekommst, geht das schon auf die Moral. Wobei wir da auch so ehrlich sein und zugegeben müssen, dass wir daran selbst schuld waren und uns dumm angestellt haben«, beschreibt Frank.

Auch wenn die Ausfallliste weiter lang blieb und bleibt und mit Elvis Zuhric oder Evgenij Priebe vor allem die routinierten Führungsspieler schmerzlich vermisst werden, gelang am vergangenen Wochenende durch das 2:0 bei der SG Waldsolms im siebten Spiel des Jahres der lang ersehnte erste Dreier. Doch trotz der nun 32 Punkte weiß Frank, dass noch lange nichts gewonnen ist. »Der Sieg hat unheimlich gut getan und war Balsam für die Seele. Man hat im Training danach direkt gemerkt, dass eine andere Stimmung herrscht. Die Erleichterung war groß. Am meisten hat mich aber gefreut, dass wir uns den Sieg nicht nur erkämpft, sondern auch erspielt haben«, so der KOA-Coach, der aber ergänzt. »Das war ein wichtiger Erfolg, ganz klar, vor allem für den Kopf und um die Negativserie zu beenden. Aber wir müssen definitiv noch einige Punkte sammeln, zumal die Teams aus der hinteren Tabellenhälfte fleißig punkten. Wir wollen versuchen, daran gegen Heuchelheim anzuknüpfen.« Bis zum Saisonende wird auch Dennis Frank alles geben. Das verdeutlicht die Tatsache, dass sich der Spielertrainer nach dem Ausfall der Torhüter Sascha Radtke (Krankheit) und Jan Dühring (Verletzung) beim Punktspiel in Lang-Göns sogar zwischen die Pfosten stellte. »Für den Verein würde ich alles geben, auch wenn ich das lieber von der Seitenlinie aus tue. Aber wir müssen uns auch in den nächsten Wochen aufopfern für den Klassenerhalt«, geht Frank voran. und hat das Pokal-Aus in Geilshausen am Dienstag abgehakt.

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