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Wendlandts Historie

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Engagiert auf der Bank: Der Kleenheimer Trainer Matthias Wendtland. © Bär

Oberkleen (mol). Nachdem sich die HSG Wettenberg und die HSG Pohlheim bereits zu Jahresbeginn duellierten, hält der Spielplan der Männerhandball-Oberliga am Freitagabend das nächste mittelhessische Aufeinandertreffen bereit.

Schauplatz ist dann die Weidig-Sporthalle in Oberkleen, wo die gastgebende HSG Kleenheim-Langgöns um 20 Uhr die Herren aus dem Gleiberger Land empfängt. Nicht nur eine wichtige Partie für beide Mannschaften, sondern für Matthias Wendlandt sicherlich eine besondere, kann der 40-Jährige doch auch auf eine Historie beim kommenden Gegner blicken.

HSG Kleenheim-L. - HSG Wettenberg (Heute, 20 Uhr)

Im Jahr 2012 übernahm der heutige SGK-Coach nämlich das Traineramt bei den Wettenberger Oberliga-Handballern, ehe er nach der Geburt seines zweiten Sohnes im Jahr 2016 nochmal zurückkehrte und bis 2018 dann für die Landesliga-Mannschaft des Vereins verantwortlich zeichnete. Dennoch möchte der SGK-Übungsleiter den Fokus vor dem Derby am Freitag natürlich nicht auf sich, sondern auf das Spiel legen.

Denn vor seinem Ex-Verein hat Wendlandt doch großen Respekt. »Wettenberg hat eine richtig gute Mannschaft, die ja auch stark in das neue Jahr gestartet ist. Vor allem der Sieg gegen Pohlheim ließ da natürlich aufhorchen. Von daher erwartete ich ein enges Spiel«, so Wendlandt, der noch weiter ausführt. »Wie so oft - vor allen in Derbys - wird es darauf ankommen, eine gute Abwehr- und Torhüterleistung aufs Feld zu bekommen. Das gehört ja zu unseren Stärken, um dann ins Tempospiel zu kommen, aber auch Wettenberg lebt da mit Jan Stroh in Verbindung mit den Außen Tom Warnke, Flo Weidner oder Jonas Schmidt natürlich davon.«

Wendlandt ist mit der bisherigen Saison, die sein Team aktuell auf Platz zwei zwischen den Topfavoriten HSG Pohlheim und MT Melsungen sieht, natürlich hochzufrieden. Auch wenn es jüngst am letzten Spieltag eine 29:31-Niederlage bei Staffel-Schlusslicht HSG Großenlüder/Hainzell setzte. »Natürlich sind wir erneut sehr dezimiert angetreten, mussten neben den Langzeitverletzten auch kurzfristig auf Manu Eckhard und David Straßheim verzichten und im Spiel den Ausfall von Nico Scheibel verkraften. Und doch wäre ein Sieg möglich gewesen, das Spiel unter der Woche gegen Petterweil hatten wir aber dann doch noch in den Knochen«, so Wendlandt, der aber ergänzt. »Das war aber auch dann einzige Spiel, an dem es vielleicht etwas auszusetzen gibt. Vorher haben wir ja nur gegen die Schwergewichte Pohlheim und Melsungen verloren.«

Mit seiner Mannschaft den Sprung in die Meisterrunde zu schaffen, wäre sicherlich der Höhepunkt seiner Zeit bei der HSG Kleenheim-Langgöns, die im Sommer enden wird. Grund dafür sind seine Familie, genauer gesagt seine Söhne Ben und Moritz, die der 40-Jährige aktuell schon bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen trainiert. »Bislang haben beide in einer Mannschaft gespielt, im nächsten Jahr laufen sie aber in zwei verschiedenen auf. Und beide haben gesagt, ich soll sie trainieren«, berichtet Wendlandt lachend. »Und drei Mannschaften zu trainieren, ist zeitlich einfach nicht möglich. Ob ich beide trainiert hätte oder nicht, so hätte ich aber beide auf jeden Fall spielen sehen wollen, daher war ein weiteres Engagement bei der SGK einfach nicht drin!«

Daher entschied sich Matthias Wendlandt frühzeitig dazu, seinen aktuellen Verein darüber zu informieren, der einen Nachfolger im aktuellen Bezirksoberliga-Trainer Julian Reusch ja bereits in seinen eigenen Reihen gefunden hat. Weshalb sich der scheidende SGK-Coach nun beruhigt der weiteren Saison widmen kann. Und direkt am Freitag dem Derby gegen seinen Ex-Club.

Statement Axel Spandau: (Trainer HSG Wettenberg): »Wir haben die unfreiwillige Pause am letzten Wochenende zur Regeneration genutzt. Neben unseren Langzeitverletzten wird uns auch Tom Warnke fehlen. Wir wollen das Derby dennoch mit Spaß angehen. Vor allen Dingen müssen wir uns auf die offensive Abwehr von Kleenheim-Langgöns einstellen und in der eigenen Abwehr vor allem die starken Außen sowie Niklas Roth und Cedrick Kollmann in den Griff bekommen.«

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