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Wenige Sekunden fehlen zum Titel

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Krofdorf-Gleiberg (mwa). Deutsche Meisterschaft im 5er-Radball in Krofdorf-Gleiberg. Und das in Zeiten der Pandemie. Das bedurfte einer umfassenden und detailreichen Organisation, die der RSV Krofdorf-Gleiberg in der Eduard-David-Sporthalle unter 2G+-Bedingungen für Helfer und Aktive bestens im Griff hatte. Bedauer- aber verständlicherweise ohne Zuschauer.

Nachdem 2020 die 5er-Radball-Bundesliga und auch die Deutsche Meisterschaft aufgrund des Lockdowns abgesagt worden war, erhielt der RSV nun den Zuspruch, die DM auszurichten. Nach einer spannenden Bundesligarunde hatten sich letztlich die Teilnehmer der DM 2019 auch in diesem Jahr qualifizieren können. Staffelsieger wurde dabei die Mannschaft aus Ginsheim mit den ehemaligen WM-Teilnehmern Jens Krichbaum und Roman Müller. Es folgte der amtierende Deutsche Meister aus Waldrems, der RV Gärtingen und der RSV Krofdorf Gleiberg. Platz 5 belegte Wiesbaden-Naurod.

Am Wochenende gingen bei der DM im eigenen Haus für die Wettenberger Jens Häuser und Felix Nickel im Tor, Philipp Schäfer, Steven Johncox und Kai Kraft in der Abwehr, Kapitän Sascha Götz, Luca Wagner und Finn Grolle im Sturm an den Start. Perfekt eingestellt von den Trainern Thorsten Häuser und Frank Leicht.

Ginsheim - Krofdorf 3:0: Im ersten Spiel des Gastgebers gegen die RSG Ginsheim konnte der Bundesligasieger Mitte der ersten Halbzeit durch einen Kopfballtreffer mit 1:0 in Führung gehen. In einem umkämpften Spiel erhöhten die Wettenberger den Druck, kassierten jedoch im Gegenzug zwei Gegentreffer zum 0:3-Endstand.

RSV Krofdorf - RV Waldrems 2:0: Im zweiten Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister starteten die Mittelhessen besser ins Spiel und gingen durch Sascha Götz nach acht Minuten verdient in Führung. Mit einer konsequenten Abwehrarbeit und kontrolliertem Spielaufbau gewährte das Krofdorfer Quintett den Gästen keinen Zugriff, sodass Luca Wagner in der zweiten Halbzeit durch einen Eckball für den 2:0-Endstand sorgte.

RSV Krofdorf - RV Gärtringen 2:0: In einem turbulenten Spiel konnte Steven Johncox den Ball nach neun Minuten zum 1:0 einköpfen. Im Anschluss erhöhten die Schwaben ihrerseits den Druck. Zwischen den RSV-Pfosten zeigte Jens Häuser jedoch eine grandiose Leistung, hielt scheinbach auch unhaltbare Abschlüsse der Gärtringer, ehe die Mittelhessen eiskalt zuschlugen. Endstand: 2:0.

Krofdorf - Naurod 3:1: Vor dem Spiel gegen die Youngster aus Naurod war für die Wettenberger klar, dass ein Sieg mindestens die Vizemeisterschaft sicherstellen würde. Die routinierten Lokalmatadoren gingen konzentriert zu Werke und nach sieben Minuten durch Sascha Götz in Führung, ehe die Südhessen kurz vor der Halbzeit ausglichen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Wettenberger die Schlagzahl und trafen durch Luca Wagner und Steven Johncox zum 3:1-Endstand.

Eine Zeitstrafe, drei Sekunden

Aufgrund der Punktgleichheit zwischen dem RSV Krofdorf und dem RV Waldrems musste der Deutsche Meister über ein Entscheidungsspiel ermittelt werden. Im Klassiker der letzten Jahre hatten die Mittelhessen mehr vom Spiel, dennoch hieß es zur Pause »nur« 0:0. In der zweiten Halbzeit zeichnete sich ein ähnliches Bild ab, ehe die Krofdorfer durch Luca Wagner 15 Sekunden vor Schluss zum vermeintlichen Sieg trafen. Nachdem daraufhin die Emotionen hochkochten und die Gastgeber mit einer Zeitstrafe belangt wurden, nutzten die Schwaben einen letzten Freischlag drei Sekunden vor dem Ende zum 1:1. Es folgte das Siebenmeterschießen, bei dem der RV Waldrems mit 3:1 die Nase vorne hatte und sich zum vierten Mal in Folge das DM-Trikot überstreifen durfte.

RSV-Kapitän Sascha Götz zog trotz der Last-Minute-Niederlage im Finale ein äußerst positives Fazit: »Im Namen der Mannschaft vielen Dank an alle Gratulanten, Zuschauer und Helfer. Eine außergewöhnliche Meisterschaft unter Corona-Bedingungen ist zu Ende und wir sind stolz. den zweiten Platz erreicht zu haben. Leider hat uns das letzte Fünkchen Glück zum großen Erfolg gefehlt. Aber so ist der Sport und nächstes Jahr geht’s weiter.«

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